Fisker Pear (2023) Fisker
Fisker Pear (2023)
Fisker Ocean Elektro-SUV
Fisker Ocean Elektro-SUV
Fisker Ocean Elektro-SUV 7 Bilder

Fisker Pear (2023): Elektroauto-Revolution mit Foxconn

Fisker Pear (2023) Das E-Auto vom I-Phone-Produzenten

Für sein nächstes Auto-Projekt holt sich Henrik Fisker den I-Phone-Hersteller Foxconn ins Boot. Der soll bis Ende 2023 eine E-Auto-Revolution auf die Räder stellen.

Das erste Serienmodell, der Fisker Ocean, ist noch gar nicht auf der Straße, da geht Henrik Fisker bereits das nächste Projekt an. Ab Ende 2023 will der umtriebige Designer und Start-up-Chef sein nächstes Elektro-Auto-Projekt fertig haben, das aktuell noch auf den Namen "Pear" hört. Das Akronym steht für "Personal Electric Automotive Revolution", was übersetzt schlicht "Persönliche Elektroauto-Revolution" bedeutet. Bescheidenheit war noch nie eine Fisker-Eigenschaft.

Fisker Ocean Elektro-SUV
Fisker, Inc.
Das Elektro-SUV Fisker Ocean soll Ende 2022 auf den Markt kommen und könnte bei Magna-Steyr in Graz gebaut werden.

Auftragsfertiger wollen Autos bauen

Um den revolutionären Ansatz bewerten zu können, wären technische Daten nicht schlecht, die fehlen aber aktuell noch komplett. Bleibt noch der Blick auf den Partner, mit dem Fisker das Pear-Projekt umsetzen möchte. Der heißt Foxconn, gehört zur taiwanesischen Hon-Hai-Gruppe und ist bisher hierzulande vor allem dafür bekannt, Unterhaltsungselektronik-Hardware zu bauen, zu vorderst natürlich die I-Phones von Apple. Klingt zumindest auf den ersten Blick revolutionär, ist es aber nur noch zum Teil. Denn die Idee, mit Hilfe von so genannten Auftragsfertigern, die bisher vor allem Unterhaltungselektronik produzieren, auch Autos zu bauen, hatten inzwischen auch schon andere. Geely, zum Beispiel. Der chinesische Auto-Riese hat ebenfalls eine Kooperation mit Foxconn. Und auch Apple werden immer wieder Ambitionen nachgesagt, das geheimnisvolle Apple-Car nicht mit einem klassischen Autobauer realisieren zu wollen, sondern mit dem langjährigen Partner Foxconn.

Auch der chinesische Auto-Riese Geely will gemeinsam mit Foxconn Autos bauen.

In 24 Monaten zum fertigen Auto?

Den dürfte das Interesse nicht gänzlich unvorbereitet treffen, die Automotive-Sparte des Konzerns hat längst eine passende Elektro-Auto-Plattform entwickelt, die nach eigenen Angaben variable genug ist, um damit quasi jede Art von Elektro-Auto realisieren und anschließend in großen Stückzahlen produzieren zu können. Das ist nämlich das eigentliche Foxconn-Geschäft: die Skalierung. Riesige Stückzahlen in Rekordzeit zu produzieren. Dazu passt, dass zwischen dem offiziellen Start einer Partnerschaft Ende 2021 und dem Produktionsstart lediglich zwei Jahre liegen sollen. In der jetzt unterzeichneten Absichtserklärung ist die Rede von einem Produktionsvolumen von 250.000 Fahrzeugen pro Jahr, das Auto selbst soll sich nicht in bestehende Kategorien einsortieren lassen. Gemeinsam werde man ein "bahnbrechendes neues Segment-Fahrzeug entwickeln", so Fisker.

Kommentar Jochen Knecht Apple-Car
Alternative Antriebe

Fazit

"Wir werden ein Fahrzeug schaffen, das soziale Grenzen überwindet, eine Verbindung aus fortschrittlicher Technik, Design, Innovation und Kosteneffektivität bietet und gleichzeitig unser Engagement für die Schaffung der nachhaltigsten Fahrzeuge der Welt erfüllt", frohlockt der dänische Designer und Firmengründer Henrik Fisker über sein Projekt mit Foxconn. Das klingt noch erstaunlich unkonkret für ein Auto, das in weniger als 30 Monaten auf der Straße sein soll. Ob Foxconn tatsächlich bereits so weit ist, das dafür nötige Entwicklungstempo hinzubekommen, wäre das in der Tat beinahe eine Revolution!

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