Oldtimer sind günstige Dienstwagen

Entscheidend ist der Neupreis

Porsche 356 Foto: press-inform

Das Fahren eines Oldtimers als Dienstwagen ist günstiger als gedacht und kostet in der Regel sogar deutlich weniger als ein aktuelles Mittelklasse-Modell.

Die günstigen Betriebskosten für Oldtimer ergeben sich aus der Regelung der Dienstwagenbesteuerung, wonach ein Prozent des Listen-Neupreises als Einnahme versteuert werden muss. Was bei aktuellen Modellen, die oft mit Nachlass gekauft werden, finanzielle Nachteile bringt, wird beim Oldtimer zum Vorteil, weil nicht der aktuelle Wert versteuert wird, sondern der damalige Neupreis. So kostete ein Porsche 911 S im Jahr 1968 nur 26.918 Mark, umgerechnet 13.762,95 Euro. Zu diesem Preis gibt es heute nur einen Kleinwagen. Dass der Porsche derzeit einen Wert von leicht 65.000 Euro hat, spielt für das Finanzamt keine Rolle.

Oldtimer bieten weitere Vorteile

Von Vorteil für den Fahrer eines Oldtimers ist auch die Regelung, dass für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz zusätzlich pro Entfernungskilometer 0,03 Prozent des Listenpreises versteuert werden müssen. Aufgrund des geringen Listenpreises profitiert auch hier der Oldtimer. Steuermindernd wirken sich auch die Betriebskosten aus, selbst Restaurierungsarbeiten lassen sich beim Finanzamt geltend machen.

Sogar Steuer und Versicherung sind bei Oldtimern günstiger. Autos mit H-Kennzeichen zahlen pauschal 192 Euro Kfz-Steuer, unabhängig von Hubraum oder Schadstoffausstoß. Eine Vollkasko-Versicherung kostet pro Jahr zwischen 200 und 300 Euro. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Mehr als 9.000 Kilometer im Jahr sind laut Vertragsbedingungen meist nicht drin. Manch einer legt sich daher kurzerhand zwei Oldies zu.

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