VW Käfer, zu verkaufen Matthias Seeburger
VW Käfer, Heckansicht
VW Käfer, Unterboden, Aufbereitung
VW Käfer, zu verkaufen
VW Käfer, Probefahrt 6 Bilder

So verkaufen SIe Ihren Klassiker

Zweiter Schritt: Anbieten

Wenn es Ihnen jetzt schwerer fällt, sich von Ihrer alten Liebe zu trennen, haben Sie bis hierhin alles richtig gemacht.

1. Privatverkauf

Die wohl gängigste Methode, einen Klassiker zu verkaufen, ist der Privatverkauf. Das Fahrzeug wird im Internet oder via Annonce in einem angesehenen Fachblatt, etwa bei Motor Klassik, zum Verkauf angeboten und bietet potentiellen Käufern die Möglichkeit, bei Interesse mit dem Verkäufer in Kontakt zu treten. Je mehr Interesenten Sie für Ihr Auto begeistern können, desto größer ist die Chance darauf, dass ein passendes Angebot für Ihre alte Liebe gemacht wird.

Um das Interesse möglichst vieler Leser zu wecken, sollten Sie die folgenden Punkte beachten:

  • Fahrzeugbeschreibung: Je detaillierter die Fahrzeugbeschreibung, desto besser. Benennen Sie Marke, Modell und Typ des Autos korrekt (viele scheitern schon daran!), geben Sie die richtigen technischen Daten an und listen Sie alle Ausstattungsdetails genauestens auf, inklusive besonderer Kennzeichnung der Sonderausstattung – das erhöht den Wert des Wagens. Geben Sie zudem die wichtigsten Arbeiten an, die Sie bis jetzt am Auto vorgenommen haben. Dazu gehören ältere Reparaturen sowie die kürzliche Inspektion und Wartung. Und vergessen Sie nicht, auf den TÜV respektive das bestehende H-Gutachten hinzuweisen.
  • Fotos: Die Fotos liefern entscheidende Argumente dafür, sich mit Ihrem Angebot zu befassen. Wem das Auto auf den Bildern gefällt, der wendet sich garantiert der ausführlichen Fahrzeugbeschreibung zu - dann ist es nicht mehr weit bis zu einem interessierten Anruf.
    Verwenden Sie also unbedingt aktuelle Fotos von Ihrem perfekt aufbereiteten Wagen und versuchen Sie, möglichst vieles zu bebildern - dazu gehören Front-, Seiten-, sowie Heckansicht, ¾-Front und ¾-Heck, Bilder vom Innenraum, dem Motor und weitere Details wie Besonderheiten, aber auch sichtbare Schwachstellen und bekannte Mängel, die aus Kostengründen vorher nicht beseitigt wurden. Das zeigt dem Interessenten schon vorab, dass Sie nichts zu verbergen haben und er keine Angst vor unliebsamen Überraschungen haben muss, wenn er zur Besichtigung von weit her angereist kommt.
    Ein ruhiger, neutraler Hintergrund und gutes Wetter eignen sich für die Motive selbstverständlich besser als ein Foto in der unaufgeräumten Garage.

2. Messen/Märkte

Die oftmals lukrativste Möglichkeit bietet eine Klassiker-Messe oder ein Teile-Markt, weil die Besucher hier oft euphorisch und in Kaufstimmung durch die Hallen schlendern und bereit sind, für das spontan entdeckte Wunschauto auch einen etwas höheren Preis zu zahlen. Auch hier gilt wie beim Privatverkauf: Der erste Eindruck zählt. Wenn das Auto jeden Messebesucher in der Verkaufshalle anstrahlt und sich in makellosem Zustand zur Schau stellt, sind interessierte Blicke garantiert.

Voraussetzung für ein Kaufangebot eines emotional getriebenen Liebhabers ist natürlich, dass Sie sich bei Ihrem Fahrzeug befinden. So können Sie direkt Fragen beantworten und Angebote entgegennehmen. Sollten Ihnen das zeitweise nicht möglich sein, achten Sie wenigstens darauf, dass Sie gut sichtbar Ihre Mobilnummer an der Scheibe angebracht haben und somit für die Interessenten sofort erreichbar sind. Denn bei der Vielzahl an Autos ist es unwahrscheinlich, dass der spontane Interessent nochmal zu einem späteren Zeitpunkt an Ihrem Standplatz vorbeischaut. Drehen Sie also Ihre eigene Messerunde besser erst nach dem Verkauf.

Größtes Manko beim Verkauf auf der Messe sind hohe Standplatzgebühren. Die Preise variieren von etwa 60 Euro pro Fahrzeug (Veterama) über 50 Euro pro Quadratmeter (Retro Classics) bis hin zu 250 bis 450 Euro pro Fahrzeug (Techno-Classica) - meistens hat man die aber durch den etwas höheren Preis für sein Auto wieder drin.

3. Auktionen

Die spannendste Variante ist sicher die Versteigerung über ein Auktionshaus - dieses muss Ihr Auto aber erst einmal annehmen wollen und macht das sowohl von Modell, Zustand und Wert des Klassikers als auch vom Programm und dem Ort der Auktion abhängig. In Absprache mit dem Auktionshaus können dann weitere Details geklärt werden, die Gebühr ist mit meist zirka 10% bis 15% auf den Verkaufspreis in den AGBs festgehalten.

Der Vorteil beim Verkauf durch eine Auktion besteht vor allem darin, dass viele ernsthafte Interessenten an einem Ort sind und man sich somit auch jegliche Verhandlungen oder Probefahrten sparen kann.

Der Nachteil ist das hohe Risiko. Mit viel Glück streiten sich mehrere Bieter bis zu einem überhöhten Preis für Ihr Auto, es kann aber genauso sein, dass der Wagen zu der (mit dem Auktionshaus im Vorfeld vereinbarten) „Reserve“ die Verkaufshalle verlässt und mit den Gebühren am Ende ein schlechtes Geschäft für Sie zu Buche steht. Das freut Sie nur dann, wenn Ihnen das die problemlose Abwicklung (keine Probefahrt) wert war.

4. Über einen Händler

Der Kommissions-Verkauf über einen Händler stellt den geringsten Aufwand der vier Möglichkeiten dar. Allerdings wird auch der Ertrag niedriger sein als bei einem Verkauf auf eigene Faust - schließlich will der Händler beim Weiterverkauf an Ihrem Wagen verdienen. Wenn Sie also schon Zeit und Geld in die Inspektion und Reparaturen Ihrer alten Liebe gesteckt haben, dann ernten Sie bei dieser Art des Verkaufs die wenigsten Früchte Ihrer Arbeit.

Außerdem bekommen Sie Ihr Geld erst dann, wenn der Händler Ihr Auto weiterverkauft hat. Das kann Tage, Wochen oder auch Monate dauern. Sie haben dann zwar den Platz in der Garage freigeräumt, aber das Kapital nach wie vor eingefroren. Diese Methode ist also nur ratsam, wenn Ihnen das Geld nicht so wichtig ist wie der Aufwand, den Sie sich dadurch sparen.

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