V12, Boxer, Reihenmotor Die schönsten Verbrennungsmotoren der Welt

1/10 Chevrolet Performance ZZ632/1000 Crate Engine Bigger is better

2/10 GTO Engineering Squalo Die schönsten Verbrennungsmotoren der Welt

3/10 Nelson Racing V12 Biturbo Lamborghini 6.0 Alter V12 und Doppel-Hochdruck

4/10 V12 aus dem Murray T.50 Keiner dreht höher

5/10 Lamborghini Miura V12 Quer geht kaum mehr

6/10 Singer Reimagined-Motor Boxer-Geschichten

7/10 Bugatti W16 Motor W-er bietet mehr?

8/10 Bugatti EB110 V12 Vier mal blasen bitte

9/10 BMW M12/13-Vierzylinder Das ist echter Turbo-Druck

10/10 Aston Martin Valkyrie V12 Drehen, drehen, drehen

Nelson Racing V12 Biturbo Lamborghini 6.0 Nelson Racing
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V12, Boxer, Reihenmotor: Schöne Verbrennungsmotoren

Elektromobilität ist weltweit auf dem Vormarsch und bedrängt den klassischen Verbrenner. Der bietet aber optisch die viel größeren Reize, wie wir Ihnen in dieser Übersicht beweisen.

Alle Welt spricht vom Ende des Verbrenners. Auf breiter Front soll dem Verheizen von fossilem Brennstoff ein Ende gesetzt werden. Für die einen ein Grauen, für die anderen die Rettung der Welt.

Mit dem Ende des Verbrenners verschwindet aber auch dessen technische Ästhetik aus der Antriebswelt. Kunstvoll gestaltete Zylinderköpfe mit schrumpflackverzierten Deckeln, Krümmerkunstwerke aus drei, vier, sechs, acht oder auch zwölf Rohren, filigran gestaltete Einzeldrosselklappen-Anlagen oder offene Ansaugtrichter, durch die man bis zum Kolbenboden schauen kann. Derlei erotische Aspekte kann man einem Elektromotor kaum abgewinnen. Darum sammeln wir hier in loser Folge Highlights aus dem automobilen Motorenbau.

Eher von brachialer Ästhetik ist der neue Crate Engine aus dem Hause GM. Der Big-Block-V8, der nicht in einem Automodell zum Einsatz kommt, sondern als Zubehör zum Selbsteinbau in einer Kiste ("Crate") verschickt wird, verfügt über einen Hubraum von nicht weniger als 10,36 Litern. Entsprechend Hardcore sind die technischen Daten, die wir Ihnen hier verraten.

Dadurch, dass wir hier ein Rendering und kein Foto zeigen, ahnen Sie es vermutlich: Diesen Motor gibt es noch gar nicht. Dennoch dürfte der V12-Sauger, sobald er ab (voraussichtlich) 2023 im Squalo von GTO Engineering seinen Dienst verrichten wird, zu den schönsten Vertretern seiner Zunft gehören. Das Vierliter-Triebwerk soll 466 PS leisten und zu einer Höchstdrehzahl von 10.000/min in der Lage sein. Mindestens genauso spannend: Konsequenter Leichtbau soll das Gewicht des Motors bei unter 165 Kilogramm halten. Was wichtig ist, schließlich soll der Sportwagen, den er antreibt, trotz klassischer Ferrari-Formen weniger als eine Tonne wiegen.

US-Tuner Nelson Racing hat für den betagten Lamborghini V12-Motor mit sechs Liter Hubraum ein Biturbo-Nachrüstkit entwickelt. Zusammen mit Modifikationen am Innenleben und einer neues Abgasanlage aus Inconel soll der Zwölfzylinder aus einem Lamborghini Diablo von 2001 satte 1.500 PS auf die Prüfstandsrolle drücken.

