Sitzprobe BMW i8 auf der IAA

Sportwagen-Feeling im 126.000 Euro-Dreizylinder

Sitzprobe IAA BMW i8 Alexander Bloch Foto: Dino Eisele 22 Bilder

BMW hat auf der IAA die Serienversion des Hybridsportlers BMW i8 präsentiert. Wir haben die Gelegenheit genutzt und den Hightech-Bayern zu einer ersten Sitzprobe geentert.

Es ist schön zu sehen, dass sich endlich ein jahrelanges Missverständnis auflöst: Sparsame, ökologisch korrektere Autos müssen nicht zwangsläufig aussehen wie ein bemalter Tofu-Klotz oder eine umgefallene Schüssel mit Bircher-Müsli. Der BMW i8 beweist nicht nur von außen, dass hohe Effizienz und Attraktivität harmonisch zusammenpassen können. 

BMW i8 1:21 Min.

Interieur ist recycled, aber hochwertig

Wer drinnen sitzt, vergisst schnell, dass hier eigentlich exakt 126.000 Euro für ein Dreizylinder-Auto aufgerufen werden, sondern fühlt sich gleich, sportlich tief positioniert, wohl. Es ist im Gegensatz zum Antrieb sicher keine Revolution die das i8-Interieur birgt, vielmehr sind es bekannte BMW-Details die neu arrangiert wurden. Angereichert durch die typischen Knöpfe, die man für einen Plug-in-Hybriden mit fünf Betriebsmodi eben so braucht.

Typisch BMW, wendet sich das Armaturenbrett wie eine leichte Umarmung dem Fahrer zu, dessen Blick auf ein volldigitales Instrumentenfeld fällt. Eines, dass nicht nur einfach nur der Show halber digital ist, sondern je nach Fahrzustand – sportlich oder besonders ökonomisch – auch seine Anzeigen und seine Funktion sinnvoll ändert. Dass die Interieur-Ingredenzien (wie das gesamte Auto) des BMW i8 besonders nachhaltig produziert werden, fällt weniger auf als im kleinen Bruder i3 mit seinen offensichtlicheren Recycling-Verkleidungen. Bei einem Preisunterschied von fast Faktor vier darf das aber auch erwartet werden.

BMW i8 bietet echtes Sportwagen-Feeling

Der Blick durch die Windschutzscheibe gibt dieses typisch tiefe Supersportwagen-Feeling - nach hinten leider auch: das aerodynamisch gestylte Heck ermöglicht durch die wie bei Smartphones chemisch gehärteten Dünnglas-Scheiben nur bedingte Sicht. Wer die großen Flügeltüren schließt ist überrascht, wie einfach sie zu erreichen sind. Mancher Lamborghini-Fahrer soll sich bei diesem Vorgang ja schon einen Hexenschuß eingefangen haben. Bleibt noch der Druck auf den Start-Knopf um das ambivalente Gefühl zwischen Supersportwagen und Öko-Auto komplett zu machen: Elektro-Flüstern oder Dreizylinder-Knattern erwartet den Fahrer. Das aus dem Sechszylinder geborene Zylinder-Turbo-Trio macht mit 231 PS und der Unterstützung des Front-Elektromotors mit 96 kW (131 PS) aber trotzdem keine halben Sachen: 4,4 Sekunden von Null auf 100 km/h sind jetzt die offizielle Angabe.

Neues Heft
Top Aktuell Reisen mit dem Jaguar I-Pace, Jaguar I-Pace Exterieur Reise im Jaguar I-Pace 900 Kilometer in der E-Raubkatze
Beliebte Artikel Porsche 918 Spyder, BMW i8 BMW i8 und Porsche 918 Spyder Duell der Super-Hybride Erlkönig BMW i8 mit Innenraum BMW i8 Elektro-Sportler geht leichtfüssig voran
Gebrauchtwagen Angebote
Anzeige
Sportwagen Porsche 911 991 (2018) GT3 Touring-Paket Porsche 911 Carrera bis GT2 RS Elfer-Einmaleins in 5 Minuten Subaru WRX STI Diamond Edition Subaru WRX STI Diamond Edition 354 PS aus Südafrika
Allrad Jeep Gladiator JT Pickup Jeep Wrangler Gladiator (2019) Erste Bilder durchgesickert Toyota Tundra Kalifornien Toyota Tundra im Waldbrand-Einsatz Retten bis das Rücklicht schmilzt
Oldtimer & Youngtimer Mercedes 280 SE 3.5 Cabriolet W111 (1970) Wiesenthal Mercedes-Auktion Wiesenthal Familiensammlung unterm Hammer Porsche Carrera GT Werksrestaurierung Porsche Classic Carrera GT 13 Jahre alt, aber jetzt fabrikneu