8/2019, Fresco Reverie Fresco Motors

Fresco Motors aus Norwegen

Elektroauto mit modularer Batterie

Mal wieder tritt ein neues Elektroauto-Start-up in Erscheinung, erstmals seit langer Zeit aber eine neue Firma aus Norwegen. Der Fresco Reverie soll eine modulare Batterie bekommen.

Norwegen gilt als europäischer Leitmarkt für Elektromobilität. Nirgendwo sonst werden, im Verhältnis zur Marktgröße und Bevölkerungszahl, mehr Elektroautos verkauft. Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch dort ein neues Startup mit Plänen für die Produktion von Autos entsteht.

Vor vielen Jahren gab es bereits ein vielversprechendes Konzept für ein Elektroauto aus Norwegen: den Kleinwagen Think. Nachdem Ford die Firma und die Produktionsanlagen erst übernommen und dann wieder verkauft hatte, ging Think durch die Hände verschiedener Investoren und schlitterte dann ins Aus. Jetzt will Fresco Motors die norwegische Fahne im Markt der E-Autos hochhalten.

Die Website zeigt erste Bilder einer Limousine namens Reverie, bei denen es sich aber noch im Computerillustrationen handelt. Technische Daten werden aber bereits verraten. Demnach soll der Fresco Reverie ca. 4,81 Meter lang, 1,40 Meter hoch und stolze 2.23 Meter breit sein. Der Radstand beträgt 2,75 Meter.

0-100 km/h in zwei Sekunden

Die technischen Angaben zum Antrieb und der verwendeten Batterie sind noch dünn. Die Norweger geben eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in zwei Sekunden an, die Höchstgeschwindigkeit liegt angeblich bei 300 km/h. Welche Motoren für diese Hypercar-Beschleunigungswerte sorgen und was sie leisten, darüber hüllt sich Fresco Motors in Schweigen. Interessant: Als Getriebe soll eine Viergang-Automatik mit Overdrive verbaut sein. Alle technischen Daten sind aber unverbindlich, wie man mitteilt.

Medienberichten zufolge hat Fresco Motors einen Tauschakku angekündigt, der zumindest einen Teil der Speicherkapazität bereithalten kann. Hier sucht das Unternehmen den Vergleich zum Reservekanister, der bei Verbrennern im Notfall für mehr Reichweite bis zur nächsten Tankstelle sorgen kann. Die modular aufgebaute Lithium-Ionen-Batterie des Reverie soll zudem induktiv ladbar sein.

Unverbindliche Reservierungen nimmt Fresco Motors bereits an. Damit verpflichtet sich der Interessent aber nicht zum Kauf des Autos, wird aber zum Beispiel für künftige Probefahrten in Norwegen vorgemerkt. Gleichzeitig werden über die Website auch Investoren für die junge Firma gesucht.

Fazit

Der Fresco Reverie buhlt mit beeindruckenden, theoretischen Fahrleistungen um Aufmerksamkeit. Das Design wirkt austauschbar und erinnert stark an die Tesla Modelle S und 3. Ob und wann ein erster Prototyp oder gar ein Serienauto realisiert wird, steht in den Sternen über Norwegen.

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