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Clevere Idee

70 neue Elektromodelle auf MEB-Basis

Der Technologiebaukasten MEB soll Volkswagen in die Zukunft der Elektromobilität tragen. Bis 2028 kommen 70 neue Modelle auf den Markt.

Auf der ersten Generation des Modularen Querbaukastens MQB wurden im Volkswagen-Konzern mittlerweile über 55 Millionen Diesel, Benziner und Hybride gebaut. Eine ähnliche Karriere soll auch der neue MEB machen, der Modulare Elektroantriebs-Baukasten für die ID.- Familie von VW und Konzernmarken-Derivate. Er vereinigt in sich alle Antriebs- und Fahrwerkskomponenten für die Stromer der Zukunft und ist hochvariabel. Der MEB taugt für Fahrzeuge von der Kompaktklasse über Limousinen, Kombis und Vans bis hin zu SUV mit fünf Metern Außenlänge und mehr als drei Metern Radstand. Radgröße, Spurweite, Leistung und Antriebskonzept (Heck- oder Allradantrieb) sind flexibel kombinierbar, die Batterie im Fahrzeugboden ist skalierbar, das heißt: in ihrer Größe dem Fahrzeug und dem Kundenwunsch anpassbar.

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Volkswagen AG
„Der MEB ist das wohl wichtigste Projekt in der Geschichte von Volkswagen, ähnlich wie der Übergang vom Käfer zum Golf“, schätzt Thomas Ulbrich, Volkswagen- Markenvorstand für E-Mobilität, die Bedeutung des MEB ein.

1. Heckantrieb

Beim MEB treibt standardmäßig ein permanenterregter Synchronmotor die Hinterräder an. Er sitzt mitsamt der Leistungselektronik und einem Einganggetriebe an einem Hilfsrahmen im Heck des Autos. Die Motoren wird es in verschiedenen Leistungsstufen geben, 150 kW (204 PS) sind momentan der Topwert.

Die Leistungselektronik steuert den Hochvolt-Energiefluss zwischen Motor und Batterie und wandelt dabei den in der Batterie gespeicherten Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC) um. Zugleich versorgt ein DC/DC-Wandler das 12-Volt-Netz der Bordelektronik. Der E-Motor, der im Schubbetrieb als Generator fungiert, das Getriebe und die Leistungselek-tronik bilden eine kompakte Einheit. Das führt zu Vorteilen beim Packaging und erleichtert die Montage.

2. Allradantrieb

Der MEB ist auch für einen optionalen Allradantrieb ausgelegt. Hierfür wird an der McPherson-Vorderachse ein zweiter Elektromotor mitsamt Einganggetriebe installiert. Er teilt sich dort den Platz mit Zusatzaggregaten wie etwa der elektrisch angetriebenen Klimaanlage samt Kühler, Heizung und Steuergeräten sowie künftig einer Vorrichtung für das induktive Laden.

Standardmäßig fahren die Allradler der ID.-Familie mit reinem Heckantrieb, der Vorderradantrieb wird bei Bedarf elektronisch gesteuert zugeschaltet oder kann vom Fahrer angewählt werden. Momentan sind maximal 75 kW Motorleistung an den Vorderrädern vorgesehen (102 PS). In Kombination mit dem stärksten Motor an der Hinterachse ergibt sich so eine Gesamtleistung von 306 PS. Für eindrucksvolle Instant-Beschleunigung ist in jedem Fall gesorgt: Schon 125 kW (170 PS) des Heckmotors sollen genügen, um den ID.3 in unter acht Sekunden auf 100 km/h zu pushen. Die Geschwindigkeit wird je nach Modell und Konfiguration bei 160 oder 180 km/h abgeregelt

3. Batterie

Für den MEB hat Volkswagen ein neues Batteriesystem entwickelt. Es verfügt an der Unterseite über einen Auffahrschutz, das darüberliegende Aluminiumgehäuse beherbergt in einem Crashrahmen nicht nur die Batteriezellen, sondern auch die Batteriekühlung und eine Anschlussbox für das Hoch- und Niedervolt-Bordnetz. Weitere Steuer- elektronik für die Lithium-Ionen-Akkus ist im hinteren Teil der Batterie sowie im Gehäuselängsträger integriert.

Die etwa 14 Zentimeter hohe Batterie kann flexibel mit prismatischen oder Pouch- Zellen bestückt werden. Sie ist in mehreren Speichergrößen lieferbar, die nutzbare Nettokapazität reicht von 45, 58 und 77 bis über 100 kWh. Ab etwa 2025 plant Volkswagen den Einsatz von Feststoffzellenakkus, die bei weniger Gewicht mehr Speicherkapazität bringen werden.

4. Steckdose

Serienmäßig werden alle MEB-Fahrzeuge per Typ-2-Stecker mit maximal 11 kW Wechselstrom geladen. Wahlweise lässt sich die Batterie auch per CCS-Schnellladestecker dreiphasig mit 125 kW Gleichstrom laden.

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