5/2019, Easelink induktives Laden Easelink

Automatisiertes Laden von Elektroautos

Nebenbei Laden mit Blockchain-Technologie

Das Elektroauto parkt, der Fahrer kauft ein oder erledigt Bankgeschäfte. Und wenn er zurückkommt, ist der Akku nachgeladen, ohne das ein Kabel angesteckt oder eine App bedient werden muss. Die Blockchain macht es möglich.

Für den Alltag mit einem Elektroauto müssen sich dessen Nutzer umgewöhnen. Zuhause, am Arbeitsplatz oder unterwegs bedarf es einer Kabelverbindung zum Stromanschluss, damit die Batterien des Fahrzeugs nachgeladen werden können. Das eigene Ladekabel liegt meist im Kofferraum. Leider auch, nachdem es im Regen oder Schneematsch nass und schmutzig wurde.

Kabelloses Laden ist ein nächster Schritt für mehr Komfort und einfache Handhabung von Elektroautos. Eine Arbeitsgruppe hat eine Ladeplatte jetzt zusätzlich mit einer Technologie für das automatische Bezahlen kombiniert. Somit muss weder ein Kabel eingesteckt noch eine App im Smartphone geöffnet oder aktiviert werden.

Automatisiertes Laden

Das österreichischen Unternehmens Easelink hat gemeinsam mit den Blockchain-Spezialisten von Lab 10 Collective und dem selbsternannten Innovationslabor Act4.Energy die „Matrix Charging“ genannte Ladetechnologie mit einem Zahlsystem auf Basis der Blockchain-Technologie kombiniert.

Sobald das mit „Matrix Charging“ ausgestattete Auto auf einem entsprechenden Parkplatz zum Stehen kommt, verbindet sich ein im Fahrzeug verbautes Verbindungsstück mit der am Boden installierten Ladeplatte. Dann wird ein konduktiver Ladevorgang gestartet. Im Vergleich zum induktiven Laden können die Akkus des Autos damit schneller geladen werden, ohne dass jedoch ein Kabel eingesteckt wird.

Über das Smartphone des Fahrers wird das Auto identifiziert. Der Ladevorgang startet automatisch und läuft so lange, bis das Elektroauto wieder bewegt wird.

Diese einfache Lösung des Nachladens ohne weiters Zutun des Fahrers dürfte vor allem beim Kurzzeitparken vor dem Supermarkt, dem Bäcker oder der Postfiliale schnell zur Gewohnheit werden. Über einen Vertrag mit dem entsprechenden Dienstleister bekäme der Kunde zum Beispiel eine monatliche Abrechnung mit der Übersicht aller Ladevorgänge, auf die Rechnung muss also gewartet werden. Mit der von lab 10 beigesteuerten Blockchain-Technologie ist die Abrechnung schon nach wenigen Sekunden sichtbar, zudem ist das System ohne zwischengeschaltete Dienstleister für Nutzer und Anbieter günstiger zu realisieren.

Autohersteller arbeiten am induktiven Laden

„Wir möchten Laden während jedes Parkvorgangs ermöglichen und das vollkommen unbemerkt vom Fahrzeug-Nutzer“, sagt Easelink-Gründer Hermann Stockinger. „Dadurch eröffnen sich völlig neue Ansätze im Bereich der urbanen Elektromobilität und Smart Cities.“

Firmen wie Easlink könnten, zum Beispiel als Partner von Parkhausbetreibern, Stellplätze mit der Technologie für das automatisierte Laden und die Abrechnung ausstatten. Aber auch die Elektroautos benötigen eine entsprechende Vorrüstung. Erste Automobilhersteller haben bereits eigene Lösungen präsentiert. Für den BMW 530e Plug-in-Hybrid ist eine induktive Lademöglichkeit für die heimische Garage im Zubehör erhältlich.

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Unrealistische Zukunftsmusik. Das erscheint mir viel zu kompliziert und unsicher.
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