Aston Martin DBX Aston Martin Lagonda / Dean Smith
Aston Martin DBX
Aston Martin DBX
Erlkönig Aston Martin DBX
Erlkönig Aston Martin DBX 33 Bilder

Aston Martin DBX (2020)

Teaser-Video kündigt SUV an

Aston Martin hatte auf dem Genfer Autosalon 2015 mit der DBX-Studie einen Ausblick auf einen Crossover-GT gegeben. Dessen Serienversion wird am 20. November 2019 enthüllt – allerdings als SUV. Nun nennen die Briten Preise und zeigen das Auto in Bewegung und von innen.

Aston Martin beschreitet neue Wege: Mit dem DBX bringen die Briten ihren ersten SUV auf den Markt. Und der wird ein echter Koloss: Mit 5,04 Metern in der Länge, 2,00 Metern in der Breite und 1,68 Meter Höhe erreicht er fast die Dimensionen eines Bentley Bentayga. Beim Preis übertrifft er seinen britischen Konkurrenten sogar, und zwar deutlich. Während der Bentayga ab 175.644 Euro zu haben ist, kostet der Aston Martin in Deutschland mindestens 193.500 Euro. Seinem anderen Gegner, dem 204.000 Euro teuren Lamborghini Urus, rückt er preislich sehr nah auf die Pelle. Die Auslieferungen starten im zweiten Quartal 2020.

Neues Werk mit begrenzter Kapazität

Den Aston Martin DBX baut die Marke künftig in einem zweiten Werk in Großbritannien. In St. Athan in Glamorgan entstand eine neue Produktionstätte, die bis zu 750 neue Jobs schafft. Der Bau des Werks in Wales begann schon 2017, mit dem Crossover-Modell werden die Briten dort in Kürze erstmals die Serienfertigung hochfahren. Allerdings sollen mehr als 90 Prozent der Produktion exportiert werden. Klar ist auch: Die Produktionskapazitäten sind begrenzt. Maximal 5.000 Modelle laufen jährlich vom Band. Wenn 2023 zusätzlich die Lagonda-Fertigung Einzug hält, wird die Kapazität auf insgesamt 7.000 Modelle hochgefahren – 3.000 Lagonda und nur noch 4.000 DBX.

11/2019, Aston Martin DBX Interieur
Aston Martin Lagonda
Dickes Leder, Sportsitze mit integrierten Kopfstützen, Daimler-Infotainment: das Interieur des Aston Martin DBX.

Motorseitig kommt auch im DBX der von Mercedes-AMG übernommene Vierliter-V8-Biturbo zum Einsatz, der im Aston Martin-SUV mit 550 PS und 700 Nm Drehmoment antritt. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei über 290 km/h liegen. Finale Fahrleistungs-Werte liegen aber noch nicht vor. Dafür gibt es erste offizielle Innenraum-Bilder. Darauf präsentiert der DBX Sportsitze mit integrierten Kopfstützen, dickes Leder rundum, Alcantara-Mäntel für Dachhimmel und Säulen sowie ein großes Panorama-Glasdach.

Infotainment-System aus dem Daimler-Konzern

Der zentrale Infotainment-Bildschirm ist ins Armaturenbrett eingelassen, darüber befinden sich die für Aston Martin charakteristischen Rundanzeigen. Auch Tacho und Drehzahlmesser werden in klassischer Rundansicht – allerdings digital – dargestellt. Spätestens das Touchpad auf der Mittelkonsole zeigt, dass Aston Martin hier wieder Daimler-Technologie nutzt. Allerdings nicht das aktuelle MBUX-System, sondern die vorherige Generation, die beispielsweise in der derzeit noch aktuellen E-Klasse zum Einsatz kommt. Dank der Shift-by-Wire-Getriebesteuerung war es den Innenraum-Designern möglich, unter der ansteigenden Mittelkonsole ein großes Ablagefach unterzubringen. Der Kofferraum fasst 632 Liter, beheizte Sitze sind serienmäßig.

10/2019, Aston Martin DBX Ausstattungsdetails
10/2019, Aston Martin DBX Ausstattungsdetails 10/2019, Aston Martin DBX Ausstattungsdetails 10/2019, Aston Martin DBX Ausstattungsdetails 10/2019, Aston Martin DBX Ausstattungsdetails 6 Bilder

Klar ist nun auch, wie Aston Martin die Ausstattung des DBX ordnet. Es wird pünktlich zur Markteinführung elf unterschiedliche Pakete geben, die an den unterschiedlichen Bedürfnissen und Lebenswelten der solventen Kundschaft ausgerichtet sind. Das Snow Pack beispielsweise wendet sich an Skifahrer und umfasst eine Skitasche, Dachträger, Schneeketten und Stiefelwärmer. Es gibt auch ein Haustier-Paket mit Trennwand, Stoßstangen-Schutz und tragbarer Waschvorrichtung; Letztere ist auch im Fahrrad-Paket enthalten.