Der britische Motorenspezialist Cosworth hat für den neuen Supersportwagen Murray T.50 einen Hochdrehzahl-V12 entwickelt. Der 3,9 Liter große Saugmotor mit 65 Grad Bankwinkel, Titanpleuel und Trockensumpfschmierung, soll so hoch drehen soll, wie noch kein Hubkolben-Motor in einem Serienauto. Genannt werden 12.100/min. Die Leistung soll bei 663 PS liegen. Das maximale Drehmoment von 467 Nm soll bei 9.000 Touren anliegen. Einen zusätzlichen Boost von 30 PS steuert ein an ein 48-Volt-Bordnetz angehängter Starter-Generator bei.

Der vier Liter große V12-Motor aus dem Lamborghini Miura wurde quer zur Fahrbahn hinter den beiden Passagieren platziert. Mit 350 PS und 368 Nm peitschte er den Miura bereits 1966 auf 280 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Retro-Umbauspezialist Singer hat für seine Porsche-Kreationen einen 3,6-Liter-Boxer mit Hilfe von Williams Advanced Engineering, einer Abteilung des Formel 1-Teams, umfangreich überarbeitet. Der luftgekühlte Sechszylinder-Sauger erhält Komponenten aus Titan, Magnesium und Kohlefaser. Außerdem bohren Singer und Williams den Hubraum auf vier Liter auf und verpassen dem Aggregat vier Ventile pro Zylinder und vier Nockenwellen. 500 PS Leistung bei 9.000/min. stellt der neue alte 911er-Boxer-Motor dann bereit. Übrigens: Als Berater für das Projekt wurde der Porsche-Motoren-Papst Hans Mezger verpflichtet.

Aufgeladen mit vier Turbos schöpft der Bugatti W16-Motor aus acht Litern Hubraum unglaubliche 1.500 PS und ein maximales Drehmoment von 1.600 Newtonmeter. 2005 wurde der W16-Motor erstmals im Bugatti Veyron verbaut. Eigentlich ist der W16 kein echter W-Motor, denn ersetzt sich aus zwei VR8-Motoren zusammen. Ein Trumm ist er so oder so. 530 Kilogramm ohne und 640 Kilogramm mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe bringt er auf die Waage. Wer die gebotene Leistung voll abruft, ist zwar mit weit über 400 km/h unterwegs, bläst aber auch gut einen Liter je Kilometer durch die 16 Brennräume.

Im Bugatti EB110 setzten die Entwickler auf einen 3,5 Liter großen V12-Motor, der von vier Abgasturbolader unter Druck gesetzt wurde. Je nach Variante leistete er zwischen 560 PS und 611 Nm bis zu 611 PS und 650 Nm. In den 90ern war der in Italien gebaute Bugatti damit bis zu 351 km/h schnell.

Es war der kleinste Motor, der jemals eine Formel 1-Weltmeisterschaft gewann. Und der stärkste. Der BMW M12/13 hatte nur 1,5 Liter Hubraum und vier Zylinder. Berechnungen ergaben, dass er bei ausgebautem Wastegate-Ventil in Qualifikationsrunden bis zu 1.430 PS abgegeben haben soll.

Auf den Prüfständen der BMW Motorsport GmbH konnte damals nur bis maximal 5,1 bar Ladedruck gefahren werden. Dabei wurden 1.065 PS abgelesen. Die Cockpitanzeige im Brabham BT54 von 1985 endete bei 5,5 bar. Im Training wurde das Dampfrad noch weiter gedreht. So konnte der Maximalwert nur berechnet werden.

Für den Aston Martin Supersportwagen Valkyrie hat Motorenspezialist Cosworth einen V12-Saugmotor entwickelt. Aus 6,5 Liter Hubraum entspringen 1.000 PS und ein maximales Drehmoment von 740 Nm. Drehzahlfest ist der Zwölfender bis 11.100 Touren. Der aus über 5.000 Teilen aufgebaute Motor bringt nur 206 Kilogramm auf die Waage.

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