Trotz aktueller Flaute sehen VDA-Experten langfristiges Potenzial im russischen Automarkt.

Pkw-Markt in Russland

Experten sehen langfristiges Potenzial

Der Automarkt in Russland schwächelt seit fast zwei Jahren. Der Absatz deutscher Hersteller ging zuletzt deutlich zurück. Dennoch sehen VDA-Experten langfristig Potenzial.

Derzeit präsentieren sich alle großen deutschen Automobilhersteller auf dem Moscow International Automobile Salon (28. August bis 7. September). Die Zulieferbetriebe waren am Wochenende auf der Zulieferermesse Interauto (28. bis 31. August) vertreten. Doch die Unternehmen finden in Russland aktuell eine schwierige Marktsituation vor. Nach den erfolgreichen Jahren 2011 und 2012 musste der russische Light-Vehicle-Markt laut Verband der Automobilindustrie (VDA) 2013 einen deutlichen Rückgang verkraften. Der Absatz sank um 5,5 Prozent auf 2,78 Millionen Fahrzeuge, im laufenden Jahr wuchs das Minus bereits auf zehn Prozent.

Deutsche Autohersteller fahren zweigleisig

Auch die deutschen Automarken, die mehr als 20 Prozent des Pkw-Markts in Russland bestimmen, bekommen das zu spüren. Ihr Absatz sank von Januar bis Juli 2014 um fast 14 Prozent. Da die deutschen Hersteller sowohl nach Russland exportieren als auch vor Ort produzieren, macht sich auch der allgemeine Rückgang der russischen Importe bemerkbar. Laut VDA wurden 2012 noch 156.800 deutsche Neufahrzeuge nach Russland exportiert, 2013 waren es nur noch 132.400 (minus 16 Prozent).

Dennoch zeigt sich der Verband optimistisch: So seien unter anderem die aktuellen politischen Konflikte für die schwierige Lage auf dem russischen Pkw-Markt verantwortlich. Der VDA, der vor sechs Jahren ein Qualitäts-Management-Center in Moskau gründete, glaubt an das langfristige Potenzial des Marktes. Voraussetzungen dafür seien allerdings stabile Rahmenbedingungen.

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