Avis, Budget und Sixt

Autovermieter planen für die Zukunft

11/2018, SIXT Chargery Foto: SIXT

Man bekommt nach der Unterschrift einen Schlüssel, fährt und gibt am Ende den Mietwagen vollgetankt am Schalter zurück. Soweit das bisherige Procerede für Kunden von Autovermietungen. Die Zukunft wird vielschichtiger.

Automobilhersteller wollen sich vom reinen Lieferanten der Hardware zu Mobilitätsdienstleistern wandeln und Kunden mit Carsharing und digitalen Ökosystemen an sich binden. Gleichzeitig strömen mit Waymo, Uber und Co. neue Player in den Markt.

Auch die klassischen Autovermieter passen ihre Geschäftstätigkeit den sich wandelnden Umständen an. Marktführer Sixt hat nach dem Verkauf seiner Anteile am einst mit BMW als Gemeinschaftsunternehmen gestarteten Carsharing DriveNow die neue Abteilung SixtX ins Leben gerufen.

Hier sollen neue Ideen entwickelt und umgesetzt werden. Eine davon ist die jetzt angekündigte Investition in das Berliner Start-up Chargery.

Powerbank für Elektroautos

Als Alternative zu stationären Ladepunkten für Elektroautos bietet Chargery einen mobilen Ladeservice an. Aktuell ist das 2017 gegründete Unternehmen in Berlin aktiv, eine Ausweitung der Aktivitäten in weitere Städte ist geplant. Dabei hat man neben Deutschland auch das europäische Ausland im Visier.

Meldet sich der Fahrer eines Elektroautos mit leerer Batterie bei Chargery, wird ein Fahrrad mit großer Powerbank auf einem Anhänger zum Standort des Fahrzeugs geschickt. In der steckt nach Angaben von Chargery ausschließlich Ökstrom.

06/2018, Waymo Chrysler Pacifica Google-Schwester Waymo Führend bei autonomen Autos

Mit der mobilen Batterie kann das Elektroauto beispielsweise während eines Geschäftstermins geladen werden, sie wird zu einem vereinbarten Zeitpunkt wieder abgeholt. Zusätzlich kann man neben der Batterieladung auch Dienstleistungen wie eine Innenraumreinigung und kleinere Wartungsarbeiten bei Chargery in Auftrag geben.

Sixt möchte durch die Kooperation mit Chargery den Service auch für die Elektroautos und Plug-in-Hybride seiner eigenen Vermietflotte nutzen und Kunden somit die Angst vor mangelnder Reichweite oder die Routenplanung zu Ladepunkten abnehmen.

Nico Gabriel, bei Sixt der verantwortliche Bereichsvorstand für SixtX, erklärt: „Elektro- und Hybridfahrzeuge bieten vor allem in urbanen Gebieten deutliche Vorteile bei Kosten und Nachhaltigkeit. Mit unserem Investment in Chargery tragen wir dem wachsenden Interesse unserer Kunden an alternativen Antrieben Rechnung und bieten ihnen eine einfache und flexible Lösung für das Aufladen der Fahrzeuge – und somit eine reibungslose E-Mobilität.“

Connected Car für Mietkunden

Auch die Vernetzung von Autos wird positive Auswirkungen auf Autovermieter und ihre Kunden haben.

Fahrzeugrelevante Daten wie der Tachostand oder die Füllung des Tanks können vom Auto direkt an den Computer der Autovermietung übertragen werden, was die Rückgabe- und Abholungsprozesse deutlich verkürzen kann.

Mit einem digitalen Schlüssel in einer Smartphone-App kann sich ein Mietwagen künftig auch ohne Umwege zum Schalter öffnen lassen, auch bei der Rückgabe kann man direkt vom Flughafenparkhaus zum Abfluggate gehen.

Die Avis Budget Group hat jetzt mit der Einführung vernetzter Fahrzeuge in ihrer Flotte begonnen. Den Anfang machen Deutschland und die Schweiz. Hier sind aktuell 3.000 Mietwagen verschiedener PSA-Marken (Citroën, DS, Opel, Peugeot) als Connected Car unterwegs. Auch in Großbritannien und den Benelux-Ländern fahren bereits Mietwagen mit Internetanschluss. Bis zum Jahr 2020 soll die weltweite Flotte der Vermietungsmarken Avis und Budget vernetzt sein.

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