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So kommt das Pony Car wieder in Schuss

Der Ford Mustang findet hier zu Lande immer mehr Liebhaber. Mit ein bisschen technischem Verständnis kann man viel selbst erledigen. Für alles andere gibt es die Fachbetriebe, die sich um die Wartung des Pony Cars kümmert.

Wird das Kühlwasser zu heiß, liegt das meist an den Kühlern, die sich mit der Zeit zusetzen. Gut 300 Euro kostet der Einbau eines neuen Standardkühlers. Mehr thermische Sicherheit bieten Kühler mit größerem Netz, die aber deutlich teurer sind. Doch manchmal hilft selbst das nicht weiter.

So hat Rühle schon bei aus den USA eingeführten Exemplaren mehrfach erlebt, dass sich über die Jahre hinweg im Kühlsystem des Motors gebildete Ablagerungen nach und nach lösen und dann immer wieder die feinen Kanäle der Kühler verstopfen. Abhilfe schafft hier ein Sieb, das im oberen Kühlschlauch eingesetzt wird.

Weitere Entlastung des Motorkühlers am Ford Mustang ist ein Getriebeölkühler

Eine weitere Entlastung des Motorkühlers bringt ein separater Getriebeölkühler. Denn der Wasserkühler muss auch das Automatiköl mitkühlen, das wegen des hier zu Lande gegenüber den USA höheren gefahrenen Geschwindigkeiten eh gut heiß wird. Vom Automatikgetriebe, für dessen Überholung samt Montage ein guter Tausender einzukalkulieren ist, sollten Hobbyschrauber die Finger lassen. Rühle hat hier schon die tollsten Sachen erlebt. So brach jemand bei dem Versuch, den undichten Simmerring der Schaltwelle zu wechseln, die Schaltwelle ab, als er diese mit Hilfe eines Montiereisens heraushebeln wollte. Der gewalttätige Schrauber hatte vergessen, eine Mutter zu lösen. Auf die stößt man, wenn man vorschriftsmäßig vorgeht und zunächst Ölwanne und Schaltkasten demontiert.

Noch eine Anmerkung zur Kupplung des Schaltgetriebes. Eine kleine, aber regelmäßig erforderliche Service-Arbeit ist das Einstellen des Kupplungsspiels. Ist die Kupplung verschlissen, empfiehlt Heinen den Einbau einer moderneren Version und eines verbesserten Führungslagers in der Kurbelwelle. "Das sorgt unter anderem für einen leichteren Druckpunkt", sagt er und denkt dabei an die Klagen mancher Fahrer über eine zu schwergängige Kupplung. Beim Kupplungswechsel ist natürlich auch die Schwungscheibe auf Risse zu kontrollieren. Oft unterschätzt wird ein Austausch des undichten Simmerrings am Differenzial. "Nach dem Dichtringwechsel wird dann gedankenlos die Mutter draufgeschraubt, doch viele haben keine Ahnung, dass über eine Presshülse dahinter das Kegel-/Tellerradspiel eingestellt wird", warnt Rühle. Die erforderliche Reibwerteinstellung funktioniert nur mit einer speziellen Drehmomentuhr. Wer die Mutter zu fest anknallt, hört sehr bald Geräusche aus dem Achsbereich und muss mit größeren Schäden rechnen.

Zu wenig Schmierung kann teure Folgen haben

Jede Menge Verschleißpunkte gibt es an den Radaufhängungen. Ein vernachlässigter Schmierdienst kann teure Folgen haben. Nicht immer muss aber der komplette vordere Querlenker der Vorderachse gewechselt werden. "Wenn die Schwenklager noch okay sind, kann man die oberen Kugelköpfe separat wechseln", sagt Heinen. Dazu werden die Niete rausgeschlagen und die neuen Köpfe eingeschraubt. Die unteren Kugelköpfe gibt es zwar auch einzeln, aber das ist nicht lange haltbare Billigware, weshalb in dem Fall der untere Lenker komplett getauscht werden sollte. Preis pro Seite etwa 180 Euro. Ersatzteilprobleme gibt es kaum. Nur für die Schaltgetriebe sieht es schlecht aus, speziell für das Dreiganggetriebe gibt es nichts mehr. Ansonsten gilt laut Ralf Wurm: "Je älter der Mustang, desto besser die Ersatzteillage." 

Übersicht: Ford Mustang in der Service-Station
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