eGo Life 60, Exterieur Paul Schüll
E.Go Life Fahrbericht
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E.Go Mobile

Neue Gesellschaft, neuer Chef, neuer Start

Der insolvente Aachener Elektroauto-Hersteller E.Go hat einen neuen Investor gefunden und will die Auto-Produktion in einer neuen Gesellschaft unter einem neuen Chef wieder aufnehmen. Sobald die Zulassung als Fahrzeughersteller für die neue Gesellschaft erteilt ist und die Lieferantenverträge umgestellt sind, sollen im Werk Aachen Rothe Erde wieder E-Go-Life-Modelle vom Band rollen..

Seit dem 2. April 2020 ist der Aachener E-Auto-Herstellers E.Go Mobile bereits zur Selbstsanierung in einem Schutzschirmverfahren. In dem eigenverwalteten Verfahren sollte E-Go sich neu strukturieren und auch seine Finanzen neu ordnen. Vom Stichtag 1. September 2020 übernimmt die "Next.E.Go Mobile SE" das gesamte Geschäft der E.Go Mobile AG einschließlich aller Tochtergesellschaften sowie deren Mitarbeitenden – wie es gesetzlich im Betriebsübergang nach § 613a BGB geregelt ist.

Das internationale Private-Equity-Unternehmen "Industrial nd Investments B.V." beteiligt sich neben dem Managementteam um Gründer Günther Schuh an dem deutschen Elektoautohersteller E.Go Mobile AG als Mehrheitsaktionär der Next.E.Go Mobile SE. Als CEO zeichnet Ulrich Hermann verantwortlich. Hermann war bis 31. März 2020 Chief Digital Officer im Vorstand der Heidelberger Druckmaschinen AG. Der Kaufvertrag wurde notariell beurkundet, der Kaufpreis nicht kommuniziert.

Günther Schuh und Ulrich Hermann
E-GO-Gründer Günther Schuh (li.) und neuer CEO Ulrich Hermann.

Umweltbonus führt zu Problemen

Seit Januar 2020 sucht der Aachener E-Auto-Hersteller E.Go Mobile händeringend frisches Kapital. "In den letzten Monaten haben wir viele aussichtsreiche Gespräche sowohl mit nationalen als auch internationalen Investoren geführt. Wir sind daher zuversichtlich, mit etwas mehr Zeit eine gute Lösung zu finden", so Günther Schuh, CEO der E.GO Mobile AG.

Der Hersteller des elektrisch angetriebenen Kleinstwagen E.Go Life kämpft unter anderem mit der Verzögerung bei der Produktion und der geplanten Erhöhung des Umweltbonus auf 6.000 Euro, wovon die Hersteller jeweils 3.000 Euro tragen sollen.

In einer ersten Reaktion hatte E.Go Anfang des Jahres die Grundpreise des sehr knapp kalkulierten Modells um jeweils 2.000 Euro angehoben, unter dem Strich bliebe damit der Erlös für E.Go pro verkauftem E-Go Life identisch zum vorherigen Status bei 4.000 Euro Umweltbonus. Bei der Hauptversammlung der E.Go Mobile AG am Jahresende 2019 wurde jedoch außerdem bekannt, dass zusätzliches Kapital notwendig sei.

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Fazit

Der E-Go Life war und ist eine gute Idee: Ein erschwinglicher Elektrokleinwagen für Pendler, das gab es zuvor nicht. Aber der Druck auf die Autohersteller, E-Autos zur Senkung des Flottenverbrauchs zu verkaufen, wanderte quasi 1:1 an E-Go weiter – in Form von höherwertigen Großserienautos zu vertretbaren Preisen, die zusätzlich mit der Umweltprämie teils unter das Niveau des E-Go-Wägelchens sanken. Zu allem Überfluss zahlen die Hersteller die Umweltprämie zur Hälfte selbst – zu viel für E-Go – bis jetzt. Der Neustart wird spannend.

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