Elektroauto Batterie Produktion VW Volkswagen AG

Volkswagen baut Elektroauto-Akkus

Northvolt ist VW-Partner bei Batteriezellen

Der Autokonzern investiert rund 900 Millionen Euro in das Projekt. Die Batteriezellfertigung soll dort angesiedelt werden, wo derzeit noch Verbrennungsmotoren entstehen: in Salzgitter.

Ein Teil der Summe ist für ein geplantes Joint Venture mit dem schwedischen Batteriehersteller vorgesehen, ein weiterer Teil geht direkt an Northvolt AB. Im Gegenzug erhält Volkswagen rund 20 Prozent der Anteile an Northvolt AB und einen Sitz im Aufsichtsrat. Zu den industriellen Partnern und Kunden von Northvolt zählen neben VW auch Scania, ABB, BMW, Siemens, Vattenfall und Vestas.

Im Sommer 2016 hatte es Matthias Müller noch kategorisch ausgeschlossen: „So einen Blödsinn machen wir sicherlich nicht“, sagte der damalige VW-Chef im „Handelsblatt“ auf die Frage, ob Volkswagen in die Herstellung von Batteriezellen einsteige. Doch in den letzten Wochen und Monaten wurden die Forderungen aus Politik und von der Arbeitnehmerseite, das Herzstück der künftigen Elektroautos selbst zu fertigen, immer lauter. Aus zwei Gründen: VW solle sich bei seiner Elektrostrategie nicht zu abhängig von seinen asiatischen Lieferanten machen, die die weltweite Batteriezell-Produktion derzeit noch fest in ihren Händen haben. Und die Arbeitsplatzverluste, die es durch deren schwindende Bedeutung in den Motorenwerken des Konzerns geben wird, soll mit einer eigenen Batteriezell-Produktion aufgefangen werden.

VW will die Fabrik in Salzgitter errichten

Deshalb gibt es nun den Strategieschwenk um 180 Grad. Wie der VW-Konzern offiziell bekanntgab, sollen die Batteriezellen für die eigenen Elektroautos künftig auch in Deutschland gefertigt werden. Dazu soll im Laufe des Jahres ein 50/50-Joint-Venture gegründet werden, Ziel ist der Aufbau einer 16 Gigawattstunden-Batteriezellfertigung in Europa. Es ist geplant, das Werk frühestens ab 2020 in Niedersachsen (Salzgitter) aufzubauen, sofern die notwendigen Rahmenbedingungen hierfür erfüllt sind. Um den Jahreswechsel 2023/2024 ist dann der Start der Batteriezellen-Produktion für Volkswagen vorgesehen.

Der VW-Konzern hat im Rahmen seiner Elektrifizierungsstrategie allein in Europa einen jährlichen Bedarf von mehr als 150 Gigawattstunden ab 2025 – und in Asien ebenfalls in gleicher Größenordnung.

Umfrage

975 Mal abgestimmt
VW fertigt Batteriezellen in Deutschland - eine gute Entscheidung?
Absolut. Es ist wichtig, ein Gegengewicht zu den asiatischen Anbietern zu etablieren.
Überflüssig. Die Zellfertigung ist teuer, energieaufändig und schafft kaum Arbeitsplätze.

Es gibt wohl sehr umfangreiche Staatshilfen

Für den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil ist die Entscheidung ein Erfolg: „Für den Standort Salzgitter sind das positive Signale“, sagte der SPD-Politiker, der auch im VW-Aufsichtsrat sitzt. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Batteriezellproduktion in Deutschland zu wettbewerbsfähigen Bedingungen stattfinden kann.“ Auch der Betriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh zeigte sich zufrieden: „Es handelt sich um Weichenstellungen, mit denen wir sowohl Beschäftigungssicherung als auch Wirtschaftlichkeit nachhaltig weiterentwickeln können.“

Viele Details sind aber noch offen. Zum Beispiel, wie viele Arbeitsplätze in der Fabrik entstehen. Auch der Umfang der Subventionen aus deutschen und europäischen Töpfen ist noch unbekannt. Allerdings ist das Thema vor allem der deutschen und französischen Regierung ein derart großes Anliegen, dass es wohl sehr umfangreiche Staatshilfen geben wird. Sehr wahrscheinlich ist, dass die Batteriezell-Fabrik von der EEG-Umlage (Erneuerbare Energien) befreit wird, damit der Strom für die sehr energieaufwändige Zellfertigung günstiger wird.

VW ID.3 Leak
VW/Leak 1/30 Ab dem 8. Mai 2019 kann der VW ID.3 vorbestellt werden.
VW ID.3 Leak VW ID.3 Leak VW ID.3 Leak VW ID.3 VW ID.3 VW ID.3 VW ID.3 VW ID.3 VW ID.3 Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo Erlkönig VW ID. Neo VW I.D. Crozz II VW I.D. Crozz II VW I.D. Buzz Elektro-Bus VW I.D. Aero-e VW I.D. Lounge
Zur Startseite
Kompakt E-Auto VW ID.3 Startversion für unter 40.000 Euro schwer gefragt VW ID.3 1st (2020)

Ab sofort kann der VW ID.3 vorbestellt werden - in der Einführungs-Edition.

VW
Artikel 0
Tests 0
Baureihen 0
Alles über VW
Mehr zum Thema Elektroauto
Dendrobium D-1
E-Auto
06/2019, Drako GTE Teaserbild
E-Auto
BMW Elektro-5er, BMW Power-BEV
Alternative Antriebe