E-Auto Rabatte Arturo Rivas

Bis zu 25% Rabatt möglich

So kommen Sie günstig an ein Elektroauto

Fahrzeuge mit Elektroantrieb sind längst keine Zukunftsmusik mehr, sie sind in den Autohäusern angekommen. Wer alle Rabatte des Handels klug kombiniert, muss kaum mehr zahlen als für ein herkömmliches Modell.

Lange schien es so, als könne den klassischen Automarkt nichts erschüttern – seine Beständigkeit war einzigartig. Doch dann kam der Abgas-Skandal, der quasi über Nacht die gesamte Mobilität in Deutschland auf den Kopf stellte und bei vielen die Hoffnung schürte, dass die Autobranche nun auf die Förderung der E-Mobilität setzen würde.

Doch noch richten sich die Hersteller nicht konsequent auf die Stromer aus. Bei Audi können sich die Kunden bislang nur im Internet registrieren, um einen der ersten e-tron zu bekommen. Bei Mercedes, immer noch völlig abhängig vom Verbrennergeschäft, werden Kunden beim Besuch der Homepage nicht sofort auf die E-Modelle aufmerksam gemacht. Nicht viel anders sieht es bei BMW aus. Renault ist da eine der wenigen Ausnahmen: Die Franzosen unterbreiten für den elektrischen Zoe auf ihrer Internetseite günstige Leasing-Konditionen.

Tesla Model Y
Alternative Antriebe

Solche Angebote für E-Autos geraten zurzeit ein wenig aus dem Blick. Dabei werden die Fahrzeuge mit alternativem Antrieb den Kunden nicht anders schmackhaft gemacht als herkömmliche Modelle. Vor allem Rabatte auf den Listenpreis sollen die Autofahrer zum Kauf bewegen. Wie eine auto motor und sport-Auswertung zeigt, investiert die Branche dafür viel. Die Preisvorteile nähern sich einem Niveau an, das die Marken bei Modellen mit Verbrennungsmotoren bieten. Für die sind derzeit im Durchschnitt 20 Prozent Abschlag möglich, während E-Autos bei 16 Prozent liegen. In der Spitze können Kunden bis zu 25 Prozent Nachlass für einen Stromer aushandeln.

Hinter diesen Angeboten verstecken sich nicht immer nur Tageszulassungen, die Rabatte gleich mal über die 20-Prozent-Marke hieven. Bei einigen Herstellern setzt der Handel für Kunden mit einem Altdiesel die Umweltprämie ein. Außerdem gibt es verschiedene Bonussysteme, etwa für Umsteiger von Fremdmarken oder jene, die einen Gebrauchten in Zahlung geben. Auch der Umweltbonus für E-Autos, den sich Hersteller und Bund teilen, treibt die Rabatte nach oben. Für rein elektrische Modelle gibt es 4.000, für Plug-in-Hybride beträgt der Zuschuss 3.000 Euro. Wichtig: Der Listenpreis ohne Mehrwertsteuer muss unter 60.000 Euro liegen.

Rabatte und günstige Finanzierungen nutzen

Trotz der Rabatte sind E-Autos für die meisten immer noch zu teuer. Eine Alternative sind dann Finanzierungen. Da die Kreditzinsen im Keller sind, lohnen sie sich jetzt besonders – vor allem, wenn sie mit dem Umweltbonus und weiteren Rabatten kombinierbar sind.

VW e-Golf, Exterieur
Achim Hartmann

Auf diese Weise lässt sich der 35.900 Euro teure VW e-Golf über vier Jahre für 330 Euro im Monat leasen. Volkswagen setzt auf die Förderung noch zehn Prozent Rabatt drauf, was unterm Strich eine Ersparnis von 21 Prozent ergibt und eine Anzahlung überflüssig macht. Ähnliche Abschlüsse sind auch bei anderen Marken möglich. Bei Nissan etwa kann der Kunde somit den geräumigen und alltagstauglichen Leaf bereits für 286 Euro im Monat bekommen, bei Smart den Fortwo EQ sogar für 174 Euro. Diese Bei- spiele zeigen, dass E-Fahrzeuge in der Finanzierung nicht mehr viel teurer sind als konventionell angetriebene Autos. Ein VW Golf 2.0 TDI Comfortline etwa ist mit allen Rabatten und ohne Anzahlung gerade einmal 90 Euro im Monat günstiger als die E-Variante.

