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Internationaler Absatz von E-Autos

China und USA hängen Deutschland ab

Während der Absatz von Elektroautos in China und USA auf Rekordwerte steigt, nimmt die E-Mobilität in Deutschland nur langsam Fahrt auf. Eine neue Studie zeigt: Die Zuwächse der Absatzzahlen sind im internationalen Vergleich sehr gering.

Oberflächlich betrachtet wächst der Markt für Elektroautos in Deutschland ziemlich stark. 2018 wurden hierzulande 68.000 Elektroautos (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV) verkauft, 14.000 beziehungsweise 24 Prozent mehr als im Jahr zuvor. In den Gesamtmarkt eingeordnet bleiben elektrifizierte Autos allerdings ein Nischenprodukt: Ihr Marktanteil wuchs dadurch gerade einmal von 1,6 auf 2,0 Prozent.

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China ist das internationale Zugpferd

Die Zahlen basieren auf einer Studie des Center of Automotive Management (CAM). Die kommt zu dem Schluss, dass der globale Wachstum der E-Mobilität mehr denn je durch China getrieben wird. Dort wurden 2018 insgesamt 1,255 Millionen Elektroautos verkauft, ein Zuwachs von 62 Prozent. Ihr Marktanteil stieg dadurch von 2,7 auf 4,5 Prozent. Die Gesamtzahl splittet sich auf 1,05 Millionen Pkw und 202.000 Nutzfahrzeuge auf. 75 Prozent waren reine Elektroautos, der Rest PHEVs. Etwa 95 Prozent der in China verkauften E-Fahrzeuge stammt aus einheimischer Produktion.

01/2019, CAM-Studie Elektroauto-Absatz 2018
Center of Automotive Management
China und dann lange nichts: der weltweite E-Auto-Absatz im Ländervergleich.

Auch die USA sind Deutschland auf dem E-Auto-Sektor weit voraus. Der Absatz wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 86 Prozent auf 361.000 Einheiten, was beim Marktanteil einen Sprung von 1,1 auf 2,1 Prozent bedeutet. Ausschlaggebend dafür war der CAM-Studie zufolge das Tesla Model 3, dessen Produktion inzwischen erfolgreich läuft. Hier liegt der BEV-Anteil bei etwa zwei Dritteln.

49,1 Prozent E-Auto-Marktanteil in Norwegen

Wichtigster europäischer E-Auto-Markt bleibt weiterhin Norwegen. Dort wuchs der Absatz von 62.000 auf 73.000 Autos, ein Plus von 18 Prozent. Beeindruckend ist der E-Auto-Marktanteil in dem skandinavischen Land; er erhöhte sich von 39,3 auf 49,1 Prozent. Fast die Hälfte aller neu zugelassenen Autos sind also E-Fahrzeuge. Der Anteil von BEV zu PHEVs beträgt hier 63 zu 37 Prozent.

01/2019, CAM-Studie Elektroauto-Absatz 2018
Center of Automotive Management
Bei den Marktanteilen liegt Norwegen klar vorn. Überraschend: Niederlande vor China.

Die Märkte Großbritannien (60.000 verkaufte E-Autos; plus 24 Prozent) und Frankreich (46.000; plus 23 Prozent) entwickeln sich ähnlich wie der deutsche. In Schweden erreichten sie 2018 einen Marktanteil von 8,1 Prozent, die Niederlande kommen auf 6,0 Prozent. Bezogen auf den weltweiten Absatz geht das CAM von 2,1 Millionen verkauften Elektroautos aus – 60 Prozent werden in China, 17 Prozent in den USA verkauft.

E-Auto-Markt erreicht 2020 stärkere Dynamik

Für 2019 geht das Institut von einem weiteren weltweiten Wachstum um 40 Prozent auf 2,7 Millionen verkaufte E-Autos aus – macht einen Wachstum beim Marktanteil von 2,4 auf 3,1 Prozent. Wobei China (1,6 Millionen; plus 27 Prozent) und die USA (480.000; plus 30 Prozent) die Zugpferde bleiben dürften. In Deutschland wird von einem höheren Wachstum ausgegangen. Dank neuer Modelle wie dem Tesla Model 3, Audi E-Tron Quattro und Mercedes EQC sollte es einen Zuwachs um 33 Prozent auf dann 90.000 verkaufte Elektroautos geben, wodurch der Martkanteil auf 2,9 Prozent wachsen dürfte.

Eine deutlich stärkere Dynamik wird für 2020 erwartet. Dann steigen Volumenhersteller wie Volkswagen in den Markt ein und greifen die neuen CO2-Grenzwerte der EU. Für 2025 gibt es ein optimistisches und ein pessimistisches globales Szenario: 23 Millionen (25 Prozent Marktanteil) oder nur elf Millionen (zwölf Prozent) jährlich zugelassene Elektroautos. „Die Dichte der Ladeinfrastrukturen in den Ländern ist dabei ein kritischer Einflussfaktor des Markthochlaufs“, sagt Studienleiter Stefan Bratzel.

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