Kia Shuma II (2002), Kia Cee’d (2013), Frontansicht Hans-Dieter Seufert

Kia Shuma II (2002) und Cee’d (2013)

Mehr als reine Formsache

Zwischen dem Kia Shuma II und dem aktuellen Cee’d liegen rechnerisch nur elf Jahre, aber eben auch eine ganze Ära.

Für den Shuma II hatte Kia keinen Designer. Zumindest keinen, an den sich bei Kia auf Nachfrage jemand erinnern konnte. Dagegen poppt beim Cee’d natürlich gleich die ganze Schlagwort-Arie hoch: Schreyer, Peter => Ex-Audi-, Ex-VW-Designchef, Designer des TT, erster Nicht-Koreaner im Rang eines Präsidenten bei Kia.

Und wenn man auf einen Blick sehen möchte, wie enorm sich Kia in den letzten zehn Jahren entwickelt hat, genügt die Gegenüberstellung des aktuellen Cee’d und des Shuma II – dem zweiten und letzten Mitglied der kurzen und nicht ganz zu Unrecht vergessenen Shuma-Dynastie. 2001 kommt das Stufenheck zu uns, für ein Jahr nur, und während die Koreaner beim Antrieb noch umfangreich auf Mazda vertrauen, entsteht die biedere Stufenform bei Kia – durch wen auch immer. Innen möbliert sich die Limousine im zeitlos uneleganten Stil von Neunziger-Jahre-Inter-Regios, mit knautschigen, blasslilafarbenen Polstern. Dazu dekoriert etwas, das aussieht wie der Nachbau von Holzattrappe, das Armaturenbrett. Alles solide und übersichtlich natürlich, wie man schon damals von Kia erwarten konnte. Aber eben doch im Stil eines Autos, das mit reichlich Ausstattung zum günstigen Preis für sich werben muss.

Kia Cee’d ist meilenweit voraus

Wobei der Shuma II mit dem drehmüden und durchzugsdürren 1,6-Liter-Vierzylinder, dem die Papiere 100 PS nachsagen, im Jahr 2002 mit 15.078 Euro teurer ist als ein gleich starker Cee’d heute. Den gibt es für 14.490 Euro, ebenfalls etwas kraftlos motorisiert, aber schon der Norm (allerdings DIN gegen NEFZ) nach zwei Liter/100 km sparsamer. Trotz 20 Zentimeter weniger Länge reckt der Cee’d seinen Radstand neun Zentimeter weiter, schafft so ein deutlich besseres Raumangebot im Fond, integriert Fahrer und Beifahrer tiefer ins Auto.

Ist der Shuma II mit seiner schläfrigen Vierstufenautomatik (einst 1.120 Euro extra), dem unkultivierten und trägen Motor sowie dem gautschigen Fahrwerk nie ein echter Konkurrent für die Stars der hart umkämpften Kompaktklasse, hat sich der Cee’d im vorderen Mittelfeld etabliert. Dass die Techniker über nur zwei Modellwechsel nicht alle Schwächen bei Fahrwerk und Lenkung wegentwickelt haben, bleibt beim viel erfolgreicheren Cee’d der einzige kleine Formfehler.

Kompakt Tests Kia Cee´d 1.6 GDI Spirit, Frontansicht Kia Ceed 1.6 GDI Spirit im Test Korea erhöht den Anspruch

In seiner zweiten Generation will der Kia Cee’d weg vom Discount-Image,...

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