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Mondauto mit Brennstoffzellenantrieb

Toyota will den Mond befahren

2029 soll das sechsrädrige Gefährt ins Weltall geschossen werden. Dort warten enorme Herausforderungen für den Geländewagen mit Brennstoffzellenantrieb, der zusammen mit Japans Raumfahrtbehörde entwickelt wird.

Toyotas Pläne, sich an Aktivitäten im Weltall zu beteiligen, werden konkreter. Nun erneuerte der Autohersteller seine Kooperation mit der einheimischen Raumfahrtbehörde Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA), um ein „Team Japan“ der Astronautik zu formen. Ziel der Zusammenarbeit soll es sein, ein bemanntes, unter Druck befindliches und geländegängiges Fahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb und sechs Rädern zu bauen, das 2029 ins All geschossen werden soll.

10.000 Kilometer elektrische Reichweite

01/2019, Hyundai Elevate Walking Car Concept
Tech & Zukunft

„Bemannte Rover mit druckdichten Kabinen sind ein Element, das eine wichtige Rolle bei der umfassenden Erforschung der Mondoberfläche spielen wird“, sagt JAXA-Präsident Hiroshi Yamakawa. Dafür vertraue man sehr auf Toyotas technische Fähigkeiten – genau wie der Hersteller selbst. Obwohl der Mond schwierig mit Energie versorgt werden kann, will Toyota eine Reichweite von über 10.000 Kilometern erreichen. Damit dürfte sich eine ziemlich große Mondregion erforschen lassen; der Durchmesser des Erdtrabanten beträgt 3.476 Kilometer – und damit nur gut ein Viertel der Erde.

Toyota will einen Brennstoffzellenantrieb verwenden, weil die Technik eine hohe Energiedichte und ein guter Wirkungsgrad auszeichnet. Welchen Energieträger man nutzen will, gaben die Japaner noch nicht bekannt. Brennstoffzellen können außer Wasserstoff auch andere Brennstoffe wie Methanol, Butan oder Erdgas in elektrische Energie umwandeln. Erste Bilder zeigen zudem eine üppig dimensionierte Photovoltaik-Anlage; Toyotas Rover dürfte also auch Sonnen- in elektrische Energie umwandeln können.

Sechs Meter lang, 13 Kubikmeter Platz

Mondauto Lunar Vehicle von Toyota
1:40 Min.

Einige Daten des Mondautos stehen bereits fest. Zum Beispiel die Ausmaße: Es ist sechs Meter lang, 5,20 Meter breit und 3,80 Meter hoch. Den im Normalfall zwei (in Notfällen vier) Insassen stehen 13 Kubikmeter Lebensraum zur Verfügung. Darin sollen sich Astronauten für gewisse Perioden aufhalten können, ohne Raumanzüge tragen zu müssen.

Die Anforderungen an ein Expeditionsfahrzeug für den Mond sind vielfältig, schließlich herrschen an dessen Oberfläche völlig andere Bedingungen als auf der Erde. Seine Gravitationskraft beträgt nur ein Sechstel, die Strahlung ist höher, die Temperaturen sind rauer, es gibt nur eine sehr dünne Atmosphäre und demzufolge fast keinen Luftdruck. Außerdem gibt es auf der Oberfläche viele Krater, Felsen und Hügel. Toyotas Mondauto soll diese Herausforderungen dank Technologien zum automatisierten und autonomen Fahren bewältigen.

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