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Elektromobilität

BMW eröffnet Kompetenzzentrum

Einen Steinwurf vom Forschungs- und Ingenieurzentrum (FIZ) von BMW im Münchner Norden logiert das neue Kompetenzzentrum Batteriezelle.

Im neuen Kompetenzzentrum Batteriezelle bündelt der BMW-Konzern seine Forschung rund um Batteriezellen für die Elektromobilität und will sein Wissen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Batteriezellen ausbauen und verfeinern. „Das neue Kompetenzzentrum Batteriezelle bringt uns in eine einzigartige Position: Von der heutigen Technologie des BMW i3 ausgehend verdoppeln wir die Energiedichte unserer Batteriezellen bis 2030 und damit auch die Reichweite für unsere Kunden“, kündigte BMW-Chef Oliver Zipse an. „Die Batteriezell-Technologie ist ein zentraler Erfolgsfaktor unserer Elektro-Offensive. Hier können wir festlegen, welche Formate mit welchen Materialien wir zu welchen Konditionen beziehen. Damit sind wir bestens aufgestellt für den weiteren Roll-out unserer elektrifizierten Fahrzeuge.“

200 Mitarbeiter und 200 Millionen Euro

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BMW-Chef Zipse zeigt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die neuen Forschungsmöglichkeiten im Kompetenzzentrum Batteriezelle von BMW.

Das Kompetenzzentrum Batteriezelle beherbergt auf 8.000 Quadratmetern die gesamte Kette der Batteriezelltechnologie: Forschung und Entwicklung, Zusammensetzung sowie das Design der Zellen bis hin zur Produktion in Großserie. In das Areal, auf dem 200 Mitarbeiter größtenteils aus den Bereichen Chemie, Physik und Maschinenbau beschäftigt sein werden, investierte der Münchner Konzern insgesamt 200 Millionen Euro. An der Lemgostraße setzt man nun auf kurze Wege und interdisziplinäre Zusammenarbeit – die Teams sollen vom Rohstoffeinkauf bis zum richtigen Produktionsprozess das bestmögliche Wissen aufbauen.

Unumwunden stellen die Forscher und Entwickler auch Nachhaltigkeit sowie Profitabilität in den Fokus. Als drei wesentliche Kostentreiber gelten die eingesetzten Materialien, die Rohstoff-Märkte mit ihrer teilweise hohen Volatilität sowie der Batteriezellen-Markt in Gänze. Dabei stellten die Experten vor Ort allesamt klar, dass man sich nicht als Konkurrenz zu den etablierten Zellfertigern wie CATL, Samsung, Panasonic oder Northvolt aufstellen wolle. Trotzdem müsse BMW als Premiumanbieter bezüglich des Zellknowhows mit den genannten Unternehmen auf Augenhöhe sein, um die besten Fahrzeuge zu bauen. BMW setzt für seine E-Fahrzeuge nach wie vor auf die beiden Produzenten Samsung und CATL.

BMW hat nach eigenen Angabe 500.000 E-Fahrzeuge heute auf den Straßen. Mit Blick auf den Anteil elektrifizierter Autos kündigt BMW-Chef Zipse an, dass 2021 ein Viertel aller verkauften BMW Fahrzeuge in Europa elektrifiziert sein sollen. 2025 sollen es bereits ein Drittel und 2030 die Hälfte aller in Europa verkauften Fahrzeuge ausmachen. Bis 2030 sagt Zipse – ausgehend von der heutigen Zell-Technologie des E-Autos i3 – werde sich die Energiedichte der Batteriezellen verdoppeln und damit auch die Reichweite für die BMW-Kunden.

Rohstoff-Einkauf direkt ab Mine

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Bereits seit 2008 analysiert BMW Batteriezellen und führt an selbst entwickelten Versuchszellen in kleinen Formaten unterschiedliche Versuche durch.

Ein weiteres Feld, was dem BMW-Konzern wichtig und dringlich erscheint, ist das Thema Nachhaltigkeit und Rohstoffe. Deshalb beschäftigen sie sich auch intensiv mit den Lieferketten für Batteriezellen – bis hinein in die Rohstoffminen. Für die kommende, fünfte Generation der elektrischen Hochvoltspeicher wird BMW ab 2020 das nötige Kobalt und Lithium für die Batteriezellen direkt ab der Mine einkaufen und lässt die Rohstoffe dann zu seinen beiden Zellproduzenten liefern, wo die Batteriezellen in Großserie gefertigt werden. Die neuen Lieferverträge garantieren zudem die Versorgungssicherheit bis 2025. Das Kobalt wird künftig direkt aus Minen in Australien und Marokko bezogen, Lithium unter anderem aus Australien. Zum Recycling seiner Energiespeicher nach ihrer Laufzeit, kündigte BMW an, eine Quote von über 90 Prozent anzustreben. Im neuen Kompetenzzentrum wird auch an Recycling-Methoden geforscht, um fast alle Rohstoffe eines ausgemusterten Akkus in einem Rohstoff-Kreislauf zu halten.

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Selbstverständlich fokussieren sich die BMW-Forscher zunächst auf die Lithium-Ionen-Technologie, die in den nächsten Jahren die führende Technologie bleiben wird. Allerdings ist auch herauszuhören, dass die Experten des Kompetenzzentrums Batteriezelle an vielen Materialien und Zusammensetzungen forschen und diese dann systematisch miteinander vergleichen. Das perfekte Zusammenspiel von Anode, Kathode, Elektrolyt und Separator, aber auch das richtige Zelldesign, wird den wesentlichen Beitrag zur raschen Weiterentwicklung der Zellen liefern. Die Verdoppelung der Energiedichte und gleichzeitig der Reichweite bis 2030 hört sich dann ja auch gut an – aber leider sind zehn Jahre halt zehn Jahre.

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