VW Käfer (1945-80) ab 3.000 €

Er läuft immer noch

VW Käfer, Seitenansicht Foto: Archiv 6 Bilder

Technisch simpel, zuverlässig und alltagstauglich präsentiert sich das Wolfsburger Wirtschaftswunder Käfer auch heute. Das Kindchenschema zieht noch immer. Ein tiefer Blick in die Kulleraugen, und es wird Liebe.

Dabei reizt er nicht nur optisch. Die Lenkung ist sportlich direkt und angenehm leichtgängig, dies gilt ebenso für das Getriebe. Die Motoren, egal welchen Hubraums, sind weder besonders elastisch noch kraftvoll, doch der typische Boxersound sorgt für erheblichen Genuss.

Leicht beherrschbar, doch kaum Heizleistung

Trotz des Heckantriebs ist der Käfer leicht beherrschbar und hat dank des Heckmotors eine ausgezeichnete Traktion. Auch wenn die Heizung nicht die stärkste ist: Käfer-Fahrer fürchten sich nicht vor dem Winter, sie fiebern ihm fast entgegen.

21,5 Millionen Käfer wurden gebaut, und so mangelt es (abgesehen von den frühen Brezelkäfern) weder an Ersatzteilen noch an Autos. Ein renovierungsbedürftiger Käfer ist schon ab 3.000 Euro zu haben. Es gilt die Faustregel: Je älter und je besser ausgestattet, desto teurer. Ausgenommen davon sind Cabriolets, die in jedem Alter teuer sind und gut erhalten über 20.000 Euro kosten können. Hohe Preise sollten aber nicht zwangsläufig abschrecken, gut gepflegte VW Käfer sind eine sichere Wertanlage.

Egal, ob als Käfer 1200 mit 30 PS, als 1300 mit 40, in der stärkeren 1302-Version mit 44 oder als rarer 1,6-Liter mit 50 PS, die Drosselmotor-Charakteristik bringt den Boxer im Normalfall mühelos über 200.000 Kilometer. Nur lange Vollgasfahrten quittiert manche Versionen gelegentlich mit Kolbenklemmern im dritten Zylinder. Verschleißteile sind traditionell Heizbirnen und Wärmetauscher. Ansonsten läuft er einfach immer weiter.

Vorzüge und Nachteile des VW Käfer

  • Vorzüge: Robuste Mechanik, dank Heckmotor gute Traktion. Jüngere Basis-Käfer noch immer günstig zu haben, erfreuliche Ersatzteilsituation
  • Nachteile: Späte Modelle rostanfällig, gefährlich ist vor allem Korrosion am vorderen Rahmenkopf, der die Vorderachse aufnimmt. Mäßig zuverlässige Heizung
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