Leseraktion Nardo 2011

Leser im Temporausch

GTÜ-Prüfstelle Foto: Hans-Dieter Seufert 30 Bilder

Was geht mein Supersportwagen wirklich? Diese Frage bekamen zehn Leser beim Highspeed-Event in Nardo beantwortet. Und hatten bei Kaiserwetter noch sehr viel Spaß.

"Und dabei tut sie immer so schüchtern." Walter Moretto ballt die Fäuste, strahlt mit der sengenden Sonne Apuliens um die Wette und herzt seine Frau in Atemnot. Dabei war ihm Daniela gerade eben um die Ohren gedonnert.

Mit Frauen-Power auf 342 km/h

Die Mutter dreier Kinder, die nach eigenen Aussagen bisher noch nie schneller als 220 km/h fuhr, hatte sich den höchste Bahn des 12,6 Kilometer langen Highspeed-Runds getrieben und dann 342 km/h auf die Anzeige des GPS-Messgerätes genagelt. Die 300-km/h-plus-Windschleppe verwuschelte der staunenden Männerschar kräftig das Haupthaar.

So hoch in der Überhöhung der Fahrbahn erfordert das nicht nur Mut, sondern auch Lenkpräzision. Beides sind offensichtlich Stärken von Daniela, die sich dafür den großen Respekt ihrer Mitstreiter abholte. Besonders den des zweiten GTO-Piloten Matthijs Timmermanns, der 340 km/h erreichte.

Fliegen behindern die Sicht, Stehbolzen die Standfestigkeit

Noch nie waren die Leser schneller, allen voran der völlig tiefenentspannte Max Frisch. "Ja mei, es wär scho’ schneller g’angen, aber i seh nix mehr", kommentiert der Bayer trocken und brilleputzend seinen Turbo-Ritt im orangefarbenen 9ff-Geschoss. Doch nicht die Sehhilfe, sondern seine Frontscheibe litt unter Durchblicksproblemen, nachdem diese mit exakt 373,38 km/h kurzerhand ein Massaker unter der gemeinen apulischen Schnake angerichtet hatte. Leserrekord, fürs Tempo wohlgemerkt.

Luxusprobleme, mag sich Harald Schmid gedacht haben, der mit seinem Ruf-Porsche CTR den Oldtimer im Racer-Feld stellte. Schon in den Neunzigern hatte sich das heute fast zierlich wirkende 470-PS-Gerät mit 342 km/h in den Nardo-Annalen verewigt. Auch dieses Mal reichte es schon in der ersten Runde für 334 km/h und Hochstimmung im Ruf-Lager. Doch nur eine Runde später stellte der sechste Zylinder das Boxen ein. "Bei den alten Autos brechen eben gern die Stehbolzen", kommentierte geknickt Hans Peter Lieb, extra mitgereister Chef-Mechaniker von Ruf.

300 km/h fallen reihenweise

Es sollte die grandiose Stimmung der Teilnehmer nur kurzfristig trüben, denn die 300er-Barriere purzelte reihenweise: Fabio Pelli schwebte in seinem Bentley Continental auf gepflegte 323, Peter Röskes im Carlson-SLK schnitt mit seinem Cabrio mit 308 km/h durch den Wind und Stefand Wieland sägte mit seinem Porsche GT3 auf Tempo 316, bevor sich die beiden Corvette Z06 auf den heißen Asphalt trauten. Ironischerweise brachten der Chef von Elia-Tuning Hans-Jörg Köninger die Serienversion auf 316 und der Apotheker Harald Buchrucker die getunte Variante auf 328 km/h.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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