Renault kooperiert mit Waymo Jochen Knecht

Waymo kooperiert mit Renault-Nissan

Autonome Google-Technologie in Europa

Google-Tochter Waymo tut sich mit Renault-Nissan zusammen, um selbstfahrende Taxis und Lieferdienste zu entwickeln. Geplant sind gemeinsame Unternehmen, die in Frankreich und Japan Geschäftsmodelle entwickeln sollen.

Zuletzt stand es um das Betriebsklima zwischen den Partnern Renault und Nissan nicht wirklich gut. Hinzu kam die Affäre um den langjährige Chef der Renault-Nissan-Allianz, Carlos Ghosn. Der saß lange in Untersuchungshaft und wartet aktuell auf seinen Prozess. In der Folge nahmen die Spannungen zwischen Franzosen und Japanern deutlich zu. Zuletzt wagte sich Renault mit dem Plan, sich mit dem US-italienischen Konkurrenten Fiat Chrysler zusammen zu tun, aus der Deckung. Offenbar ohne sich vorher lange mit den Top-Managerin von Nissan abgestimmt zu haben. Die Fusion ist mittlerweile vom Tisch. Der Stimmung gut getan hat das Vorgehen aber auf keinen Fall.

Exklusives Abkommen

Trotz aller Misstöne reicht es aber offenbar dennoch, gegenüber Dritten gemeinschaftlich aufzutreten. Beide Autohersteller haben mit der Google-Tochter Waymo ein weitreichendes, exklusives Abkommen zur Zusammenarbeit vereinbart. Gemeinsam mit Waymo will Renault-Nissan selbstfahrende Taxis und Lieferdienste entwickeln, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung heißt. Dafür werden Renault und Nissan Waymos Selbstfahr-Technologie nutzen können, mit der die Google-Tochter in den USA bereits viele Millionen autonome Test-Kilometer gesammelt hat. In Phoenix betreibt Waymo zudem den ersten aktiven autonomen Fahrdienst der Welt.

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Erst die Theorie, dann die Praxis

Neben Renault-Nissan arbeitet Waymo mit Fiat Chrysler (FCA) und Jaguar zusammen. Bei der nun beschlossenen Zusammenarbeit mit Renault-Nissan geht es jedoch weniger um den konkreten Umbau von Fahrzeugen, sondern mehr um die Theorie. So sollen zunächst kommerzielle und rechtliche Fragen geklärt werden, die vor einer Verbreitung in Japan und Frankreich stehen. Die Geschäftspartner hoffen darauf, ihre Dienste später auch auf andere Märkte auszuweiten. „Das ist eine ideale Gelegenheit für Waymo, unsere autonome Technik weltweit vorzuführen“, sagte Waymo-Chef John Krafcik.

Fazit

(Fast) jeder mit jedem. Bei Thema autonomes Fahren werden wir noch viele solche Kooperationsmeldungen hören. Der Grund liegt in der enormen Komplexität und den entsprechend kaum seriös planbaren Kosten. Der Schachzug, sich mit Waymo zusammen zu tun, ist sicherlich keine schlechte Idee. Die Amerikaner sind allen Einschätzungen nach führend bei der Entwicklung von Technologie, die es Fahrzeugen möglich macht, autonom zu fahren.

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