Porsche Cayman GT4 Rallye - R-GT-Reglement
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Porsche Cayman GT4 Rallye - R-GT-Reglement 16 Bilder

Porsche Cayman GT4 Rallye

Rallye-Rückkehr auf 718-Basis

Porsche plant, ab 2020 in den weltweiten Rallyesport zurückzukehren. Dafür entwickelt der Sportwagenbauer einen Rennwagen für Asphalt und losen Untergrund nach R-GT-Reglement. Basis ist der erst kürzlich vorgestellte 718 Cayman GT4 Clubsport.

Noch ist es eine Konzeptstudie auf Basis des Porsche Cayman GT4 Clubsport, Typ 981c, was da auf vier Rädern mit Spikes im Eis steht. Doch Porsches Motorsportabteilung arbeitet bereits an einem vollwertigen Rallye-Rennwagen. Wenn alles klappt, soll der Rallye-Cayman GT4 ab 2020 in der Rallye-Weltmeisterschaft mitmischen. Dann jedoch abgeleitet vom Mittelmotorrennwagen Cayman GT4 Clubsport, Typ 718, dem Nachfolger des 981c, den Zuffenhausen kurz vor dem Jahreswechsel vorgestellt hatte.

Freisaugender 3,8-Liter-Sechszylinder

Die älteren Motorsport-Fans können sich sicher noch gut an die letzten Werkseinsätze von Porsche abseits befestigter Straßen erinnern. Mit dem 911 und dem 959 ging man in den 70er und 80er Jahren erfolgreich in Afrika bei den legendären Safari- und Dakar-Rallyes an den Start. Höhepunkt war der Gesamtsieg bei der Rallye-Dakar 1986 mit René Metge am Steuer des 959. Danach konzentrierte man sich in Zuffenhausen aber vor allem auf Rundstreckensport.

Porsche Cayman GT4 Rallye - R-GT-Reglement
Porsche
Porsche will den 718 Cayman GT4 Clubsport zu einem Rallyerennwagen für Kundenteams und Privatfahrer umstricken. Noch ist es eine Studie auf Basis des Cayman Typ 981c.

Bis jetzt. Den ersten Schritt hin zur Rückkehr in den Rallyesport machte Porsche im vergangenen Jahr. Für die Rallye Deutschland Mitte August hatte man ein Studienfahrzeug nach dem R-GT-Reglement der FIA aufgebaut, und es als Vorausfahrzeug ins Saarland geschickt. Den Mittelmotor-Sportler fuhr Werkspilot Romain Dumas. Die positive Rückmeldung von Teams, Fahrern und Serienbetreibern hat Porsche bewogen, tatsächlich ein Rallye-Auto zu entwickeln.

Als Gerüst dient dafür der 718 Cayman GT4 Clubsport mit freisaugendem Sechszylinder. Der 3,8 Liter große Motor leistet im Rundstreckenmodell 425 PS, das ein Sechsgang-PDK an die Hinterachse leitet. Zum zukünftigen Rallye-Auto gibt es ansonsten wenig Infos von Porsche.

Kostengünstiges R-GT-Reglement

Dafür ist die Studie auf 981c-Basis bekannter. Der 3,8-Liter-Sechszylinder-Boxermotor leistet dort 385 PS. Für den Rallye-Einsatz wurde zudem ein durchgehender Unterfahrschutz montiert. In den Türen kommt ein energieabsorbierendes Schaumelement zum Einsatz, wie es auch bei World Rallye Cars verwendet wird. Ein Überrolkäfig, eine große Lufthutze auf dem Dach und ein optionaler Scheinwerfer-Balken für die Motorhaube verwandeln den Straßensportler in einen reinrassigen Rennwagen.

Schon vor der Premiere bei der Rallye Deutschland hatte die Studie reichlich Testkilometer gesammelt. Neben Romain Dumas waren auch die Werksfahrer Richard Lietz und Timo Bernhard in das Testprogramm eingebunden.

Um Gesamtsiege wird der Rallye-Cayman ab 2020 nicht fahren. Das R-GT-Reglement wendet sich an ambitionierte Kundenteams und Privatfahrer, die mit vergleichsweise wenig Aufwand und relativ kostengünstig an der Rallye-Weltmeisterschaft teilnehmen können. Das ist nicht vergleichbar mit den Werkseinsätzen der Hersteller mit ihren WRC-Autos.

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