Elf Ausstattungspakete für unterschiedliche Bedürfnisse

Ein Abenteuerset enthält unter anderem Spritzlappen und verstärkte Unterfahrschutzelemente, das Event-Paket umfasst beispielsweise Picknickdecke und -korb sowie extra Sitzgelegenheiten für draußen. Weitere Ausstattungen trimmen den DBX Richtung Komfort, Langstreckentauglichkeit oder gestalten den Innenraum übersichtlicher und robuster. Die Preise für die Ausstattungspakete werden bei der offiziellen Vorstellung des Aston Martin-SUVs am 20. November 2019 in Peking bekanntgegeben. Der DBX soll in erster Linie Kunden in China, Russland, dem Mittleren Osten und den USA begeistern.

Aston Martin DBX
Aston Martin DBX im Teaser-Video
45 Sek.

Die von Aston Martin selbst entwickelte Plattform sei übrigens auch für eine Elektrifizierung des Antriebs geeignet, sagt Aston Martin-Entwicklungschef Matt Becker. Konkreter wurde er jedoch nicht. Im Gegensatz zu Aston Martin-Boss Andy Palmer, der vor einiger Zeit gegenüber der Automotive News zumindest dem Plugin-Hybrid indirekt eine Absage erteilte: Es wäre eine einfache Möglichkeit, „aber keine, die wir benötigen“. In Sachen Diesel wird er noch konkreter: „Ich glaube schon seit langem, dass das Diesel-Leben begrenzt ist. Letztendlich ist er tot.“

Aston Martin DBX mit Elektromotor

Rückblende: Damals, 2015 zog Aston Martin auf dem Autosalon in Genf überraschend das Tuch vom Aston Martin DBX. Darunter ein Luxus-GT, hochbeinig, mit zwei Türen. Angetrieben von einem nicht näher spezifizierten Elektro-Antrieb sollte die allradgetriebene DBX-Studie ihrer Verantwortung in Sachen Umweltschutz für die Marke gerecht werden. Beim Serienauto ist es trotzdem ein klassischer V8-Biturbo-Antrieb geworden.

Aston Martin DBX - Studie - SUV - Genfer Autosalon 2015
Stefan Baldauf
Einblick in den Innenraum des Aston Martin DBX.

Schnell erklärte CEO Palmer seinerzeit, dass es sich nicht um ein produktionsfertiges Modell handelt, sondern „lediglich um einen Ausblick, wie ein Luxus-GT in zehn Jahren aussehen wird“. Immerhin gab es einige Technik-Highlights im DBX: Der Crossover erhielt eine Drive-by-wire-Lenkung, Headup-Display für Fahrer und Beifahrer sowie Kreamik-Karbon-Bremsen und eine Rekuperationssystem.

Spektakulärer Studien-Innenraum

In Sachen Aussehen hatte Aston Martin den DBX mit den klassischen Insignien der Marke ausgerüstet. Ein mächtiger Kühlergrill zierte die Front, zwei extrem schmale Scheinwerfer ragten weit in die Kotflügel hinein. Die Fahrgastzelle erschien nach der langen Motorhaube zurückgesetzt und coupéhaft. Die Dachlinie lief nach hinten schmal zu und zeigte sich mit einem langen Panoramadach.

Aston Martin DB X 2019Aston Martin DBX 2019
Aston Martin DBX : V8-Soundprobe
21 Sek.

Das Heck präsentierte sich schon fast konventionell im klassischen Aston Martin-Design. Der Innenraum fiel spektakulär aus. Die sportlichen Einzelsitze waren mit speziellem Leder bezogen und wirkten filigran. Als Fahrer griff man in ein sportliches Lederlenkrad mit drei Speichen, schaltete über Paddels am Volant und schaute auf einen digitalen Tacho. Der Armaturenträger erschien grundsätzlich klassisch, jedoch mit einem heraustretenden, sehr futuristischen Cockpit-Element.

Fazit

Aston Martin steht wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand. Entsprechend viel hängt vom ersten SUV der Marke ab. Dass mit einem solchen Modell ein grundlegender Kurswechsel gelingen kann, haben aber schon einige Nobelhersteller bewiesen. Zuletzt Lamborghini: Fast zwei Drittel der Lambo-Verkäufe entfallen aktuell auf den Urus. Gut möglich, dass der DBX Ähnliches schafft.

SUV Fahrberichte Aston Martin DBX Mitfahrt Aston Martin DBX (2020) Hart auf der Rennstrecke, kernig im Gelände

Bei der Mitfahrt in Silverstone zeigt sich der SUV wandlungsfähig.

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