Opel Olympia Kombi

Foto: Hardy Mutschler

Es gibt Aufgaben, vor denen gute Freunde warnen. Die wirtschaftlich keinen Sinn ergeben. Und die zehn Jahre Zeit kosten. Hans Silbernagel ließ sich nicht beirren. Das Ergebnis ist ein faszinierender Autenrieth-Kombi.

"Zwei Jahre bin ich damals um mein Auto herumgeschlichen", sagt Hans Silbernagel, "und habe immer wieder gezögert - kann eine Restaurierung überhaupt glücken?" Letztlich siegte die Versuchung. Besonders, weil alle eine Restaurierung des Kombis für unmöglich erklärten.

Das Auto war tot

Mit Kalkül versuchte er sich der großen Aufgabe zu nähern. Über den krummen Vorbau des Autenrieth-Kombis tröstete ihn eine intakte restliche Karosseriestruktur hinweg. Sie war beim Olympia schon seit der ersten Auflage 1938 selbsttragend.

Bei den Karosserieanbauteilen fiel die Betandsaufnahme dagegen erschütternd aus: "Das Auto war tot", sagt Silbernagel, "manche Flächen konnten wir nicht sandstrahlen, weil sonst überhaupt kein Maß zur Orientierung geblieben wäre."

Stück für Stück

Einigermaßen erhalten war nur der Boden im hinteren Bereich. Den Mut verlor der Opel-Fan deswegen nicht. Stück für Stück dengelte ein Karosseriespengler passende Bleche und schweißte sie ein. So wuchs aus der brüchigen Ruine langsam wieder ein Olympia- mit neuen Bodenblechen, Schwellern und tragenden Hohlräumen. Viel undramatischer klingt es, wenn Hans Silbernagel von der technischen Revision berichtet. "Der alte Motor lief zwar noch, aber ich habe ihn gegen ein restauriertes Exemplar getauscht."

Unbestritten gilt die Opel-Technik seit jeher als wenig kapriziös und grundsolide. Das Interieur zeigt heute, über 50 Jahre nach seiner Auslieferung, wie viele Gedanken sich die Ersten Darmstädter Karosseriewerke G. Autenrieth über das Wort "Kombinationswagen" gemacht haben. Topfeben ist die Ladefläche, wenn Silbernagel die hintere Bank umklappt. Und die mit Linoleum belegte Unterseite des Sitzkissens dient als Vorderwand des Laderaums.

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