Lite-On auf der CES 2019

Straßenlaternen im Internet der Dinge

1/2019, Lite-On IoT Straßenlaternen Foto: Lite-On 4 Bilder

Die vernetzte Stadt wird auch eine stärkere Überwachung mit sich bringen. Zum Beispiel mit Kameras in Straßenlaternen, wie sie die Firma Lite-On auf der CES ausstellt.

Der Elektronikhersteller Lite-On mit Sitz in Taiwan bringt die Idee von multifunktionalen Straßenlaternen als Teil des Internet der Dinge mit zur CES (Consumer Electronics Show, 8. -11. Januar 2019) in Las Vegas.

Die Zielgruppe sind Städte und Kommunen auf der ganzen Welt, die mit den vernetzten Laternen viel Geld sparen sollen. Das liegt nicht nur an der sparsamen LED-Technik, sondern an den integrierten Kameras.

3.000 Strafzettel pro Tag

Verkehrsverstöße, wie zum Beispiel das unerlaubte Befahren einer Busspur oder Parken im Halteverbot kann direkt in einer Leitzentrale erkannt werden, ohne dass Angestellte auf Streife gehen müssen, um Verstöße zu erkennen und Strafzettel zu schreiben. Nach den Angaben von Lite-On werden in einer asiatischen Großstadt pro Tag im Durchschnitt 3.000 Strafzettel pro Tag ausgestellt. In Gebieten, in denen die alles überwachenden Straßenlaternen bereits eingesetzt werden, sollen erste Erfolge gefeiert werden

Das Angebot „verkürzt das Handling des Verkehrsverstoßes von einem Tag auf drei Stunden, außerdem wird die Genauigkeit bei der Erkennung von Delikten massiv erhöht“, sagt David Yeh, Abteilungsleiter der bei Lite-On Technology Group.

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Während sich die Verkehrsteilnehmer durch die detaillierte Überwachung durch die auf sie blickenden Straßenlaternen nicht unbedingt wohler fühlen werden, hat Lite-On auch weitere Produkte mit direktem Nutzen für die Menschen auf der Straße im Angebot. KI-gestützte Software in Ampelanlagen soll ältere und in der Bewegung eingeschränkte Personen automatisch erkennen. Erkennt das System zum Beispiel einen Rollstuhlfahrer an der Ampel, kann es die Grünphase fallweise verlängern, um dieser Person die sichere Überquerung einer Straße oder Kreuzung zu ermöglichen.

Schöne neue Welt? Die vernetzte Stadt von Übermorgen, in der die Autos nicht nur untereinander sondern auch mit ihrer Umwelt kommunizieren, um einen reibungsloseren Verkehrsfluss und weniger Unfälle zu ermöglichen, bringt zwangsläufig einen höheren Überwachungsgrad mit sich.

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