NASA Modular Robotic Vehicle (MRV) 2015

Diese Features müsste jedes Elektroauto haben

NASA Modular Robotic Vehicle, MRV, Mars-Rover, 2015 Foto: NASA / YouTube 10 Bilder

Emissionsfrei fahren, lautlos gleiten: Das kennen wir schon - von den diversen erhältlichen Elektroautos auf unserem Markt. Die NASA hat ein Fahrzeug entwickelt, das noch ganz andere Sachen kann. Und alle davon sind sinnvoll. Fast.

Eine US-Weltraumbehörde sollte normalerweise nicht für besonders amüsante Features ihrer Entwicklungen bekannt sein. Aber das neue Roboter-Auto (MRV) für den Mars sieht witzig aus, kann seitwärts einparken, ferngesteuert gefahren werden - und scheinbar auch Driften. Möglich macht das die abgefahrene Technik, die unter dem Golfkart-ähnlichen Body sitzt.

Neuer Mars-Rover mit vier wassergekühlten Motoren

Das MRV hat vier einzelne Elektromotoren, die von vier voneinander unabhängigen Elementen gesteuert werden. Alle vier Räder können um 180 Grad gedreht werden. Das scheint auf den ersten Blick mit einem Lenkrad sowie mit einem kleinen Joystick zu funktionieren – tut es aber nicht. Der Mars Rover wird komplett elektronisch gesteuert; es gibt keine mechanische Verbindung zwischen Lenkrad/Joystick und den Rädern. Das futuristische Elektroauto wird vollständig per "drive-by-wire" bedient.

Das birgt auch Risiken im Falle eines Ausfalls. Deshalb ist für diesen Notfall ein zweiter rechenstarker Computer mit an Bord. Dadurch steigt das Gewicht des MRV auf etwa 1.000 Kilogramm an.

Nichtsdestotrotz können mit dem neuen Mars Rover spektakuläre Manöver vollzogen werden – etwa eine komplette Drehung auf der Stelle. Oder Einparken im 90-Grad-Winkel zur Straße. Würde jedes Fahrzeug millimetergenau in eine Parklücke im "Krebsgang" fahren können, gäbe es auf der Welt sowohl weniger Parkplatz-Probleme, als auch weniger Stau, wenn jemand versucht, einzuparken. Es wäre ja so einfach!

"Drifts" mit weniger als 24 km/h

Wie das aussieht, demonstriert der Mars-Rover im Video. Außerdem gibt es eine Sequenz, in der es so aussieht, als würde das klobige Fahrzeug driften. Tut es nicht, es fährt nur quer, also mit den Hinterrädern in einem anderen Anstellwinkel als das bei der Vorderrädern der Fall ist. Bei einer Maximalgeschwindigkeit von 15 Meilen pro Stunde (ca. 24 km/h) dürfte schon die Einleitung eines kontrollierten Übersteuervorgangs recht schwer fallen. Die NASA sagt zu ihrer Entwicklung selbst: "Es ist wie auf Eis zu fahren - nur unter Kontrolle."

Nach Angaben der NASA sind für das finale Fahrzeug, das irgendwann einmal auf dem ca. 225 Millionen Kilometer entfernten Planeten Mars herumkrakseln soll, etwas mehr als 60 km/h Top-Speed geplant. Gut, dass unsere Elektroautos schon heute etwas mehr als das schaffen.

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