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Teslas neue Batterien

Geheime Entwicklung von Zellenfertigung

Tesla arbeitet intensiv an der nächsten Generation seiner Batterien. Diese sollen deutlich mehr Energie speichern können und wesentlich günstiger sein.

Akkus kann Tesla – schließlich waren die Kalifornier diejenigen, die als Erste Lithium-Ionen-Akkus für Autos herstellten und damit erträgliche Reichweiten ermöglichten. Bestanden die Batterien beim Tesla Roadster noch aus tausenden Laptop-Akkus, gibt es längst eigens für Autos gefertigte Lithiumionen-Speicher. Die haben inzwischen viele Hersteller, aber die Hochvolt-Speicher von Tesla gelten aktuell immer noch als führend. Jetzt sickern erste Informationen zur nächsten Tesla-Akkugeneration durch.

Fortschritt durch Unternehmenskauf

Einen großen Entwicklungsschritt in Sachen Batterien dürfte Tesla wegen des Zukaufs von Maxwell Technologies aus dem kalifornischen San Diego machen. Maxwell baut Superkondensatoren und forscht intensiv an einer Trockenelektrodentechnologie. Laut Maxwell sind mit dieser Technologie in Prototyp-Batterien bereits Energiedichten von 300 Wattstunden pro Kilogramm möglich. In Zukunft sollen mehr als 500 Wattstunden pro Kilogramm speicherbar sein. Außerdem sollen bei Trockenelektroden die Herstellungskosten um zehn bis 20 Prozent geringer sein als bei den von Tesla aktuell eingesetzten Nasselektroden. Als weiteres Plus stellt Maxwell eine Verdopplung der Batterielebensdauer in Aussicht.

Mercedes EQ Batterie Modul - Electric Vehicle Symposium 2017 - Stuttgart - Messe - EVS30
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Die Batterie ist das mit Abstand wichtigste und aktuell teuerste Bauteil eines Elektroautos (hier der Hochvolt-Akku des Mercedes EQC).

Eigene Zellenfertigung geplant

Außerdem gibt es Gerüchte um eine eigene Batteriezellen-Fertigung von Tesla. Bisher belieferte der japanische Hersteller Panasonic die Kalifornier mit Zellen – für Model S und X kommen diese aus Japan, für das Model 3 entstehen die Zellen in der Gigafactory 1 im US-Bundesstaat Nevada. Die Gigafactory 1 betreiben Panasonic und Tesla gemeinsam. Dabei kam es in letzter Zeit zu gewaltigen Verwerfungen: Panasonic war anscheinend von den Absatzzahlen Teslas enttäuscht und befürchtete zusätzlich, dass Tesla die Batterieproduktion nicht zukunftssicher ausbaut. Insbesondere die Akkuversorgung des für Herbst 2020 angekündigten Model Y sah Panasonic-Chef Kazuhiro Tsuga gefährdet. Panasonic hat vorerst seine Investitionen in die Gigafactory 1 gestoppt. Möglicherweise möchte Tesla mit einer eigenen Zellenproduktion von den Japanern unabhängig werden.

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Tesla ist bei der Hochvolt-Speichertechnologie für Elektroautos führend – und diesen Vorsprung möchten die Kalifornier verteidigen. Dafür könnte der Kauf von Maxwell Technologies ein entscheidender Schritt sein – es kommt darauf an, wie weit die Speicherspezialisten in San Diego wirklich mit ihrer Trockenelektrodetechnologie sind.

Um eine eigene Zellenfertigung drücken sich bisher viele Autobauer. Tesla scheint aber von seinem Zulieferer Panasonic unabhängiger werden zu wollen und forscht deshalb auch auf diesem Gebiet.

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