DIY-Cupholder fürs Auto im Test

Klebebandrolle hält den Kaffeebecher fest

Lifehack Cupholder Panzertape Foto: Patrick Lang 11 Bilder

Besonders in der kalten Jahreszeit ist ein Becher mit Heißgetränk auch im Auto sehr beliebt. Aber wohin damit, wenn man keinen Cupholder hat? Zwischen die Beine klemmen? Schlechte Idee. Aber es gibt eine Lösung.

Autofahrer stören sich an vielen Kleinigkeiten. Doch kluge Köpfe finden clevere Lösungen: Die Lifehacks. Wir testen, was die Tricks wirklich taugen und checken Kosten, Aufwand und Nutzwert. Dieses Mal prüfen wir ob Klebeband als Cupholder-Ersatz Sinn macht.

Panzertape ist immer ein Lösungsansatz

Hobby-Bastler folgen oft einem alten Grundsatz: Beinahe ALLES lässt sicht entweder mit WD40 oder Panzertape reparieren. Vielleicht sollten wir das nicht hundertprozentig so unterschreiben, auch wenn im aktuellen Lifehack tatsächlich Panzertape die Hauptrolle spielt. Geklebt wird allerdings nichts, versprochen.

sitzposition finden

Wir widmen uns diesmal einem echten Genießer-Thema: Kaffee im Auto. Es ist ja keine Seltenheit, dass auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit ein Halt beim Bäcker um die Ecke ansteht. Schließlich gilt es, sich mit dem Koffein-Kick den Schlaf aus den Augen zu prügeln. Das wird allerdings genau in dem Moment zur Körper-Logistischen Herausforderung, in dem Sie ein Auto mit Schaltgetriebe und ohne Cupholder fahren. Wohin mit dem flüssigen Gold? Wer schonmal ein Heißgetränk im Schritt hatte, wird das Einklemmen zwischen die Schenkel als Option ausschließen. Auf dem Armaturenbrett abstellen? Da wäre es besser, Sie lassen die Becher auf dem Dach stehen. Dann gibt’s zwar keinen Kaffee, aber auch keine Sauerei im Cockpit.

Hier kommt der Lifehack: Eine Rolle Panzertape erfüllt die Funktion des Cupholders ganz einfach auf dem Beifahrersitz. Panzertape sollte es deshalb sein, weil das Material schwer genug ist, um für Stabilität in Kurven zu sorgen. Maler-Krepp wäre zwar billiger, aber dann könnte man den Kaffee-Pott auch gleich auf dem Kopf balancieren. Hack im Hack gefällig? Wer dem Cupholder nicht vollständig vertraut, kann einfach die Unterseite mit ein paar Streifen abkleben. Sollte dann was auslaufen, wird der Sitz nicht gleich verkleckert.

Lifehack Cupholder Bewertungsbogen Foto: Patrick Lang
Für anständiges Panzertape muss schon ein bisschen Kleingeld fließen. Der "Einbau" des improvisierten Cupholders dagegen ist quasi in einer Sekunde erledigt. Funktioniert allerdings nur, wenn nicht zu dynamisch gefahren wird.

Fazit

Was also haben wir bei dem Test herausgefunden? Der DIY-Cupholder kostet rund fünf Euro und ist damit noch erschwinglich. Entscheidender Vorteil: Billiges Panzertape geht auch, denn wir kleben ja nichts. Es muss nur genügend Gewicht haben. Hochwertiges Panzertape von Tesa gibt es aber auch schon bereits ab 5 Euro pro Rolle. Aufwand? Besser geht’s nicht. Einfach auf den Beifahrersitz legen und fertig – volle Punktzahl dafür. Aber hat das Ganze auch einen Nutzwert? Schon, wenn man keine Cupholder hat, oder die mit Müll und Kleingeld belegt sind. Einen besonders agilen Fahrstil sollte man aber ablegen, so lange der Becher noch voll ist. Denn Panzertape hin oder her, gegen G-Kräfte ist selbst das mächtige Klebeband irgendwann machtlos.

Lifehacks gesammelte Werke

Diese Lifehacks haben wir getestet
Zahnpasta als Putzmittel Hier nachlesen
Gurt als Flaschenöffner Hier nachlesen
Klebeband als Memory-Funktion Hier nachlesen
Gummiband als Smartphone-Halterung Hier nachlesen
Funkschlüssel mit Köpfchen Hier nachlesen
Neuester Kommentar

Ich bin mir extrem sicher, dass dieser Aston Martin (!) einen Cup holder hat.
Und falls nicht, dann bin ich mir noch sicherere, dass sich Besitzer exklusiver englischer handgefertigter Sportwagen auf ihr feinstes britisches Leder keine Panzertape-Rolle mit Papp-Becher stellen, und dass es selbst für extreme Sparfüchse echte Getränke-Halterungen für nen Fünfer auf eBay gibt. Für den Preis dieser Schwachsinns-„Lösung“

Exige35 29. Oktober 2017, 19:41 Uhr
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