Suzuki Jimny, Suzuki LJ80, Frontansicht Beate Jeske
Suzuki Jimny, Suzuki LJ80, Seitenansicht
Suzuki Jimny, Suzuki LJ80, Heckansicht
Suzuki Jimny, Suzuki LJ80, Frontansicht
Suzuki LJ80, Frontansicht 25 Bilder

Suzuki Jimny und LJ80

Zwei mit Durchwühl-Faktor

Einen derzeit ach so trendigen, kompakten SUV gesucht und einen Suzuki Jimny gekauft? Knapp daneben. Der Japaner muss ins Gelände – so wie einst sein Opa Suzuki LJ80.

Abenteurer bekommen beim Anblick eines Land Rover oder Mercedes G-Modells feuchte Augen, bei einem Unimog fließen Freudentränen. Aber bei einem Suzuki? Regt sich meistens nichts – völlig zu Unrecht. Schon als 1980 der LJ80 in Deutschland anlandete, erarbeitete er sich schnell einen Ruf, der weit jenseits der Niedlichkeit seines 0,8-Liter-Vergaser-Motörchens und seiner 3,17 Meter Länge lag: der einer echten Bergziege mit zuschaltbarem Allradantrieb, Reduktionsgetriebe mit dem Faktor 2,10 und sperrbarem Hinterachsdifferenzial.

Dem großen Abenteuer stand also eigentlich nur das sehr überschaubare Platzangebot im Weg. Selbst der Schulranzen eines Erstklässlers fasst vermutlich mehr, doch was soll’s. Fahrer und Beifahrer passen immerhin ganz ordentlich rein. Gewöhnungsbedürftige Bedienelemente? Ach was. Welche Bedienelemente denn? Viel wichtiger: eine Anleitung zur Demontage des Verdeck-Zeltes. Ansonsten: Choke und Zündschlüssel betätigen und ab dafür. Offenbar selbst ein wenig darüber erstaunt, was die 40 PS mit ihm anstellen, springt der Suzuki LJ80 pröttelnd davon.

Suzuki Jimny mag lieber Offroad

Und dann wird recht schnell klar, weshalb Suzuki in Deutschland mit dem LJ80 der Durchbruch gelang: Bereits 50 km/h reichen, um einen Topf Glückshormone auszuschütten, wofür bei anderen selbst die dreifache Geschwindigkeit nicht ausreicht. Das Gefühl, eine Maschine zu beherrschen und die frühlingshafte Umwelt zu genießen, angereichert um ein paar Schwaden Benzindunst.

Abgesehen von der olfaktorischen Komponente ist das im Suzuki Jimny eigentlich nicht viel anders. Das in Spanien gebaute Suzuki Jimny Cabrio wurde 2010 eingestellt, zu gering sei die Nachfrage gewesen, sagt Suzuki. Bleibt noch die großmütig als Limousine bezeichnete geschlossene Variante. Obwohl geradezu ausufernde 3,70 Meter lang, liegt die Bewegungsfreiheit im Inneren eher auf dem Niveau eines Paternosters, dafür ist die Rundumsicht ausgezeichnet.

Der 1,3-Liter Motor wirft absurde 86 PS ab, muss nur 1,1 Tonnen beschleunigen. Vorne leistet sich der Suzuki Jimny sogar Scheibenbremsen, und dennoch findet Fahrspaß vor allem im Gelände statt. Die Vorderachse lässt sich per Knopfdruck zuschalten, ebenso wie die Untersetzung. Wacker wühlt er sich so um alle Hindernisse herum, krabbelt dank minimalen Überhängen beachtliche Steigungen hoch. Na, wenn das nicht für feuchte Augen reicht, was dann?

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