Technik-Projekt Eventreifen Teil 1

Vorbereitungen für die Reifenentwicklung

Projekt Eventreifen, Aufmacher-Collage Foto: Rossen Gargolov 137 Bilder

Die Saisonvorbereitungen für fahrdynamische Höhepunkte wie das Perfektionstraining auf der Nordschleife laufen auf Hochtouren. Auch hinter den Kulissen, wo sport auto zusammen mit Partner Continental in Klausur geht und einen exklusiven „Eventreifen“ entwickelt.

Der Ursprung liegt in der Eifel. Auf der Nordschleife des Nürburgrings, der Wiege aller hochrangigen fahrdynamischen Events, flammte die zündende Idee auf. Im Rahmen der auf der anspruchsvollsten Berg-und-Tal-Bahn abgehaltenen Perfektionstrainings von sport auto sprang der Funke über – für ein in dieser Form einzigartiges Projekt. Direkt aus der Keimzelle, den leistungshungrigen und wissensdurstigen Teilnehmern, hinüber auf die Veranstalter und letztlich vor allem mit nachhaltiger Wirkung auf die seit Jahren im Rahmen der Perfektionstrainings engagierten Partner von Continental.

Der Reifen ist auf die Anforderungen von Fahrevents zugeschnitten

Fortan lautete das Losungswort „Eventreifen“. Ein gemeinsames Projekt, eine gemeinsame Entwicklung. Für einen Reifen, der auf die Bedürfnisse der Teilnehmer von Fahrevents zugeschnitten sein soll. Was per selbst auferlegter Definition nicht zwangsläufig bedeuten muss, dass das maßgeschneiderte schwarze Gold eine eindimensionale Ausrichtung bekommt. „Mir schwebt da eher eine Ausrichtung vor, die ein Sowohl als Auch abdecken kann“, philosophierte Henry Siemons, Leiter Tuning bei Continental, bei der Grundsteinlegung des Projekts.

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Gute Performance bei Trockenheit, aber Reserven bei Nässe

Auch Holger Berkmann, der verantwortliche Entwickler, sinnierte bereits im Mai 2008 über das gewünschte Endprodukt: „Eine höchstmögliche Performance bei Trockenheit, aber dennoch ausreichende Reserven bei Nässe, um keinen Zwangsboxenstopp einlegen zu müssen.“
 
Im Klartext soll der Eventreifen die Anforderungen der Perfektionstrainings-Teilnehmer vom Anfang bis zum Ende bestmöglich erfüllen können. Also die Anreise zum Ring auch bei widrigen Wetterbedingungen beherrschen und bei trockenem Asphalt auf der Nordschleife fahrdynamische Höchstleistungen generieren. Und zu guter Letzt soll die aufwendige Konstruktion noch genügend Laufleistungs-Reserven bieten, um mit ausreichend Restprofil sicheren Fußes die Heimreise bestreiten zu können.
 
Wir schreiben Juni 2008: Die interne Strategie steht fest, das Anforderungsprofil an das Projekt Eventreifen nimmt erkennbare Formen an, wird mit einer Umfrage bei den Lehrgangsteilnehmern sogar nochmals verifiziert. Schließlich gilt es, die ersten Entwicklungsgrößen festzulegen und der Erwartungshaltung der Nutzer möglichst exakt zu entsprechen. Das Ergebnis der Befragung gibt ein genaues Ziel vor: 100 Prozent der Fahrdynamik-Junkies hegen Interesse an einem präzise zu fahrenden Sportreifen mit einem exakt definierten, aber nicht zu schmalen Grenzbereich. 

Porsche 911-Kunden und BMW M3-Fahrer im Fokus

Trockenperformance genießt oberste Priorität, der sichere Transfer zur Strecke ist den meisten Enthusiasten dennoch wichtig. Die Stoßrichtung der Entwicklung ist klar. Und auch die ersten Dimensionen sind im Lastenheft manifestiert. Da sich der Großteil der Trainingsteilnehmer auf Porsche und BMW bewegt, stehen die Entwicklungsgrößen fest. Porsche 911-Kunden und BMW M3-Fahrer stehen zunächst im Fokus. 

Neue Eventreifen-Partner: Techart und AC Schnitzer

Langsam, aber sicher münden die theoretischen Hausaufgaben in die ersten praktischen Prozesse. Ende des Jahres 2008 nimmt das Projektteam „Eventreifen“ richtig Fahrt auf. Im Entwicklungszentrum in Hannover, wo Designer den Griffel spitzen, Chemiker in der Giftküche tüfteln und Konstrukteure die Rechenprogramme starten. Und damit ein optimales Testprogramm ausgearbeitet werden kann, stoßen weitere starke Partner zur Projektmannschaft: Porsche-Veredler Techart und BMW-Spezialist AC Schnitzer.

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