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Elektroautos und Ladeverluste: So viel Strom geht flöten

Elektroautos und Ladeverluste So viel Strom geht flöten

Beim Aufladen des E-Autos kommt nicht der gesamte Strom in der Batterie an. Doch wie hoch sind die Ladeverluste und welche Unterschiede gibt es zwischen Haushaltssteckdose und Wallbox?

Der ADAC hat nachgemessen und große Unterschiede und teils massive Ladeverluste festgestellt. Neben dem Aufladen an der Steckdose mit 2,3 Kilowatt können E-Auto-Besitzer an ihrer Wallbox mit bis zu elf kW – in einigen Fällen sogar mit 22 kW – laden. Dazu gibt es noch die Möglichkeit, an der Wallbox mit reduzierter Ladeleistung zu operieren. Letzteres kann vorkommen, wenn mehrere Fahrzeuge aufgeladen werden oder Strom aus der Photovoltaik-Anlage verwendet wird.

Vier E-Autos im Test

Für den Test hat der Autoclub vier Modelle herangezogen: Renault Zoe, VW ID.3, Tesla Model 3 sowie Fiat 500e. Den höchsten Ladeverlust gibt es beim Renault Zoe an der Steckdose mit 24,2 Prozent.

ADAC Ladeverluste
ADAC

Bei allen vier Testfahrzeuge fallen die Messergebnisse zugunsten der Wallbox aus. Den geringsten Ladeverlust schafft der Fiat 500e an der Elf-kW-Wallbox mit lediglich 6,3 Prozent.

Ladeverluste an der Steckdose


Für das Laden an der Haushaltssteckdose muss das On-Board-Ladegerät den Wechselstrom in Gleichstrom umwandeln. Schon hier entstehen Ladeverluste. Dazu verbraucht noch das Zwölf-Volt-Bordnetz Storm, da während des Ladens diverse Steuergeräte aktiv sind. So benötigen die Komponenten für die Steuerung des Ladevorgangs zwischen 100 und 300 Watt.

ADAC Ladeverluste
ADAC

Auch die Zuleitung zur Steckdose kann zu den Verlusten beitragen, nach Aussage des ADAC sind bis zu vier Prozent Verlust möglich und auch zulässig. Nur geringe Auswirkungen haben indes Hausverteiler, Ladekabel, Hochvolt-Kabel und -Batterie im Auto. Insgesamt summieren sich die Ladeverluste an der Haushaltssteckdose auf zehn bis 30 Prozent.

Ladeverluste an der Wallbox


Hier ist die Ladeleistung höher und erfolgt dreiphasig. Die Zuleitung ist stärker ausgelegt, trotzdem fallen Ladeverluste bei der Umwandlung im On-Board-Ladegerät an.

ADAC Ladeverluste
ADAC

Da der Akku über die Wallbox schneller geladen wird, sind auch die Betriebszeiten der Nebenverbraucher kürzer. Entsprechend summieren sich die Ladeverluste an der Wallbox auf fünf bis zehn Prozent.

Wie kann man Ladeverluste vermeiden?

Je höher die Ladeleistung, desto kürzer der Ladevorgang und umso geringer die Verluste. So empfiehlt der ADAC, das E-Auto an der Wallbox mit maximaler Ladeleistung aufzuladen. Dabei macht der Ladehub kaum einen Unterschied – also ob zum Beispiel der Akku um 20 oder um 50 Prozent aufgeladen wird. In konkreten Zahlen bedeutet dies: Würde man konsequent den Renault Zoe an der Wallbox laden, gibt es 14,3 Prozent weniger Ladeverluste. Bei der Stromrechnung ließen sich damit bei einer Fahrleistung von 10.000 Kilometer 120 Euro im Jahr sparen. Übrigens: Beim Laden an der öffentlichen Säule erfolgt die Stromumwandlung nicht im Fahrzeug, sondern in der Ladesäule. Die Ladeverluste entstehen also beim Betreiber. Allerdings frisst die Temperierung eines zu heißen oder zu kalten Akkus hier zusätzlich Strom.

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Fazit

Die Ladeverluste an der Haushaltssteckdose sind im Vergleich zur Wallbox höher. Der ADAC fordert daher die Hersteller auf, die anfallenden Ladeverluste transparent darzustellen, die Effizienz von On-Board-Ladegeräten zu verbessern und das Zwölf-Volt-Bordsystem während eines Ladevorgangs auf ein absolutes Minimum herunterzufahren. Besonders beim AC-Laden besteht deshalb großes Potenzial, Energie einzusparen – auch, weil diese Ladeform sehr häufig genutzt wird.

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Der Hersteller überprüft Akkus und tauscht gegebenfalls schadhafte Zellen.

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