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VW Power Day
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Porsche will Batterien mit Silizium-Anoden entwickeln

Porsche steigt in Zellforschung ein Super-Batterien für PHEV- und BEV-Sportwagen

Porsche will für elektrifizierte Hochleistungsfahrzeuge und Rennwagen Batterien mit Silizium-Anode entwickeln – für mehr Energiedichte, Temperaturfestigkeit und schnelleres Laden.

Porsche forscht an Hochleistungsbatterien mit Silizium- statt Graphitanoden, um eine noch höhere Energiedichte und bessere Schnellladefähigkeit zu erzielen. Das gab die Sportwagenmarke im Rahmen des Power Day des Volkswagenkonzerns am 15.3.2021 bekannt. Die neuen Batterien sollen in Europa entstehen und zunächst in Kleinserie in Hochleistungsfahrzeugen sowie im Kunden-Motorsport eingesetzt werden.

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Startschuss für Batteriezellforschung bei Porsche

"Die Batteriezelle ist der Brennraum von morgen", betonte Porsche-CEO Oliver Blume. Darum will Porsche systematisch Know-how auf dem Gebiet der Zellchemie für Hochleistungsbatterien aufbauen. "Unsere elektrifizierten Hochleistungssport- und Rennwagen stellen höchste Anforderungen an die Batterietechnologie. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, benötigt Porsche spezielle Hochleistungszellen. Silizium hat hierfür großes Potenzial" so Oliver Blume. Silizium- statt wie bislang Graphitanoden, neue Elektrolyte und Additive erlauben den Betrieb auch bei Temperaturen über 75 Grad Celsius, so Porsche. Das sei vor allem für Rennstreckeneinsätze wichtig, wo die aktuell möglichen 55 Grad sich in Extremsituationen performancemindernd bemerkbar machen. Zudem erhöhe Silizium die Energiedichte und verbessere die Energierückgewinnung sowie die Schnellladefähigkeit.

Aion V GAC
Alternative Antriebe

Die innovativen Hochleistungsbatterien auf Silizium-Basis sollen zunächst in Kleinserien in Hochleistungsfahrzeugen und im Kunden-Motorsport eingesetzt werden. Von der Technologieerfahrung sollen aber auch die Volumen- und Leistungszellen profitieren. Zur Herstellung der Hochleistungsbatterien will Porsche eine komplett europäische Produktionskette aufbauen – dabei hilft dem Sportwagenbauer, dass er keine großen Stückzahlen braucht und bei den Kosten nicht auf den letzten Euro schauen muss.

Porsche Taycan Batterie
Porsche
Porsche leistet sich im Taycan eine aufwendige Batterie mit Aussparungen für den Fußraum im Fond.

Scheller Laden statt weiter schleichen

Leistungsfähige Batterien passen zur Porsche-Philosophie, weite Reisen eher durch schnelles Laden, denn durch Batterien mit besonders hoher Kapazität und entsprechend hohem Gewicht zu ermöglichen – den letzteres passt nicht zu einem besonders dynamischen Fahrerlebnis auch auf Rennstrecken.

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Mit der Einschätzung, dass die Batteriezelle der Brennraum von morgen ist, ist Porsche-Chef Blume nicht allein. Der Sportwagenhersteller tut gut daran, sich Kompetenz für Hochleistungsbatterien aufzubauen, auch wenn im Konzern jede Menge Batterieentwicklung stattfindet (siehe Bildergalerie zum Powerday). Denn früher haben die Zuffenhausener ja auch nicht den EA888 aus dem Konzernregal genommen, sondern ihren Sechszylinder-Boxer selbst weiterentwickelt.

Dass es allerdings noch zu früh ist, überhaupt einen Zeithorizont für die Entwicklung der Batterien mit Silizium-Anode anzugeben, kann man durchaus kritisch sehen. Andererseits: Bei den Verbrennern hat Porsche ja auch mit VW-Technik angefangen.

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