Smart Fortwo in China

Mit dem Smart Fortwo durch Shanghai

Foto: Daimler

Steve lebt seit zehn Jahren in Shanghai. Er ist Chinese, 35 Jahre alt und muss heute bei strömenden Regen europäische Journalisten im Smart Fortwo durch die Millionenmetropole chauffieren. Ausländer dürfen hier nämlich nur mit einer speziellen Fahrlizenz selbst fahren.

Seit sich Mercedes entschlossen hat, den Zweisitzer Smart Fortwo auf dem asiatischen Markt einzuführen, haben sich 100.000 Interessenten online registrieren lassen, 6.000 Kunden haben sich für eine Testfahrt gemeldet und mittlerweile liegen 1.000 Vorbestellungen aus dem Reich der Mitte vor.

In China gilt der Smart Fortwo als "cool"

"Smart fahren gilt hier als cool", beschreibt Mercedes-Asienchef Ulrich Walker die Situation in China – und Testfahrer Steve sieht das nicht anders: "Die Leute finden das Auto süß, sie wissen aber zunächst gar nicht, mit welcher Marke sie es in Verbindung bringen sollen." Dabei ist das Image von Mercedes in China gut: Bestnoten im Kundenzufriedenheitsreport JD Power und im ersten Quartal dieses Jahres ein Absatzplus von 30 Prozent - besser können die Geschäfte nicht laufen.

Suchen denn Chinesen, die bislang eher eine Vorliebe für Stufenheckautos hatten, wirklich so einen kleinen Cityflitzers? "Manche schon," erklärt Steve und pilotiert den Smart Fortwo parallel zum laufenden Formel 1-Rennen durch das Verkehrschaos in Shanghai. "Aber er dürfte eher reiche Leute ansprechen, die schon einen großen Mercedes haben und im Smart einen Zweit- oder Drittwagen sehen."

Chinesen interessieren sich für umweltfreundliche Technik

160.000 RMB, viel Geld für einen Mann wie Steve, der im Jahr nur 120.000 RMB verdient. Andererseits: Benzin ist auch in China teuer geworden, und Parkplätze sind in den überfüllten Megametropolen kaum zu finden. "Chinesen interessieren sich für umweltfreundliche Technik", erklärt Steve. "Aber auch ein Toyota Prius ist viel zu teuer. 400.000 RMB, da bekomme ich schon eine Mercedes C-Klasse für."

Steve selbst fährt Passat und gibt chinesischen Marken nur eine Chance, weil sie so billige Modelle anbieten: "Ansonsten erfahren sie hier keine Loyolität der Kunden. Nur 30 Prozent kaufen hinterher beim gleichen Hersteller wieder ein." Der Smart wirkt im Shanghaier Verkehrsdickicht wie ein kleiner Exot, und manches kommt auch Steve spanisch vor: "Ist das eigentlich normal, dass das Auto beim Schalten so ruckt, oder liegt es etwa an mir?" Nein, den sympathischen Chinesen trifft da keine Schuld. Ein paar seiner Geburtsfehler begleiten den Smart auch in seinem neuen Leben weiter - aber keiner zweifelt heute mehr daran, dass der Smart weltweit überleben wird. Nie hat er in die Welt besser gepasst als heute.

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