3/2019, Faurecia Michelin Wasserstoff JV Faurecia

Faurecia und Michelin gründen Joint Venture

Neuer Anbieter für Brennstoffzellen

Die französischen Unternehmen Faurecia und Michelin haben die Absichtserklärung für ein Gemeinschaftsunternehmen unter dem bekannten Namen Symbio unterzeichnet.

In Frankreich soll ein neues Unternehmen für die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Brennstoffzellensystemen entstehen. Die Partner des Joint Ventures mit dem Namen Symbio sind der Automobilzulieferer Faurecia und Michelin. Schon heute existiert unter dem Namen Symbio eine Tochtergesellschaft von Michelin, die im Bereich der Brennstoffzellentechnologie unterwegs ist. Sie geht im neuen Gemeinschaftsunternehmen mit Faurecia auf.

Eigenen Angaben zufolge wurden von Symbio bereits 150 Renault Kangoo Z.E. Transporter mit Brennstoffzelle hergestellt, mit dem Baumaschinenhersteller Volvo wurde ein Bagger mit Wasserstofftanks versehen. Gemeinsam mit Faurecia möchte man einen großen Player für die Produktion und Vermarktung von Brennstoffzellenantrieben schaffen, die in Fahrzeugen und auch bei der stationären Stromversorgung eingesetzt werden sollen. Im Automobilbereich sieht man die Brennstoffzelle dabei klar als Ergänzung zur Batterietechnologie, die zum Beispiel beim Einsatz in Langstrecken-LKW Vorteile bietet.

Symbio soll Marktführer werden

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Patrick Koller, Vorstandsvorsitzender von Faurecia, gibt ein klares Ziel für das neue Joint Venture aus: „Ich freue mich sehr, diese strategische Vereinbarung mit Michelin unterzeichnet zu haben, um dem Weltmarktführer für Wasserstoffmobilität zu schaffen“, sagt der Manager.

Dabei will man sich auch nach dem Verkauf der Technologie um die Kunden kümmern, wie Florent Menegaux, General Managing Partner und zukünftiger Präsident der Michelin-Gruppe, erklärt: „Ziel ist es, ein vollständiges Mobilitätsangebot für Wasserstofffahrzeuge von der Brennstoffzelle bis zum Wartungsdienst zu entwickeln.“

Aktuell sind mit dem Hyundai Nexo, dem Mercedes GLC F-Cell und dem Toyota Mirai drei Brennstoffzellenfahrzeuge auf dem Markt. Das LKW Start-up Nikola Motors plant sowohl die Einführung von batteriegespeisten Elektro-LKW als auch von Zugmaschinen mit Brennstoffzellenantrieb. Neben den hohen Kosten für Brennstoffzellen ist auch das nach wie vor sehr dünne Tankstellennetz der Flaschenhals für einen Durchbruch von Wasserstofffahrzeugen. In Deutschland sind aktuell 60 Stationen geöffnet.

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