Sommerreifentest 2007

Reifen im Format 235/35 ZR 19 im Vergleich

Sommerreifentest Foto: sport auto 16 Bilder

Vier brandneue Produkte bereichern in diesem Frühjahr der Markt der Ultra High Performance-Reifen. Der sport auto-Sommerreifentest in der Dimension 235/35 ZR 19 verdeutlicht die Stärken und Schwächen der Herausforderer und Etablierten.

Konstruktiver Aufbau, Gummimischung, Profilgestaltung und schlussendlich auch die Dimension geben den Ausschlag für die Performance eines Reifens. Und diese entscheidenden Parameter verschieben sich teilweise sogar innerhalb eines Produkts und sind von außen betrachtet undurchschaubar. Nur die Erfahrung bringt Aufschluss - und das auch nur auf identischem Fahrzeug und Strecke.

Als Testträger für den diesjährigen Sommerreifentest diente ein BMW 335i. Dieser stand rundum auf 8,5 x 19 Zoll großen Rial- Felgen. Diese wiederum bestückt mit der möglichen Optionsgröße 235/35-19 ohne Runflat-Eigenschaften.

Neun Kandidaten traten zum Test an

Analog zu dem großen Anwendungsgebiet zeigt sich auch das Feld der Testkandidaten äußerst weit reichend. Unter den neun zum Test angetretenen Kontrahenten finden sich etablierte Vertreter ihres Fachs wie der Bridgestone Potenza RE 050A, Continental SportContact 3, Hankook Ventus S1 Evo, Michelin Pilot Sport2 und Yokohama Advan Sport. Herausgefordert wird diese bereits bekannte Garde von gleich vier Neuerscheinungen dieser Saison, die sich in insgesamt fünf Prüfdisziplinen der Konkurrenz stellen.

Die Neuerscheinungen

Dunlop wirft hierfür den SportMaxx GT in die Schlacht, Goodyear den Eagle F1 Asymmetric, Pirelli den P Zero und Vredestein tritt mit dem ebenfalls brandneuen Ultrac Sessanta an, der sich als Einziger ohne laufrichtungsgebundenes Profil präsentiert.


Das geschwungene Profilbild scheint den Wassermassen am besten die Stirn zu bieten, sprich: sie am besten verdrängen zu können. Mit einer Aufschwimmgeschwindigkeit von 80,5 km/h setzt sich der Ultrac Sessanta in dieser Disziplin jedenfalls an die Spitze des Feldes.

Die Konkurrenz folgt dicht gedrängt.

Selbst der vermeintlich Letzte im Bunde, der Yokohama, zeigt mit einer Aufschwimmgeschwindigkeit von 74,5 km/h im direkten Vergleich noch sehr akzeptable Werte.

Bei den Bremstests auf bewässertem Parcours klafft das Leistungsniveau hingegen deutlicher auseinander. Fast acht Meter Differenz liegen zwischen Top oder Flop bei der Verzögerung aus 100 km/h. Mit einem Bremsweg von 44 Meter steht der Hankook ganz oben auf dem Treppchen. Danach folgt mit dem Pirelli der erste Neuling im Feld. Der Dunlop, der Goodyear und der Vredestein liegen nahezu gleichauf, während der Michelin mit 48,8 Meter bereits den Anschluss verliert.

Im Trockenhandling ist der P Zero nicht zu schlagen

In der Königsdisziplin, dem Trockenhandling, stiehlt der P Zero dem Rest des Feldes die Show. Die 3,1 Kilometer lange Strecke, gespickt mit engen Kehren und schnellen Wechselkurven, meistert der Italiener meisterhaft. Mit einer Zeit von 1.43,0 Minuten setzt er sich mit einer glatten Sekunde Vorsprung von der Konkurrenz ab.

Das ist absolut gesehen zwar nicht die Welt, aber in Anbetracht der sonst so marginalen Unterschiede doch deutlich. Dabei vermag die Lenkung ein sehr präzises Gefühl zu vermitteln, die Seitenführungskräfte sind erste Sahne, und dem Grenzbereich entgegnet der neue P Zero überaus neutral und ohne zickige Reaktionen auf Lastwechselsituationen.

Die Verfolger liegen dicht beisammen

Michelin, Hankook und auch Bridgestone teilen sich ein Zeitfenster. Wobei der französische Pilot Sport 2 das schärfste Einlenkverhalten an den Tag legt, andererseits etwas anfälliger auf Lastwechsel wirkt. Der Potenza RE050A brilliert ebenfalls mit einer präzisen Lenkung sowie einem gutmütigen Fahrverhalten.

In Hinblick auf die Rundenzeiten bilden der Dunlop, der Vredestein und der Goodyear ein weiteres Dreier-Paket, in dem der SportMaxx GT den subjektiv besten Eindruck hinterlässt. Sein gebotenes Lenkgefühl ist hervorragend, die nach dem präzisen Einlenken vorherrschende Untersteuerneigung kostet ihn jedoch wertvolle Zeit. Auch wenn der Vredestein dem Dunlop objektiv ebenbürtig ist, kommt die Lenkpräzision des Ultrac Sessanta ebenso wenig an die Leistungen der Besten heran wie das Fahrverhalten, das sich etwas indifferent präsentiert.

Auch der Eagle F1 Asymmetric zeigt sich nicht als der exakteste Vertreter seines Fachs. Um die Mittellage könnte die Lenkung präziser sein, und dann hält ein Untersteuern Einzug, das den sportlichen Ansatz leider wieder etwas verwässert.

Der SportContact von Conti gibt sich ausgeglichen

Der Continental kommt hingegen äußert harmonisch daher. Zwar kann er nicht mit dem besten Gripniveau und der schärfsten Lenkung aufwarten. Aber der SportContact3 zeigt sich sehr ausgeglichen und drängt im Grenzbereich sanftmütig über alle Viere zur Kurvenaußenseite.

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