VW wird elektrisch Volkswagen

Die VW-ID.Modellfamilie

Diese Stromer gehen in Serie

Bis zum Jahr 2028 will Volkswagen 22 Millionen Elektroautos gebaut haben. Noch 2019 geht es mit dem ID.3 los, weitere Elektro-VW stehen kurz vor dem Start.

Muße hatten Entwickler und Designer nicht in den letzten Jahren. Immer wieder zeigte VW Studien elektrisch angetriebener Autos, die mehr als Fingerübungen waren: Sie verdeutlichen Highlights des Modularen Elektrobaukastens MEB wie etwa Head-up-Displays, in denen reale Umgebung und künstliche Realität verschmelzen, Technologien fürs autonome Fahren sowie neue Designansätze und Innenraumkonzepte. Alles weit weg? Nein. Die Ära vollelektrischer Serien-VW mit Familiennamen ID. steht kurz bevor.

SUV Roomzz zuerst in China

Doch erst einmal ins Jahr 2021: Dann wird in China ein SUV der Touareg-Klasse in Serie gehen, den die auf der Auto Show in Shanghai vom Volkswagen-Vorstandsvorsitzenden Herbert Diess enthüllte Studie Roomzz vorwegnimmt. Die hat in zwei Reihen vier Einzelsitze, die individuell dreh- und neigbar sind – bis zur Liegeposition. Automatisiertes Fahren auf Level 4 soll ab etwa 2025 möglich sein, derweil kann der Fahrer hinter dem großen Glaspanel-Cockpit lesen oder mit den Mitreisenden reden. Hierzu lassen sich alle Sitze um 25 Grad nach innen drehen.

Ein 77 kWh großer Akku soll dem Roomzz nach WLTP 450 Kilometer Reichweite bescheren. Zwei E-Motoren mit zusammen 306 PS ermög- lichen den Sprint von 0 auf 100 km/h in 6,6 Sekunden, die Spitze ist bei 180 km/h limitiert.

Volkswagen - Auto China 2019
Volkswagen AG
Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess am ID. Roomzz.

Luxus-Limousine Vizzion

Diesen elektrischen 4Motion-Allradantrieb mit 306 PS trägt auch die Limousinen-Studie Vizzion von 2018 unter ihrer über fünf Meter langen Karosserie. 3,10 Meter Radstand bescheren ihr einen extrem luftig geschnittenen Innenraum, der durch gegenläufig öffnende, elektrisch betriebene Türen zugänglich ist. Dieses Türkonzept dürfte 2022 nicht in Serie gehen, denkbar ist aber etwas später durchaus ein Kombi. Schließlich ist der Passat Variant in Europa ja ein Dauerbrenner.

VW I.D. Crozz II
VW
Wie die Studie von 2017 wird das Serienauto ID. Crozz ein gut 4,60 Meter langes SUV-Coupé sein.

Mit dem ID. Crozz gab VW schon 2017 einen Ausblick auf ein SUV-Coupé, das ab Ende 2020 verkauft werden soll. Die Serienversion dürfte gut 4,60 Meter lang sein und einen großzügig geschnittenen Innenraum sowie Platz für rund 500 Liter Gepäck bieten. Zwei E-Motoren bringen 306 PS ins Spiel, mit einer 77-kWh-Batterie sollen 500 Kilometer Reichweite nach WLTP möglich sein. Umfassende Vernetzung und – nicht direkt zum Verkaufsstart – das automatisierte Fahren sind vorgesehen, neuartige Bedienelemente wie etwa berührungsempfindliche Flächen in den Türen könnten tatsächlich in Serie gehen.

Produktionsstart im Winter

Bevor ID. Crozz & Co. in den Verkauf gehen, wird VW sicher schon einige Zehntausend ID.3 verkauft haben. So heißt das momentan kleinste, bislang Neo genannte Mitglied der E-Familie, das kompakter als ein Golf, aber geräumiger als dieser sein wird. Mit reinem Heckantrieb wird der ID.3 in mehreren Leistungsstufen und mit drei Akkugrößen für über 500 Kilometer Reichweite lieferbar sein. Online-Vorbestellungen sind seit dem 8. Mai möglich.

Wenn das nicht passt: Für viele Nostalgiker und Ex-Blumenkinder hat ein VW-Bus den Motor hinten – und genau dort wird der ID. Buzz seinen Elektroantrieb haben, wenn er spät im Jahr 2022 in Serie geht. Die Karosserie mischt Reminiszenzen an den legendären T1 mit der modernen Designsprache der ID.-Familie. Dank der gestreckten MEB-Plattform sitzen die großen Räder weit an den äußeren Ecken. Bis zu acht Sitze wird der Buzz haben – und dank eines über 100 kWh großen Akkus alltagstaugliche Reichweiten zwischen den Ladepausen, die er dank Schnellladefähigkeit in kurzer Zeit absolviert.

VW wird elektrisch
Volkswagen
Der Buzz kombiniert ihn mit Style, Variabilität, unverschämt viel Charme und großer Reichweite.

Rennlabor, MEB für Dritte

Nicht auf der Straße sehen werden wir den ID. R, das schnellste Elektro-Testlabor von VW. Als Image-Booster stellte der 680 PS starke ID. R Pikes Peak indes 2018 auf der legendären Bergrennstrecke einen Allzeitrekord auf. Der schnellste Benziner ever war 16 Sekunden langsamer. Demnächst soll er die Nordschleife rocken.

Und der ID. Buggy? Er könnte vom Aachener E-Start-up e.Go Mobile kommen, das als Erster den MEB außerhalb der VW-Welt nutzen darf.

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