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Fahrwerks-Fibel

Jedes Setup ist individuell

Fragen Eibach-Ingenieur Manfred Brings zum individuellem Fahrwerk-Setup, der Produktentwicklung und wie das Kurvenhandling verbessert wird.

Warum ist jedes Fahrwerk-Setup individuell?

Jede Fahrwerkseinstellung ist ein Kompromiss. Einerseits soll das Setup weich sein, um unebene Oberflächen zu kompensieren und hierdurch permanenten Bodenkontakt von Rad und Reifen zu garantieren, wodurch wiederum Grip und Traktion gewährleistet werden. Andererseits muss das Setup hart genug sein, um sowohl bei Kurvenfahrten als auch beim Beschleunigen ein Rollen, Wanken oder Eintauchen des Fahrzeugaufbaus weitestgehend zu reduzieren. Diese unterschiedlichen Anforderungen führen dazu, dass fahrzeugspezifische Lösungen gefunden werden müssen. Nur dann kann man Produkte anbieten, die möglichst allen Ansprüchen gerecht werden. Übertragen auf das B12-Programm bedeutet dies: für den eher sportlich orientierten Fahrer die Kombination eines Bilstein-B8-Dämpfers mit einer Eibach-Sportline-Feder. Für den eher alltagsorientierten Fahrer die Kombination eines Bilstein-B8-Dämpfers mit einer Eibach-Pro-Kit-Feder.

Welche Kriterien sind relevant für die Entwicklung der Eibach-Produkte?

Vor der eigentlichen Entwicklung eines Pro-Kits oder Sportline-Satzes werden alle relevanten Serienfahrzeugdaten (Fahrzeughöhenstände, Einfederwege, Federraten usw.) aufgenommen. Da diese Daten von Hersteller zu Hersteller sehr stark differieren, werden nach deren Auswertung die neuen Parameter wie Fahrzeugabsenkung (also Tieferlegung) und Federraten für jedes Fahrzeug neu festgelegt. Wichtig ist hierbei, dass der Komfortverlust möglichst gering ausfällt und das grundsätzliche Fahrverhalten eines Serienfahrzeuges, zum Beispiel übersteuernd oder untersteuernd, annähernd beibehalten wird, um den Normalfahrer hier nicht zu überfordern.

Warum verbessern Bilstein-Hochleistungsdämpfer und Eibach-Performance-Fahrwerkfedern das Kurvenhandling?

Durch die Absenkung des Schwerpunktes wird der Einfederweg um das Maß der Tieferlegung reduziert. Durch den geringeren Einfederweg wird in gleichem Maß die Seitenneigung reduziert und sorgt in Verbindung für ein direkteres Einlenkverhalten sowie ein sicheres Fahrverhalten. Neigt sich ein Auto sehr stark in der Kurve, reduziert man früher die Geschwindigkeit. Durch darauf angepasste Bilstein-Hochleistungsdämpfer wird dieses Einlenkverhalten nochmals gesteigert. Stöße werden abgefangen und lassen das Auto „auf der Straße kleben“. Wankneigungen werden unterbunden, und das Fahrzeughandling ist spürbar verbessert.

Übersicht: Fahrwerkstechnik erklärt