Canoo
Canoo
Canoo
Canoo
Canoo 17 Bilder

Hyundai und Canoo

Koreaner kooperieren mit weiterem E-Auto-Startup

Erst Rimac, dann Arrival, nun Canoo: Hyundai will zusammen mit der kalifornischen Firma eine Skateboard-Architektur für künftige Elektroautos entwickeln.

Hyundai stellt sich in Bezug auf seine künftigen Elektroauto-Aktivitäten möglichst breit auf. Im Mai letzten Jahres gaben die Koreaner eine 80 Millionen Euro teure Kooperation mit dem kroatischen Startup Rimac Automobili bekannt (lesen Sie hier mehr zu den Hintergründen). Mitte Januar 2020 gab es dann die Ankündigung, 100 Millionen Euro in eine Zusammenarbeit mit dem britischen Unternehmen Arrival zu investieren (weitere Informationen dazu gibt es hier). Und nun gibt es die dritte Nachricht dieser Art: Hyundai tut sich mit dem kalifornischen Startup Canoo zusammen.

Canoo soll Skateboard-Plattformen entwickeln

Die Absicht hinter den Engagements ist jeweils vergleichbar: Wie mit Arrival auch wollen die Koreaner zusammen mit Canoo Plattformen für künftige vollelektrische Fahrzeuge der Marken Hyundai und Kia entwickeln. Dabei soll es sich um sogenannte Skateboard-Plattformen handeln. Skalierbare Elektro-Chassis also, die alle relevanten Antriebs-Komponenten bereits enthalten und mit Karosserien und Aufbauten verschiedenster Art kombiniert werden können.

02/2020, Canoo Skateboard-Plattform für Elektroautos
Hyundai Motor Group
In der Skateboard-Architektur von Canoo sind alle relevanten Antriebs-Komponenten bereits enthalten.

Hyundai soll von der Kooperation in Form standardisierter und damit einfacher sowie kostengünstiger Entwicklungsprozesse profitieren. Auch die Produktion soll auf diese Art simpler gestaltet werden, wodurch die Koreaner schneller auf sich ändernde Marktanforderungen und Kundenwünsche reagieren wollen. Der Konzern möchte auf Basis der Canoo-Plattform vom kleinen, massentauglichen Elektroauto, das in den Fahrzeugklassen L6/L7 antreten soll, bis zu Sonderanfertigungen allerlei E-Autos aufbauen. Außerdem soll das Skateboard die Voraussetzungen für autonome Fahrfunktionen bieten. Der geplante Kleinstwagen soll als Micromobil rein für den urbanen Verkehr ausgelegt sein und gegen Wettbewerber wie den Citroën Ami One antreten. Auch ein Mietmodell sein denkbar.

Canoo wurde von BMW-Managern gegründet

Wie viel Geld Hyundai die Kooperation kostet, ist bisher nicht bekannt. Der Konzern unterstreiche damit aber sein jüngstes Bekenntnis, in den nächsten fünf Jahren 87 Milliarden US-Dollar (knapp 80 Milliarden Euro) in Zukunfts-Technologien investieren zu wollen, heißt es in einer Mitteilung.

Canoo hatte im April 2019 angekündigt, 200 Millionen Dollar (etwa 183 Millionen Euro) an frischem Kapital auftreiben zu wollen. Damals hieß es, Verträge mit Zulieferern und Lieferanten stünden kurz vor der Finalisierung. Im Spätsommer stellte das Startup sein erstes Modell vor: Einen elektrisch angetriebenen Van, der jedoch nicht gekauft, sondern nur monatsweise gemietet werden kann und 2021 auf den Markt kommen soll (mehr dazu in diesem Artikel). Hinter Canoo stehen die ehemaligen BMW-Manager Ulrich Kranz als Vorstandvorsitzender und Stefan Krause als Aufsichtsrat. Auch Ex-Opel-Chef Karl-Thomas Neumann war zeitweise an Bord.

Umfrage

3808 Mal abgestimmt
Verfolgt Hyundai die richtige Elektroauto-Strategie?
Ja. Es ergibt Sinn, die Entwicklungslast möglichst breit zu streuen.
Nein. Es wäre sinnvoller, möglichst viele Kompetenzen im Haus zu bündeln.

Fazit

Während die deutschen Autohersteller ihre Entwicklungskompetenz nicht aus der Hand geben wollen und versuchen, ein Maximum an Elektro-Antriebs-Knowhow in-house zu bündeln, geht Hyundai einen anderen Weg. Die Koreaner suchen sich möglichst viele Entwicklungspartner, um die Verantwortung und Kosten zu teilen. Welches Modell sich am Ende durchsetzt, wird die Zukunft zeigen.

Auch interessant

Der neue Hyundai Santa Fe (2021) im Video
Der neue Hyundai Santa Fe (2021) im Video
2:41 Min.
Hyundai
Artikel 0 Tests 0 Baureihen 0 Videos 0
Alles über Hyundai
Mehr zum Thema Elektroauto
Erlkönig BMW i4
E-Auto
Mercedes A-Klasse Hybrid Smart Fortwo EQ Collage
Neuheiten
i-Mobility Rallye 2018
Alternative Antriebe