Erlkönige des Monats Juli 2020 Stefan Baldauf
Erlkönig Mercedes C-Klasse T-Modell
Erlkönig Mercedes-AMG G 63 4x4²
Erlkönig Mercedes-AMG G 63 4x4²
Erlkönig Mercedes EQC Crossover 40 Bilder

Erlkönige des Monats Juli 2020

Geheim-Duell Mercedes gegen BMW

Die Autoindustrie testet ihre Zukunftsmodelle bevorzugt im Geheimen – wir haben sie dabei gestört. Im Juli 2020 sind uns viele Modelle exklusiv vor die Linse gefahren. Wir zeigen Ihnen, was Sie eigentlich nicht sehen sollten.

Mercedes und BMW liefern sich in diesem Monat ein Erlkönig-Duell. Beide Hersteller sind mit sechs beziehungsweise fünf Prototypen am Start. Allerdings zeigen die Stuttgarter mit Ihren Erlkönigen deutlich mehr Diversität. Die Bayern können dafür eines: Niere.

Internes Mercedes-Duell: S-Klasse vs EQS

Bei Mercedes geht es gleich mit einem internen Duell los: S-Klasse gegen EQS. Die S-Klasse steht kurz vor der Enthüllung, ist optisch leicht aber erkennbar überarbeitet und zeigt unter der Haube die gesamte Innovationskraft der Stuttgarter. Das überarbeitete MBUX-Infotainment-System ist ebenso am Start wie ein Headup-Display mit Augmentend Reality, Mega-Zentral-Bedienschirm und 3D-Display. Dazu gesellen sich noch Sicherheitsausstattungen u.a. mit einem neuen Airbag-System und einem überarbeiteten Pre-Safe für Seitencrashs. Allradlenkung, hydropneumatischen Fahrwerk, 360-Grad-Kameras und allerlei Assistenzsystem-Gedöns kommen dazu. Ach ja, und fahren soll die neue S-Klasse auch können – Mildhybrid und Plugin-Hybrid gibt es und weiterhin den V12.

Das Cockpit der zukünftigen S-Klasse im Video
6:45 Min.

Mit dieser schon fast archaischen Motorisierung will der EQS natürlich nichts zu tun haben. Hier geht es ab 2021 zwar auch um Luxus, aber eben vollelektrisch. Das Flaggschiff der EQ-Baureihe soll 700 Kilometer Reichweite haben, Allradantrieb über zwei E-Motoren und deutlich über 400 PS.

EQC oder C-Klasse?

Apropos EQ: Auch der EQC wurde von unserem Erlkönig-Jäger erwischt. EQC? Gibt es doch schon! Jein, der aktuelle SUV steht noch auf der Übergangsplattform EVA I, das neue EQC-Modell zieht auf die EVA II-Plattform um. Dabei verpasst Mercedes ihm eine Crossover-Karosse. Vermutlich läuft dieses Modell dann parallel zum bekannten GLC bis zu dessen Produktionsende.

Erlkönig Mercedes EQS
E-Auto

Doch Mercedes hat noch mehr in diesem Monat in der Erlkönig-Pipeline. So konnten wir erstmals die neue C-Klasse als Kombi sehen, der einen deutlich größeren Kofferraum sein Eigen nennen wird. Die Ingenieure packen in das T-Modell alles rein, was geht. Das wird in erster Linie im Innenraum sichtbar, denn dort erhält auch die C-Klasse das riesige Display mit dem überarbeitetem MBUX-Infotainment-System, das zuletzt für die Mercedes S-Klasse vorgestellt wurde. Etwas weniger Brot-und-Butter gefällig? Dann lohnt sich ein Blick auf den G63 4x4 hoch 2, der künftig als AMG-Ultra-G alles plattrollen dürfte.

BMW M3 und M4 mit Mega-Niere

Was das Mega-Display bei Mercedes ist, ist die Mega-Niere bei BMW. Sie zeigt sich am BMW M3, BMW M4 und am 4er Cabrio. Bei den M-Modellen macht sich hinter der Mega-Niere ein Reihen-Sechszylinder breit, der aus drei Litern Hubraum mit Twinturbo satte 480 PS holt. Wer es kräftiger mag, greift zum Competition-Modell mit 510 PS. Das Aggregat ist in den beiden Ausführungen indes nicht neu: Bereits der BMW X3 M und der BMW X4 M tragen den S58 unter der Motorhaube.

Erlkönig BMW M4
Neuheiten

Ebenfalls mega-beniert: das BMW 4er Cabrio. Zum Kernangebot der Motorenpalette gehören die bekannten Vier- und Sechszylinder-Motoren als Diesel und Benziner. Los geht es bei rund 200 PS. Der Topmotor im M440i wird 374 PS und Allradantrieb haben. Dazu wird es die neuen Plugin-Hybrid-Antriebe geben. Eine reine Elektroversion des Cabrios ist nicht zu erwarten. Für Power-Fans wird in der M4-Variante des Cabrios später ein bis über 500 PS starker Reihensechszylinder nachgeschoben.

Rekord-Bugatti und V8-Defender

Aber auch die anderen Autohersteller haben neue Modelle in der Mache. So zum Beispiel Audi mit dem Q5 Sportback, VW mit dem Golf in der R-Ausführung oder Porsche mit dem Taycan Cross Turismo. Zu den ungewöhnlichsten Erlkönigen in diesem Monat zählen aber auch die Serienversion des Rekord-Bugattis 300+, die V8-Version des Defender oder der Shooting Brake des Genesis G70.

Fazit

Wie in jeden Monat zeigen die erwischen Erlkönige nicht nur die zukünftigen Modelle, sondern auch, wie vielfältig die Autoindustrie unterwegs ist.

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