VW Sharan nach Kasachstan (14)

Kamele, Tankstellen, Unfälle

VW Sharan, Kasachstan Tag 14 Foto: Karsten Schöne 6 Bilder

Wir sind in Kasachstan ... und müssen über Straßen, die eigentlich Autohinrichtungsstrecken sind.

Kamele! Viele. Links, rechts und auf der Straße. Überall. Die Wüstenschiffe schauen sehr würdevoll. Ab und zu rennen sie. Bremsen! Da kommt ein ziemlich großes von rechts. Halten! Da stehen sie auf der Straße. Sonst? Nichts.

Fußbälle in Schlaglöchern

Flache Landschaft ohne Bäume mit wenig Gras. Ab und zu  weht ein Busch über die Straße, wie in einem Western. Kilometerweit kann man vorausschauen. Anfangs täuschen uns die Gebäude, die wir im Osten sehen. Es sind keine Häuser, sondern Tanks, manchmal Schuppen. Immer wieder Kamele. Und Schlaglöcher. Manche so tief, dass man einen Fußball drin verstecken könnte. Am Rand der Straße, die - auch wenn sich jetzt ein patriotischer Kasache ärgern sollte - keine Straße ist, sondern eine Autohinrichtungsstrecke stehen Autos. Die Fahrer wechseln gerade die Reifen.

Gibt es mehr Kamele oder mehr Reifenwechsler? Schwere Frage. Ab und zu ein Wagen, dessen Motorhaube auf ist, damit sorgenvolle Blicke reingeworfen werden können. Immer wieder verlassene Autowracks links und rechts. Wir quälen uns mit sinnlosem Slalom. Es sind zu viele Löcher in der Straße, du kannst nicht allen ausweichen. Wir sehen diesen einen Laster. Auf unserer Straßenseite. Er hängt schräg.

Jubelnd am leben

Wir sind die ersten, die der Fahrer sieht nach seinem spektakulären Unfall. Er denkt, wir könnten Engel sein. Oder aber Menschen, was bedeuten würde, er hat den Stunt überlebt. Der Lastwagen hat sein linkes Hinterrad verloren, tropft im Sekundentakt Öl auf die Straße. Eine Diesellache stinkt. Der Unterboden ist aufgeschabt. Der Fahrer schüttelt mir die Hand, freut sich, dass er lebt. Ich klopfe ihm auf die Schulter und lache mit ihm. Wir rekonstruieren den Unfall und er jubelt immer wieder. Er bog auf die Straße von einer anderen Straße kommend.

"Lucky, lucky. I live"

Tatsächlich da vorne ist eine echte Kreuzung, beide Straßen asphaltiert. Er war wohl zu schnell. Das Hinterrad landete in dem Loch, das mitten im Straßenbelag kaum auffällt und, ich stelle mich rein, bis an mein Knie reicht. Der Laster fuhr auf drei Rädern weiter. Das linke Ende der Achse, der das vierte Rad trug, fehlte, kratzte eine Wunde in den Asphalt. Fünfzig Meter lang, etwa fünf bis zehn Zentimeter tief. Ein Wunder, dass der Mann noch lebt. "You are a lucky man", sage ich. Er: "Ja, ja, lucky, lucky. I live." Das nächste Auto hält. Kasachen. Er rennt auf sie zu, um ihnen zu erzählen, dass er noch lebt. Wir fahren weiter, nachdem wir uns noch einmal die Hand geschüttelt haben und er mir auf die Schulter geklopft hat. Lachend.  

Es gibt viele Tankstellen. Benzin kostet umgerechnet 50 Cent. Super gibt es nicht. Diesel ist etwas teurer. Ein Tankwart trägt eine Pistole im Halfter an der rechten Hüfte. Weiter. Nicht weit, dann sind wir dran …

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