Toyota-Historie Teil 2

Vom Webstuhlhersteller zum Fahrzeugproduzenten

Toyota History Foto: Toyota 150 Bilder

Das Unternehmen Toyota wird zwar erst 1937 gegründet, doch schon Jahrzehnte vorher legt Sakichi Toyoda (1867 bis 1930) mit seinen Erfindungen den soliden Grundstock für die Firma Toyota, die sein Sohn Kiichiro gründet.

Mit dem ersten vollautomatischen Webstuhl aus Holz schafft Sakichi Toyoda den Durchbruch zur Massenfertigung. Mit der Automatisierung können mehrere Webstühle von einem Arbeiter bedient werden. Dieser schon früh erkennbare unbedingte Hang zur Effektivität wird Toyota später zum profitabelsten Fahrzeughersteller werden lassen.

Lizenzverkauf schafft den finanziellen Grundstock für die Fahrzeugproduktion

In der aufkommenden Massenmotorisierung sieht Toyoda eine große Chance für ein inländisches Unternehmen. Um den Aufbau einer Fahrzeugproduktion finanzieren zu können, verkauft Toyoda die Lizenz für seinen automatischen Webstuhl an ein britisches Unternehmen für 100.000 britische Pfund. Nach dem Tod von Sakichis Toyoda bauen Kiichiro und sein Schwager Risaburo mit diesem Kapital die Automobilproduktion auf. Die Werkzeugmaschinen kaufen sie Deutschland ein. Im Mai 1935 wird das erste Fahrzeug präsentiert, der G1 - ein Lieferwagen nach dem Vorbild der amerikanischen Trucks, der später als GA verkauft wird. Doch die Verarbeitung war so schlecht, dass nur ein Trick der japanischen Regierung half, Toyoda als ernsthafte Konkurrenz zu den amerikanischen Anbietern wachsen zu lassen: Die Einfuhrzölle wurden ab 1937 drastisch erhöht und zudem wurde von Hersteller, die mehr als 3.000 Fahrzeuge verkauften, eine Lizenz verlangt - die wiederum Geld kostete.

In den 1930er-Jahren beginnt Toyota die Fahrzeugproduktion

Derart protegiert wird 1936 mit dem A-1-Prototypen, der noch im selben Jahr als AA verkauft wird, auch der Pkw-Markt in Angriff genommen. Als 1937 schließlich die Firma Toyota Motor Company gegründet wird, beginnt die neue Zeitrechnung, was auch durch den Namens Wechsel von Toyoda zu Toyota betont wird.
 
Mit den Vorbereitungen zum Zweiten Weltkrieg nimmt der Absatz schlagartig zu. Ein Großauftrag des Militärs 1938 über 20.000 G1-Lastwagen zeigt allerdings auf, dass Toyota die nötigen Produktionskapazitäten fehlen. Toyota beginnt den schnellen Ausbau der Fabrik in Koromo. Fortan wird dieser Produktionsort zum wichtigsten und größten des ganzen Unternehmens ausgebaut - und später in Toyota City umbenannt.

Die  Zulieferbetriebe siedeln sich in der unmittelbaren Umgebung an, die Transportwege werden kürzer und die Profitabilität steigt - ein wichtiger Faktor in der folgenden Toyota-Unternehmensgeschichte. Rund 10.000 Mitarbeiter sind um 1942 bei Toyota beschäftigt und produzieren in den letzten Kriegsjahren vor allem Militärfahrzeuge. Nach Kriegsende ist Toyota das einzige Unternehmen, das von den USA die Erlaubnis erhält, Fahrzeuge zu bauen. Zunächst werden Lastwagen gebaut, um in den zerbombten Gebieten die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Als Toyota wieder an die Pkw-Produktion anknüpfen will, gibt es ein entscheidendes Problem. Die Amerikaner führten tausende Fahrzeuge ein, die als Gebrauchtwagen den Markt für Neufahrzeuge behinderten. Folgerichtig suchte sich Toyota eine Fahrzeugklasse, in der es keine Konkurrenz aus Übersee gab - Kleinwagen.

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Seite 3 - 1950 bis heute: Erfolgsgeheimnis Kaizen, wachsende Modellpalette und der Weg zur Nummer 1 der Autobauer

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