Ein weiterer Spareffekt liegt bei den Batterien der Fahrzeuge. Da sie zu den teuersten Posten bei E-Autos gehören, bieten die Hersteller den Akku immer mal wieder mit einem Mietvertrag an. Renault praktiziert dieses Konzept sogar bei allen seinen Elektro-Pkw-Modellen, und das aus gutem Grund: Beim Kleinwagen Zoe zum Beispiel spart der Privatkunde, wenn er weniger als 10.000 Kilometer im Jahr fährt, pro Monat mit der Batteriemiete mehr als 100 Euro Rate. Die Fahrzeugbranche wird immer kreativer, wenn es darum geht, E-Autos attraktiv zu machen.

Rabatte für Hybrid- und E-Autos

Modelle Listenpreis ab Rabatt in Prozent bis zu Rabatt in Euro bis zu
BMW i3 37.550 10 3.755
BMW i8 138.000 15 20.700
BMW 225xe Active Tourer 39.650 25 9.913
BMW 530e iPerformance 56.000 21 11.760
BMW 740e iPerformance 97.900 18 17.622
Hyundai Ioniq Plug-in-Hybrid 29.900 15 4.485
Hyundai Ioniq Elektro 33.300 13 4.329
Hyundai Kona Elektro 34.600 13 4.498
Jaguar I-Pace EV400 S 78.240 7 5.477
Kia Niro Hybrid 32.750 17 5.568
Kia Soul EV 29.490 13 3.834
Range Rover P400e Plug-in-Hybrid 120.000 17 20.400
Range Rover Sport P400e Plug-in-Hybrid 88.000 17 14.960
Mercedes E 350 e 59.917 8 4.793
Mercedes GLC 350 e 53.110 8 4.249
Mercedes GLC 350 e Coupé 58.227 8 4.658
Mercedes S 560 e 93.385 8 7.471
Mini Countryman Cooper S E 37.500 25 9.375
Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid 37.990 19 7.218
Nissan Leaf 31.950 17 5.432
Porsche Cayenne Plug-in-Hybrid 89.822 8 7.186
Renault Zoe 21.900 24 5.256
Smart Forfour EQ 22.600 16 3.616
Smort Fortwo EQ 21.940 16 3.510
Tesla Model S 71.999 3 2.160
VW e-Golf 35.900 21 7.539
VW e-Up 26.900 21 5.649
Volvo S90 Plug-in-Hybrid 68.250 21 14.333
Volvo V90 Plug-in-Hybrid 71.300 21 14.973
Volvo XC60 Plug-in-Hybrid 70.450 21 14.795
Volvo XC90 Plug-in-Hybrid 73.750 22 16.225

Beispielrechnung: Batteriemiete Renault Zoe – mehr als 100 Euro Differenz im Monat

Das Rechenbeispiel beim Renault Zoe mit dem 22-kWh-Akku veranschaulicht, dass sich die Batteriemiete lohnt: Bei einem Ratenkredit über vier Jahre inklusive Rabatt und Umweltbonus von 5.000 Euro zahlen die Kunden gegenüber dem Batteriekauf über 100 Euro im Monat weniger. Der Vorteil schrumpft aber mit der Fahrleistung: Bei 7.500 km pro Jahr berechnet die Marke 59 Euro monatlich an Batteriemiete, ab 10.000 km sind es 69 Euro und ab 20.000 km sogar 109 Euro.

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