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SSC Ultimate Aero
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Null bis 100 km/h

Tops und Flops beim 100-km/h-Sprint

Der 0 -100 km/h-Sprint gilt neben der Höchstgeschwindigkeit als eine der Paradedisziplinen für sportliche Fahrzeuge. Automobile Sprintkünstler gibt es zuhauf. auto-motor-und-sport.de zeigt die schnellsten Sprinter und die langsamsten Beschleuniger.

Samstag Abend am Männer-Stammtisch. Der stolze Besitzer eines neuen BMW 335i brüstet sich mit dem Beschleunigungsvermögen seiner Neuanschaffung: "Nach 5,6 Sekunden steht die 100 auf dem Tacho." Die Tür der Taverne schwingt auf und der Haudegen der Gemeinde betritt die Arena. Seine Garage schmückt ein KTM X-Bow. "3,9 Sekunden", wirft er lapidar in die Runde. Die Schlacht um Sekundenbruchteile - er hat sie für sich entschieden.

Ariel Atom, Gumpert Apollo und Co. im Beschleunigungsduell

Der vielbeschworene Null-auf-Hundert-Wert übt insbesondere auf Männer eine ähnliche Anziehungskraft aus wie die süßen Lockangebote an der Supermarktkasse auf Kinder. Klar, sind die nüchternen Zahlen schließlich vermeintlicher Ausdruck motorischer Potenz.

Die Liste der 0-100 km/h-Top-Beschleuniger trägt bekannte Namen wie Lamborghini Murciélago LP 670-4 Super Veloce, Ferrari F430 oder Corvette ZR1. Aber es gibt sie: die Exoten auf vier Rädern, die sich wenig still und heimlich an die Spitze der schnellsten Beschleuniger katapultieren. Wie den Gumpert Apollo, den Ariel Atom oder den SSC Ultimate Aero. Das andere Extrem bilden Fahrzeuge wie der VW Multivan oder der Fiat Panda - Fahrzeuge, die einen ganz anderen Nutzen erfüllen.

Heißer Kandidat für die Top-Platzierung im 0 auf 100-Sprint dürfte der neue Bugatti Veyron 16.4 Super Sport sein, der jüngst mit 431 km/h einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord für Straßen zugelassene Seriensportwagen aufgestellt hat. Mit 1.200 PS ist er um fast 200 PS stärker als der normale Veyron, der mit einem Wert von 2,5 Sekunden bereits ganz weit vorn in der Liste der Top-Sprinter zu finden ist. Was der Bugatti Veyron Super Sport im Null-auf-100-Spurt kann, wird er in Kürze beweisen - die Homologationstests laufen nach Aussage von Bugatti bereits auf Hochtouren.

Übrigens: Das Leistungsgewicht spielt für das Spurtvermögen eines Fahrzeugs eine gewichtige Rolle. Denn wer Wenig zu beschleunigen hat, benötigt dementsprechend weniger Energie, um die Masse ihrer natürlichen Trägheit zu entreißen. Während also der Stammtisch-Held in seinem KTM X-Bow gerade einmal 240 PS benötigt, um die 865 Kilogramm Leergewicht in unter vier Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen, bedarf der BMW-Pilot schon 306 Biturbo-PS, um die gleiche Übung in 5,6 Sekunden zu vollführen. Das Leergewicht des Bayern liegt nämlich bei 1.600 Kilogramm. Ein höheres Gewicht erfordert eben zwangsläufig einen höheren Energieaufwand. Fragen Sie doch mal einen beleibten 100-Meter-Sprinter ...

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