Cardesign-Campus

Es ist vollbracht

Foto: Beate Jeske 18 Bilder

Fünf Monate hatten die Studenten der FH Pforzheim Zeit, für auto motor und sport an dem Projekt „Ein Auto für Genf 2020“ zu arbeiten. Jetzt ist das Projekt vollendet.

Im Rahmen des Genfer Auto Salons werden die Studenten ihre Ideen zu kleinen Stadtautos, schnittigen Sportwagen und ausgefallenen Interieurs mit Club-Lounge-Charakter vorstellen.

Zwölf-Stunden-Tage sind die Regel, Nachtarbeit keinesfalls die Ausnahme – was nach dem Arbeitstag eines gut bezahlten Managers klingt, spiegelt in Wirklichkeit den Alltag manches Studenten wider. Um pünktlich mit ihren Semesterarbeiten fertig zu werden, haben zumindest die Teilnehmer des Magisterstudienganges unzählige Überstunden gemacht.

„Deutsche Autos stehen für Perfektion“

Vor allem, als es nach der Konzeptphase auf dem Papier darum ging, die Arbeiten im Computerprogramm Alias umzusetzen. Denn wer erwartet hätte, dass der Nachwuchs des 21. Jahrhunderts lieber die Maus als den Stift in der Hand hält, hat sich getäuscht: „Das Zeichnen hat viel mehr Spaß gemacht, weil es schneller und leichter geht“, so der Engländer Anthony Clark, der im Alias-Programm auch lange gegrübelt hat, wie man am besten die Proportionen der Skizze in den Computer überträgt. Alexander Horn, der ganz bewusst ein Auto für Deutschland gestalten möchte, sieht in dieser Präzisionsarbeit allerdings ein typisches Merkmal seiner Arbeit: „Deutsche Autos stehen für Perfektion.“

Kursleiter James Kelly kennt die Sorgen und Nöte seiner Zöglinge: „Jeder hat am Anfang Probleme. Der Umgang mit dem Programm ist nicht einfach, und erst in der 3D-Darstellung zeigt sich, wie gut das Design wirklich ist.“

Klicken wird Alltag

Dazu sitzen die zehn Studenten in einem abgedunkelten Raum, klicken und klicken, drehen die Modelle, spielen mit Farben und Reflexen, bearbeiten Linien, modellieren Flächen. Business as usual für jene Designer, die bereits im Berufsalltag stecken, Neuland dagegen für die Nachwuchskräfte. Aber bleibt ihnen in den Designabteilungen von Porsche, Renault, Audi und Co überhaupt noch Zeit, mit einer Papierzeichnung anzufangen? „Ich würde es mir auf jeden Fall wünschen“, so Alexander Horn. „Ich kann einfach viel besser meinen Emotionen folgen, wenn ich eine Idee zuerst vom Kopf aufs Papier bringe.“

Edgar Chu aus Australien arbeitet dagegen zweigleisig: „Ich mag beides, Papier und Computer. Aber wenn ich eine Idee von der Skizze übertragen will, muss man manchmal aufpassen, dass sie bei der Digitalisierung nicht wieder verloren geht.“

Der junge Australier ist innerhalb des Projektes auf jeden Fall der schnellste von allen: Er hat es geschafft, aus der Computersimulation seines Outback-Autos auch noch ein 1:4-Modell zu fertigen. Unter www.cardesign-campus.de sind jetzt alle Arbeiten der Studenten zu sehen – die einzelnen Computersimulation zeigen wir ab Montag (18.2.).

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