Fiat 500 in den USA (Teil 3)

Ein Hauch Karibik & Rock'n Roll

Fiat 500, Teil 3 , Reportage Foto: Dani Heyne 7 Bilder

auto motor und sport kreuzt mit einem Fiat 500 durch Amerika. Im Teil 3 der Geschichte fahren wir von New Orleans nach Memphis.

"Wo wollt ihr hin? New York? Warum das denn?" Die Fragen der beiden Angler kommen wie aus der Pistole geschossen. Mit kurzen Hosen und runden Bäuchen lehnen sie an ihren Pickups und schmunzeln über den Fiat. "Ganz schön kurz", meinen sie nach einer Weile und erklären auch, was mit der großen Stadt im Norden nicht stimmt: "Die Leute ... zu unfreundlich." Dann schauen sie wieder auf den 500 und fügen leise hinzu: "Das geht ja eigentlich schon hier in Louisiana los, bei uns drüben in Texas sind die viel freundlicher." Sie verabschieden sich mit dem Tipp, dass es im übernächsten Ort erlaubt sei, auf dem Strand entlang zu fahren. Und so rollt der 500 wenig später zum ersten Mal über glattgewalzten Sand - zur Freude einiger kleiner Hunde, die ihn bellend verfolgen. Das dazugehörige Urlaubsdorf besteht aus einer Handvoll bunten Sommerhäusern auf Stelzen.

Überflutungen kommen hier häufiger vor - Straßenschilder warnen davor. Unter der angenehm warmen Mittagssonne fahren wir weiter, durch ein Sumpfgebiet und auf eine kleine Fähre. Die dritte große Stadt am Golf von Mexico kommt immer näher. Drei Stunden später parkt der Fiat in einem malerischen Vorort der Jazz-Metropole, zu fast jedem Haus gehört hier ein Bootssteg. Das weit verzweigte Kanalsystem erstreckt sich wie ein unendliches Labyrinth und erlaubt den Booten von hier direkt bis aufs Meer hinaus zu schippern. Wir fahren heute aber nirgends mehr hin.

Das Nordende der Karibik

Der Morgen beginnt im Cafe Du Monde angenehm süß, zwei Beignets mit Puderzucker wollen verputzt werden, dazu gibt's Malzkaffee - eins von vielen kulinarischen Highlights der Stadt. Der 500 mag die vielen kleinen Straßen im French Quarter (dem bekanntesten Teil der Altstadt), die ihn an die Gassen in Italien erinnern. Während bislang kahle, hohe Betonbauten das Bild der durchfahrenen Städte prägte, lassen sich nun bezaubernde Kolonialhäuser mit breiten Terrassen und Balkonen aus Holz betrachten. Kein Wunder, New Orleans ist für amerikanische Verhältnisse eine alte Stadt: 1718 von den Franzosen gegründet, wurde sie 1803 von Napoleon zusammen mit weiteren Landstrichen an Amerika verkauft. Für 15 Millionen Dollar. Vor acht Jahren verwüstete Hurrikan Katrina die 1,3 Millionen-Metropole fast vollkommen. Noch heute sind die Narben im Stadtbild deutlich zu sehen. Drehen wir noch eine Runde durch das French Quarter: Am Tag wird hier geputzt und geschrubbt, denn sobald die Sonne sich vor der Nacht verneigt, verwandeln sich die vielen Bars rund um die Bourbon Street in hell leuchtende Inseln. Überall spielen Bands, Menschen tanzen auf Tischen, die Stimmung ist ausgelassen. Spätestens jetzt wird klar, warum New Orleans der nördlichste Fleck der Karibik sein soll.

Elvis, wir kommen

Ganz andere Musik ist sechs Autostunden nördlich angesagt, kurz vor Graceland/ Memphis meldet sich der King im Radio, Elvis Presley singt im Fiat 500 "Love Me Tender".

Der Parkwächter schmunzelt dem Italiener zu - "lustiger Wagen" -und lässt uns gratis parken. In den kommenden zwei Stunden schlendern wir durch Elvis' außergewöhnlich dekoriertes Haus, bestaunen seine Anzüge und die vielen Goldenen Platten - egal wie viel über diesen Mann und diesen Ort veröffentlich wurde, ein Besuch lohnt sich. Und dabei nicht die Oldtimergarage vergessen! Unter all den ausgefallenen Modellen wäre unser bunt beflaggter Fiat ausnahmsweise mal nicht aufgefallen.  

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