Proberunden in Singapur

Autonomer Volvo-Bus startet Praxistest

03/2019, Volvo 7900 Electric Foto: Volvo Bus Corporation

Fahrerlos und angetrieben von reinem Strom soll der Volvo 7900 Electric erst auf dem Uni-Campus sowie im Bus-Depot und dann durch die Stadt pendeln. Die Batterien sollen sich in wenigen Minuten aufladen lassen.

In Singapur drehen bald offiziell die – nach Herstelleraussage – ersten vollständig autonom fahrenden Zwölf-Meter-Busse ihre Runden. Dabei handelt es sich um zwei Volvo 7900 Electric, die jeweils über 36 Sitzplätze verfügen und bis zu 85 Fahrgäste transportieren können. Auf dem Gelände der Nanyang Technological University (NTU) haben sie bereits ausführliche Vortests absolviert.

Tests auf dem Campus und im Depot

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Im nächsten Schritt sollen mit Bus Nummer eins reguläre Fahrten auf dem Universitäts-Campus erfolgen. Die NTU verfügt über ein Gelände, auf dem sowohl Singapurs Verkehrslandschaft als auch das tropische Wetter mit zeitweise starkem Regen und überfluteten Straßen simuliert werden kann. Den zweiten Bus erhält die städtische Verkehrsgesellschaft SMRT, die auf ihrem Gelände testet, wie Dinge wie Fahrten in Waschanlagen sowie automatisches Einparken und Aufladen funktionieren. Sollten die Volvos in beiden Testumgebungen erfolgreich abschneiden, wird die Route mit dem Segen von Singapurs Transportbehörde danach auf das Gebiet des Stadtstaates ausgedehnt, wo sie am regulären Fahrplanbetrieb teilnehmen.

Die Software, Sensoren, Navigations- und Steuerelemente wurden von Volvo entwickelt. Der Bus verfügt unter anderem über vier Lichterfassungssensoren (Lidar) sowie 360-Grad- und 3D-Kameras und Satelliten-Navigation, die Echtzeitkinematik statt GPS verwendet. Deren Vorteil soll dank mehrerer Datenquellen in der besseren Genauigkeit liegen, durch die der Bus auf einen Zentimeter genau zu orten ist. Hinzu kommt die „Inertial Management Unit“, die die Quer- und Winkelgeschwindigkeit des Busses misst. Dies soll die Navigation des Busses auf unebenem Gelände verbessern und zu einem ruhigeren Fahrverhalten führen. Die NTU trägt jenes System bei, das per künstlicher Intelligenz alle Technologien miteinander vernetzt.

160 kW, 400 Nm und 76 kWh

03/2019, Volvo 7900 Electric Foto: Volvo Bus Corporation
Die Selbstfahr-Technologien stecken im Volvo 7900 Electric.

Der Volvo 7900 Electric wird von einem 160 kW (218 PS) starken Elektromotor angetrieben, der gleichzeitig als Retarder fungiert und Bremsenergie zurückgewinnt. Das maximale Drehmoment liegt bei 400 Newtonmetern. Die Kraftübertragung managt ein automatisiertes Zweigang-Schaltgetriebe. Das aus Lithium-Ionen-Akkus bestehende Batteriepaket verfügt über eine Kapazität von 76 Kilowattstunden und soll sich mit herkömmlichen Methoden in maximal sechs Stunden vollständig laden lassen. Im Dach ist ein Stromabnehmer installiert, mit dem – beispielsweise an den Endhaltestellen – innerhalb von sechs Minuten zwischengeladen werden kann, sofern dort eine entsprechende Ladesäule existiert.

Ab Werk bietet Volvo bereits elektronische Assistenzsysteme für den 7900 Electric an. Darunter eine Fußgänger- und Radfahrererkennung, die den Fahrer und die in der Nähe befindlichen Verkehrsteilnehmer warnt, sobald die Gefahr eines Unfalls besteht.

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