Leseraktion

Fahrdynamik-Training

Foto: Beate Jeske 13 Bilder

Auch beim zweiten Fahrdynamik-Training 2008 mussten die Reifen nicht geschont werden. Unter Anleitung von auto motor und sport-Profis gaben 50 Leser richtig Gas. Mit Erfolg: Keiner fuhr ohne Urkunde nach Hause.

Urplötzlich lautes Quietschen, dann wieder hochdrehende Motorgeräusche. Ein immer wiederkehrender Ohrwurm, der die Stille der Lüneburger Heide aufmischte. Die Heidschnucken neben dem Testgelände von Continental in Wietze-Jeversen kennen das Programm und blieben auch an diesem Wochenende gelassen. Aufgeregter reisten 50 Leserinnen und Leser von auto motor und sport in die verträumte Gemeinde, 35 Kilometer entfernt von Hannover.

Unter Anleitung von Redaktions-Experten wurde beim zweiten Fahrdynamik-Kurs auf dem Contidrom zwei Tage lang im Grenzbereich trainiert. „Ein Fahrdynamik-Training ist günstiger als eine neue Stoßstange“, bilanzierte Otto Hofmayer, Chef-Instruktor und Leiter der Testabteilung von auto motor und sport. Die Kosten von 680 Euro sind gut angelegt. Das umfangreiche Programm am Limit übt besonders die richtige Reaktion für den Ernstfall im öffentlichen Straßenverkehr. Aber nicht nur für die Praxis wurde gebüffelt, sondern auch ein Blick hinter die Kulissen geworfen. Größtenteils stammten die Übungen nämlich aus dem regulären Testprogramm von auto motor und sport.

Testprogramm von auto motor und sport

18-Meter-Slalom, Elchtest, μ-split-Bremsung, Bremsen bei Nässe und in der Kurve, Kurvenaquaplaning, das Befahren einer bewässerten Kreisbahn und ein Ausweichtest bei Nässe standen auf dem Plan. Vor jeder Sektion demonstrierten die Instruktoren den Ablauf, bevor die Teilnehmer selbst aufs Gas treten durften. Parallel stellten die Experten von Continental neueste Trends in der Reifenentwicklung und bei kamerabasierten Fahrer-Assistenzsystemen vor (Spurhalteassistent,Verkehrszeichen- Erkennung). „Das Schöne beim Fahrdynamik-Training von auto motor und sport ist, dass auch der Bezug zu meinem eigenen Auto da ist“, freute sich Hendrik Schulz, der privat einen pechschwarzen Golf GTI fährt. Nicht nur der 27-Jährige, auch alle anderen Teilnehmer durften am Lenkrad des sportlichen VW-Erfolgstyps kurbeln.

25 knallrote Golf GTI

Zusammen mit den Lesern rollten 25 knallrote Testwagen mit den bekannten drei Buchstaben an den Start. „Der GTI ist sehr gut abgestimmt und daher ideal für so ein Training“, erklärte Alexander Bloch, Ressortleiter Test und Technik. Daher war auch Jürgen Siemens angetan, obwohl er im täglichen Leben fast doppelt so viel Pferdchen zügelt, als beim 200 PS starken Trainingsgerät unter der Motorhaube stampfen. „Das Testgelände ist Weltklasse und das Training wirklich gut“, sagte der Rheinländer aus Viersen, der in seinem Porsche Auf einer nassen Kreisbahn wurde Kurven-Aquaplaning bei 80 km/h simuliert 911 Carrera S Cabrio angereist war. Genauso bunt gemischt wie die Privatwagen auf dem Leserparkplatz war auch das Alter der dynamischen Teilnehmer (20 bis 67 Jahre).

Strahlende Augen gab es altersübergreifend bei allen Übungen. Für das breiteste Grinsen sorgte wie schon bei der Premierenveranstaltung im April der Ritt auf dem bewässerten Handlingkurs. „Beim nächsten Mal muss das Training noch einen Tag länger dauern, an dem wir nur auf dem Handlingkurs unsere Runden drehen“, lautete denn auch das Fazit von Jürgen Siemens mit zufriedenem Lächeln. Eines steht schon jetzt fest: Die GTI-Armada und die Redaktionsprofis werden auch im nächsten Jahr für eine Neuauflage des Fahrdynamik-Trainings wieder einsatzbereit sein.

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