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Uli Baumann
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Tops & Flops der Redaktion

Abgeblasen, aufgeblasen, Weichai

Die Tops & Flops der Redaktion drehen sich diese Woche um die deutsch-französische Freundschaft, aufgeplusterte Geländewagen und die partielle Rückkehr des Humors in die Formel 1.


Unseren französischen Nachbarn geht die Puste aus. Und das mitten im Jubel um die deutsch-französische Freundschaft. Alkoholpusteröhrchen als Pflichtreisebegleiter sind vorerst Geschichte. Nicht praktikabel und damit erst mal vom Tisch. Das heißt aber nicht, dass man getrost ins Gläschen schauen kann, nur weil man nicht mehr ins Röhrchen pusten muss. Beinahe abgesagt wurde auch das Ding am Ring. Lange war unklar wer mit wem über was verhandelte. Wir fahren, wir fahren nicht - zum aus der Hautfahren. Jetzt hat Bernie ein Machtwort gesprochen - Yes, they can. In der Eifel geht es damit am 7. Juli wieder rund.

Was die Fans erwarten dürfen zeigen die F1-Teams in diesen Tagen. Schlag auf Schlag werden die Tücher von den neuen Boliden gezogen. Hier und da darf dabei sogar gelacht werden. Besonders Lotus glänzt mit britisch-finnischem Humor. Im Zentrum der Lacher Kimi Räikkönen, der zwischen "Call Mum" und einer Flasche Wodka schwankt. Dem hochprozentigen Muttersöhnchen hier steht bei der Scuderia ein echtes Weichai gegenüber. Unsereins kann an dieser Stelle schmunzeln, Ferrari  kann dem neuen Sponsor vermutlich nur Geld abgewinnen. Muss wohl deutscher Humor sein., über den kann halt nicht jeder lachen.

Alles für den SUV

Für viele lächerlich hingegen ist ein andere deutscher Exportschlager - getunte Super-SUV. Im aktuellen Fall der Brabus B800 - ein auf 800 PS aufgeblasenes G-Modell, das sich offensichtlich an zu viel Karosserie-Pralinen verschluckt hat. Ein V12 im Bug und Hüftspeck auf den Flanken - es muss Märkte geben, wo so etwas geschätzt und hoch bezahlt wird.

Genau konträr geht Bowler die Sache an. Man nehme eine Luxus-Offroader und baue daraus einen Hardcore-Geländewühler. Kostet auch jede Menge Schotter. Aber auch dafür scheint es eine Klientel zu geben. Egal schnappen wir uns eine Tüte Chips und 'nen Kasten Bier und genießen das US-Superbowl-Finale. Nein, nicht das Spiel, sondern die Werbepausen. Lassen alle 30 Sekunden rund 4 Millionen Dollar Werbebudget an uns vorbeiziehen und betäuben den finanziellen Irrsinn mit Alkohol. Pusten müssen wir ja nicht mehr.

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