Marco Reus ohne Führerschein

Verfahren gegen BVB-Star eingestellt

Marco Reus Foto: BVB Borusia Dortmund 40 Bilder

Fußball-Star Marco Reus muss keine weiteren Strafen wegen Fahrens ohne Führerschein befürchten. Die Dortmunder Staatsanwaltschaft hat ein Ende 2014 eingeleitetes Strafverfahren gegen den Fußballer eingestellt, meldet der Focus.

Die Begründung für die Verfahrenseinstellung ist allerdings fragwürdig. "Es hate sich herausgestellt, dass Herr Reus seine Pkw auch Freunden und Bekannten zur Verfügung gestellt hat, die ihm zum Teil ähnlich sehen", zitiert der Focus aus der Begründung. Nach zahlreichen Vernehmungen konnte Reus kein unerlaubtes Fahren zweifelsfrei nachgewiesen werden.

Was war seinerzeit passiert? Marco Reus war am 18. März 2014 mit seinem Aston Martin DB9 von der Polizei zu einer Routinekontrolle angehalten worden, als er vom Trainingsgelände in Richtung Innenstadt fuhr. Bei der Überprüfung stellten die Beamten fest, dass Reus keinen Führerschein besitzt. Nach Angaben des WDR, dem der Strafbefehl vorlag, hatte Reus wohl bei der Kontrolle einen gefälschten holländischen Führerschein vorgezeigt.

Besonders brisant: Marco Reus ist seit September 2011 bereits fünfmal wegen zu schnellem Fahren geblitzt worden, dabei sei wohl niemandem aufgefallen, dass er keine Fahrerlaubnis besitzt. Der gebürtige Dortmunder habe immer seine Strafen bezahlt.

Reus nur knapp an der Vorstrafe vorbei

Die Bild-Zeitung zitiert den Dortmunder Staatsanwalt: "Dem Beschuldigten wird zwischen September 2011 und März 2014 vorsätzliches Fahren ohne Fahrerlaubnis in sechs Fällen vorgeworfen. Ihm ist deshalb ein Strafbefehl von 90 Tagessätzen in einer Gesamthöhe von 540.000 Euro zugestellt worden." Damit kommt Reus nur knapp an einer Vorstrafe vorbei, die bei 91 Tagessätzen fällig wäre.

Die Staatsanwaltschaft geht beim Gehalt des Bundesligastars von einem Monatseinkommen netto von rund 180.000 Euro aus. Gegenüber der Bild-Zeitung sagte der Bundesligaprofi: Heute weiß ich: "Ich war in dieser Situation viel zu naiv, das war eine Dummheit. Ich habe meine Lehren daraus gezogen. So etwas mache ich nie wieder."

Mit 18 habe er Fahrstunden genommen, aber nicht die Prüfung gemacht, fuhr dann jahrelang ohne Führerschein. Nun will er die Prüfung nachholen. Nach Angaben seines Anwalts hat er keine Führerscheinsperre zu befürchten.

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