Sitzprobe VW T-Roc auf dem Genfer Autosalon 2014

Kleiner SUV gefällig?

VW T-Roc Cabrio Erlkönig Foto: Stefan Baldauf 55 Bilder

VW schiebt auf dem Genfer Autosalon die Studie VW T-Roc ins Rampenlicht, um das Interesse an einem Polo-SUV zu testen. Wir haben es uns schon mal im Cockpit bequem gemacht.

T-Roc – was nach amerikanischem Rap-Star klingt, ist ein Ausblick auf einen SUV im VW Polo-Format. Ein sehr konkreter Ausblick, so heißt es zumindest aus dem Umfeld des Vorstands. Nach dem Taigun, einem gut 3,80 Meter langen City-SUV auf Basis des Kleinstwagen Up (kommt 2016), folgt mit dem VW T-Roc die zweite kleine Crossover-Studie innerhalb kurzer Zeit, die es in die Serie schaffen dürfte. Was nur konsequent ist, denn mit T-Roc und Taigun hätte VW praktisch in jeder Klasse einen SUV im Programm.

Außen fällt die für VW-Verhältnisse mutig gestaltete Front mit ihren großen Rundscheinwerfer auf, die an den Konkurrenten Nissan Juke erinnern. Den VW-Designern will die Idee allerdings nach dem Studium des Karmann Ghia Typ 34 gekommen sein. Sei’s drum. Es sieht jedenfalls cool aus.

Viel spannender ist eh die Technik der zwei runden Öffnungen: In deren Mitte befindet sich nämlich eine Leiste aus drei LED, die als Nebelscheinwerfer fungieren. Zwei weitere LED übernehmen die Funktion eines schwenkbaren Suchscheinwerfers, der im Offroad-Modus mit Hilfe zusätzlich installierter Kameras dem Lenkwinkel des VW T-Roc folgt. Das Umgebungsbild wird auf das Tablet in der Mittelkonsole übertragen, sodass der Fahrer selbst unmittelbar vor dem Wagen liegende Steine oder Schlaglöcher sehen und umfahren kann.

VW T-Roc steht auf dem MQB

Anders als andere Hersteller baut VW immer Studien, die auch tatsächlich fahrfähig sind. Basis des T-Roc ist der modulare Querbaukasten (MQB), auf dem künftig vom Polo bis zum Passat jedes VW-Modell steht. Unter der Haube des T-Roc steckt ein Zweiliter-Turbodiesel mit 184 PS, für die optimale Sortierung der Gänge sorgt ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe.

Der Allradantrieb des T-Roc ist mit einer Haldex-Kupplung ausgestattet. Im Normalbetrieb wird die Kraft nahezu vollständig auf die Vorderachse übertragen. Sobald sich jedoch Schlupf an der Vorderachse ankündigt oder die Sensoren eine erhöhte Querbeschleunigung registrieren, wird die Hinterachse in Sekundenbruchteilen stufenlos zugeschaltet.

Dass die Kombination trotz Allradantrieb für einen Verbrauch von unter 5 l/100 km gut ist, zeigt einmal mehr, dass SUV nicht mehr die üblen Spritschlucker von früher sind. Beim T-Roc ist ein Schlüssel zur Enthaltsamkeit das vergleichsweise niedrige Gewicht von nur 1.420 kg.

VW Polo-SUV kommt 2016

In der Serienversion, die zunächst nur als Viertürer 2016 auf den Markt kommt, wird voraussichtlich der kleine Vierzylinder 1.2 TSI als Basismotor dienen. Der Einsatz des Dreizylinders ist allerdings noch in der Diskussion. Und was wird der VW T-Roc kosten? Der Einstiegspreis soll bei unter 20.000 Euro liegen.

Und was wird aus dem coolen Coupé-Look? Dem Targa-Dach? Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Technisch ist alles möglich, aber würden sich auch genug Kunden für einen so expressiv gestalteten SUV finden? Ein echter Image-Träger für die sonst doch etwas konservativ wirkende Marke VW wäre der coupéhafte Zweitürer mit dem Targa-Dach allemal.

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