1/2019, Spielwarenmesse 2019 Bernd Conrad

Spielwarenmesse 2019

Roboter, Drohnen und ein neues Bobby-Car

Auch in diesem Jahr haben wir uns auf der weltweiten Leitmesse für Spielwaren in Nürnberg umgesehen. Tech-Toys haben erstmals eine eigene Halle, mit dem Bobby-Car steht aber auch ein Klassiker im Rampenlicht.

Zum 70. Mal pilgert die Spielwarenindustrie aktuell ins fränkische Nürnberg zur Leitmesse der Branche. Im prall gefüllten Veranstaltungskalender ist Nürnberg nach den Messen in Hong Kong und London und vor der New York Toy Fair nach wie vor die weltweite Leitmesse für alles, was künftig nach dem Willen der Aussteller in den Kinder- und Wohnzimmern oder der Hofeinfahrt so herumsteht und -fährt.

Der Bereich Tech-Toys nimmt mehr und mehr Raum ein. Unter den mittlerweile 18 Ausstellungshallen inklusive einzelner Stockwerke wurde 2019 neu sortiert.

Eine ganze Halle voller Tech-Toys

Die Modellbauer teilen sich künftig eine Halle mit den Ausstellern im Bereich Eisenbahn, während die Halle 4A unter dem Motto „Tech2Play“ digitalisiert und modernisiert wurde.

Unter den Ausstellern finden sich viele Start-ups, die Bausätze für Roboter anbieten, Apps zur Programmierung von Bewegungen dieser Geschöpfe und natürlich auch per Smartphone gesteuerte Drohnen anbieten.

BT & BST (was für „Beauty & The Beast“, die Schöne und das Biest steht), bietet ein Metall-Geländefahrzeug mit einzeln ansteuerbaren Elektromotoren an, das per Playstation-Controller oder per Smartphone gesteuert wird. „Die Schöne“ sitzt als Puppe am Steuer. Ob sich Händler finden, die ihren Kunden das Vehikel für 1.000 Euro verkaufen können und wollen, muss ich zeigen.

Bei der Messepremiere eines der größten deutschen Spielwarenunternehmen stellt sich diese Frage nicht. Obwohl es hier gar nicht um Bits und Bytes geht. Die BIG Spielwarenfabrik unter dem Schirm der Simba-Dickie-Group nutzt die Spielwarenmesse zur Premiere des neuen Bobby-Car Neo.

Messepremiere für das BIG Bobby-Car Neo

1972 ging das Kinderrutschfahrzeug, das mittlerweile zur Gattungsmarke geworden ist, erstmals in Produktion. Seitdem wurden über 20 Millionen Stück gebaut und weltweit verkauft.

Ganze 34 Jahre dauerte es, bis der klassischen Bobby-Car-Form, die es natürlich längst nicht nur in Rot zu kaufen gab, mit dem „New Bobby-Car“ ein Modell zur Seite gestellt wurde. Neuheiten kommen seitdem in beinahe schon hektischer Reihenfolge.

2017 bekam das Bobby-Car NEXT erstmal eine elektrische Hupe und leuchtende Scheinwerfer, 2019 steht das Neo im Nürnberger Rampenlicht.

„Back to Basic“ könnte man sagen. Die Hupe ist wieder per Luftdruck betrieben, die Leuchten sind vorne mit weißer Farbe angedeutet und hinten als transparente Kunststoffbauteile eingesetzt, aber ohne Funktion.

Dafür darf jetzt auch der oder die kleine Bobby-Car-Fahrer/in mit einem selbstbewussten Kühlergrilldesign vorfahren. Wenn man sich nicht für eines der anderen Modelle entscheidet, BIG bietet nämlich alle vier Generationen parallel an.

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Ältere Kinder schnallen sich das Thema Auto vielleicht lieber ans Handgelenk. Die Firma VTech stellt auf der Messe eine Linie namens „Turbo Force Racers“ vor. Ein Armband dient als Aufbewahrungs- und Batterieladestation für ein kleines Auto, dass auf einer extra erhältlichen Rennbahn im Wettbewerb eingesetzt werden kann.

Mit dem Thema Elektromobilität kennt sich der Hersteller aus, verweist er doch in Anzeigen mit einem Augenwinkern darauf, dass man „über 40 (E-Modelle) im Angebot“ hat.

Die ziehen auch in die klassische Modellbahnlandschaft ein. Rietze Automodelle hat den StreetScooter in DHL-Farben und anderen Versionen als Kunststoffmodell im Angebot. Bei der Firma Minichamps steht der e.Go Life noch vor dem Marktstart des echten Autos zur Auslieferung bereit.

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